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Witterung und Bodenfeuchte zum Start der Vegetationszeit

Winfried Grimmeisen, Stephan Raspe und Lothar Zimmermann

Meldungen der Waldklimastationen

Der Winter 2008/09 erschien vielen als extrem. Die Minimum-Temperaturen fielen im Januar bis auf unter –20 °C. Betrachtet man jedoch die Mittel aller Wintermonate, war es nur 1,0 Grad kälter als normal und dazu mit ein Fünftel weniger Niederschlag vergleichsweise niederschlagsarm. Die ausgiebigen Niederschläge im Februar und März aber füllten die Wasserspeicher der Waldböden. Teilweise waren zu Beginn der Vegetationszeit die Wasservorräte sogar so hoch wie noch nie seit Beginn unserer Messungen.

Ergebnisse der Temperaturmessungen an den Waldklimastationen

DieWinter 2006/07 sowie 2007/08 waren deutlich zu warm. Ganz anders dagegen der gerade vergangene Winter: Auf einen geringfügig zu kalten Dezember folgte ein recht kalter Januar (–1,8 Grad) und ein kalter Februar (–0,9 Grad).Mit dem Niederschlag sah es im Dezember (–21 Prozent zum Klimamittel) und erst recht im Januar (–53 Prozent) noch schlecht aus, bis der Februar ihn – oft als Schnee – doch reichlicher brachte (+28 Prozent). So betrug das Niederschlagsdefizit gegenüber einem "mittleren" Winter nur –20 Prozent.

Der vergangene Winter brachte zwar erst spät Schnee, war aber lang anhaltend kalt und versorgte die Böden mit ausreichend Niederschlag. Das wirkt sich auch auf die Wasservorräte im Boden aus. Während in den beiden letzten Wintern auf Grund der milden Witterung vor allem Nadelbäume viel Wasser verbrauchten, blieb es dieses Jahr bei der "normalen" winterlichen Ruhezeit. Die kalte und feuchteWitterung hielt den Transpirationsanspruch aller Baumarten niedrig. Gleichzeitig füllten die zum Teil reichlichen Niederschläge die Wasserspeicher der Waldböden nachhaltig auf. Bereits im Heft 69 (Link siehe unten) berichteten wir von einer Wiederauffüllung der Bodenwasserspeicher zum Ende des letzten Jahres. Bis Ende März wiesen dann alle Waldklimastationen, an denen wir die Bodenfeuchte permanentmessen, sehr hohe Wasservorräte hohe Wasservorräte imgesamten Boden auf

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