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Die Schermaus (Große Wühlmaus, Mollmaus)
In der Vergangenheit waren Schäden durch die Schermaus im Wald und in Forstkulturen eher von untergeordneter Bedeutung. Die Zunahme der Schäden in den letzten Jahren lässt sich auf die Wandlung in der Landwirtschaft zurückführen, wo immer häufiger Flächen stillgelegt und aufgeforstet werden.
Aussehen:
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maus - bis rattengroß (15- 20 cm), Schwanz mit 10 cm halbe Körperlänge, bis zu 100 g schwer
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relativ breite Nagezähne (2-3 mm)
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Körper sehr gedrungen und plump, großer Kopf mit stumpfer Schnauze, kleine im Fell versteckte Ohren
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dichtes, wolliges Fell, graubraun bis schwarzbraun, Unterseite etwas heller
Habitat: (es gibt zwei Ökotypen)
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den uferbewohnenden, wassergebundenen Typ („Wasserratte“), ist häufig oberirdisch aktiv
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den überwiegend unterirdisch lebenden terrestrischen Typ, der sich völlig vom Wasser gelöst hat. Gerade dieser Typ richtet die eigentlichen Schäden an den Kulturen an.
Vorkommen:
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v.a. auf Neuaufforstungen ehemaliger landwirtschaftlich genutzter Flächen
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bevorzugt frische, feuchte Böden mit anstehendem Grundwasser
Lebensweise:
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bewohnt Bau meist allein, da sie gegenüber Artgenossen ziemlich unverträglich ist
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besiedelt Lebensraum nicht mit so hoher Individuenzahl (ca. 15 – 30 Tiere / ha) und vielfältigen Überschneidungen der Territorien wie Erd- und Feldmäuse
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ist sehr territorial und hat keine sonderlich großen Reviere
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Schermausbaue bleiben nicht lang unbesiedelt, schon nach ca. 4 Tagen verfliegt der territoriale Geruch des ehemaligen Bewohners und die nächste Maus zieht ein
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keine ausgeprägten Gradationszyklen mit Überpopulation und Zusammenbrüchen
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Individuenzunahme führt zunächst zu Abwanderung in benachbarte Flächen, wenn dies nicht möglich: langanhaltende Massenvermehrung (ca. 500 Tiere / ha)
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Nahrung während Vegetationszeit: ober- und unterirdische Teile von Gräsern und Kräutern (Vorliebe Klee und Quecken)
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außerhalb der Vegetationszeit: v.a. Wurzeln, legen im Herbst Vorratskammern an
Anwesenheitsmerkmale:
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flach unter der Erdoberfläche verlaufende Gänge, die von der Maus beim Verdrängen der Erde hochaufgewölbt werden (sind auch die Gänge, in die man so leicht einsinkt)
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Erkennen befahrener/unbefahrener Gänge:
in frostfreier Zeit: Verwühlprobe: Aufgraben des Ganges auf Spatenbreite, meist erscheint schon nach wenigen Minuten die Maus um nach dem Rechten zu sehen, die Öffnung zu schließen und eine Umleitung anzulegen (ist äußerst licht- und zugempfindlich; Erkennbar, auf welcher Gangseite Maus lebt wichtig für Station/Falle im Winter: Auslegen von Kontrollködern in Köderstationen, frischer Kot
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im Spätsommer und Frühherbst aufgeworfene Erdhaufen
Unterscheidung der Erdhaufen von Schermaus und Maulwurf:
Sehr wichtig ist die richtige Baumartenwahl gerade bei Erstaufforstungsflächen:
| Starke Gefährdung: |
RBu, HBu, Ei, Kir, Es, Ah, Pa, Wildobst |
| Mittlere Gefährdung: |
Fi, Dgl., Ta, Lä, Str, Pa |
| keine/kaum Gefährdung: |
Kie, Li, Bi, Erl, As,Walnuss, Schwarznuss, Robinie |
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