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StMELFLWFWaldökologieKlima und Wasserschutz → »Martinssommer« und Weihnachtstauwetter - Gute Wachstumsbedingungen trotz später Trockenheit
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WKS-Witterungsreport und WKS-Bodenfeuchtemessungen

Lothar Zimmermann, Stephan Raspe, Winfried Grimmeisen

»Martinssommer« und Weihnachtstauwetter - Wasserversorgung der Wälder im Jahr 2009

Der November 2009 gehörte mit 2,4 Grad mehr als normal zu den drei wärmsten Novembern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Nach einem langen und feuchten Winter 2008/09 waren die Bodenwasserspeicher in Bayerns Wäldern zu Beginn der Vegetationszeit 2009 gut gefüllt. Auch im Sommer gab es kaum Wassermangel.

Monduntergang bei Inversionswetterlage Monduntergang bei Inversionswetterlage vom Wendelstein aus (Foto: C. Hinz)

WKS-Witterungsreport: eisiger Winterbeginn löst milden, sonnigen November ab

Der November 2009 gehörte mit 2,4 Grad mehr als normal zu den drei wärmsten Novembern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Voralpenraum sorgten Föhnlagen an einigen Tagen für fast sommerliche Temperaturen. Das Niederschlagssoll wurde leicht übererfüllt. Mitte Dezember sanken dann die Temperaturen bis unter –15°C, zu Weihnachten setzte Tauwetter ein. Vereinzelt gab es gerade noch eine »Weiße Weihnacht«, die dann allerdings schnell wegschmolz. Wärmemäßig lag der Dezember etwas unter dem Mittel, allerdings mit circa einem Viertel mehr Niederschlag, während die Sonne etwas unter dem Soll schien.

Einem »Altweibersommer-September« folgte ein wechselhafter, feucht-kühler Oktober mit einem markantem Temperatursturz sowie dem ersten Frost und Schnee, bevor der Herbst im November mild und nass ausklang. Der erste Wintermonat gab schon einen Vorgeschmack auf einen Winter 2009/10, der nicht als mild und zu warm in die Wetterannalen eingehen würde.

WKS-Bodenfeuchtemessungen: Gute Wachstumsbedingungen trotz später Trockenheit

Nach einem langen und feuchten Winter 2008/09 waren die Bodenwasserspeicher in Bayerns Wäldern zu Beginn der Vegetationszeit 2009 gut gefüllt. Auch im Sommer gab es kaum Wassermangel. Erst im August wurden die Wasservorräte spürbar angegriffen. Es blieb jedoch immer noch genügend Wasser im Boden gespeichert. Im Herbst wurde es doch noch kurzzeitig eng mit der Wasserversorgung. Anfang Oktober waren die Waldböden so trocken wie noch nie in dieser Jahreszeit. Ab Mitte Oktober wurden die Böden wieder feuchter, so dass sich die Wasservorräte bis zum Jahresende wieder auffüllten.

Zum Jahresbeginn schaut man gerne zurück und erinnert sich an das vergangene Jahr. Wie war das mit dem Wetter 2009? Wie stand es um die Wasserversorgung der Wälder? Hat der Klimawandel schon (wieder) zugeschlagen, oder war es doch eher ein »normales« Jahr? Da kaum eine Erinnerung so stark von subjektiven Empfindungen geprägt ist wie die an das Wetter und die damit zusammenhängende Wasserversorgung der Wälder, wollen wir noch einmal einen objektiven Blick auf den Verlauf der Bodenfeuchte an den Waldklimastationen (WKS) werfen.

Autoren

  • Dr. Lothar Zimmermann - Sachgebiet Klima und Wasserschutz
    Fachgebiet: Forsthydrologie, Klimaveränderung, Wald und Wasser
  • Dr. Stephan Raspe - Sachgebiet Klima und Wasserschutz
    Fachgebiet: Stoffhaushalt, Waldklimastationen
  • Winfried Grimmeisen - Sachgebiet Klima und Wasserschutz
    Fachgebiet: Bodenfeuchte, Bodenphysik, Waldklimastationen - Bodenfeuchte