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Feucht-kalte Böden im Winter blieben weich
Stephan Raspe und Winfried Grimmeisen, Sachgebiet Klima und Wasserschutz
Ergebnisse aus den Waldklimastationen zur Bodenfeuchte
Böden, deren Wasservorräte im Herbst noch nicht aufgefüllt waren, wurden im November und Dezember wiederbefeuchtet. Trotz unterdurchschnittlicher Niederschläge stiegen die Wassergehalte im Boden stark an, weil die Bäume während der Wintermonate kaum Wasser verbrauchten.
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Wasservorrat an der Waldklimastation Riedenburg im Jahr 2008 und 2007 |
Die Waldböden beginnen die neue Vegetationsperiode mit gut gefüllten Wasserreserven. Feuchte Böden sind allerdings schlecht zu befahren. Für die Holzernte ist es deshalb von großem Vorteil, wenn die kalten Wintertemperaturen die Waldböden hart gefrieren lassen. In diesem Winter war dies jedoch nur selten der Fall, wie Bodentemperaturmessungen an den Waldklimastationen verdeutlichen.
Ab November kommt bei uns die Vegetation normalerweise weitgehend zur Ruhe. Die Blätter der Laubbäume fallen ab und die Transpiration geht vollständig zurück. Auch die immergrünen Nadelbäume nehmen bei normaler Winterwitterung kaum noch Wasser aus dem Boden auf. Nur in extrem milden Wintern können die Wälder den Böden nennenswerte Wassermengen entziehen. Besonders mild war es aber heuer von November bis in den Januar hinein nicht. Insgesamt fiel zwar weniger Niederschlag als üblich, gleichzeitig war es aber auch etwas kühler als normal.
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