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Die Nonne

Lymantria monacha

Nonne - Männchen Nonne - Männchen an Kiefer.

Steckbrief Nonne

  • Ordnung - Lepidoptera = Schmetterlinge
  • Familie - Lymantriidae = Trägspinner
  • Gattung - Lymantria
  • Art - Lymantria monacha = Nonne

Der Falter kann überall in Bayern auftreten und innerhalb von 2 Jahren in großflächigen Kiefern- und Fichten- Reinbeständen aus der Latenz in eine Massenvermehrung übergehen. Hauptschadensgebiete sind jedoch beschränkt auf das Flachland und Hügelland (bis etwa 800 m Höhe), hier v.a. in Gebieten mit Jahresniederschlägen von 400 bis 700 mm. In diesem Bereich wurde daher auch 2009 in der Hauptschwärmzeit im Rahmen der jährlichen Überwachungsmaßnahmen die Prognose der Nonne durchgeführt.

Überwinterung:

Als schlüpfbereite Larve (=Eiräupchen) im Ei zum Abschluss der Entwicklungsruhe und Diapause zwischen oder unter Rindenschuppen.

Larvenfraß:

Schlüpfen der Laven (Ende April) bis Mai, Raupen bleiben anfangs eng in „Raupenspiegeln“ zusammen; nach wenigen Tagen wandern die Raupen, Fäden spinnend, zur Krone, wo zunächst die Mainadeln an Fichte oder weiche junge Blätter gefressen werden. An der Kiefer werden bevorzugt die Blütenknospen gefressen.
Ab dem L 2 – Stadium werden auch ältere Nadel von Fichte und Kiefer angenommen. Es folgen 5 – 7 Raupenstadien in den nächsten 6 Wochen. Eine Raupe frisst ca. 5 bis 7 Gramm Fichtennadeln. Wobei die Nadel oft nur angefressen werden und nach dem Befall zu Boden fallen.
Dauer des Larvenstadiums: Ca. 7 bis 10 Wochen, je nach Witterungsverlauf. Kälteperioden und Schlechtwetterphasen haben großen Einfluss auf die Larvenentwicklung.
Die Jungraupen werden an ihren Spinnfäden auch passiv, von Baum zu Baum oder in benachbarte Bestände, verbreitet.

Verpuppung:

Ausgewachsene Larve beginnt ihre Verpuppung an Rindenschuppen oder Astgabeln in lockerem Gespinst. Bei Massenvermehrungen auch am Boden möglich. Dauer der Puppenruhe: ca. 14. Tage.

Schwärmen:

Der Falter schlüpft von Mitte Juli bis August. Lebensdauer der Falter ist ca. 10 bis 14 Tage. Die Männchen schwärmen nachts und werden durch die Sexualpheromone der Weibchen angelockt.

Eiablage:

Das Weibchen legt (120) – 200 (max. 300) Eier in Gruppen (Gelegen) von 20 – 50 auf rauher Rinde ab. Die Larven – Embryonalentwicklung beginnt sofort.

Schaden:

Bei Fichte sind oft schon bei 70 % Nadelverlust die Schäden letal. Die Kiefer kann mehr als 90 % Nadelverlust ertragen.

Nonnenraupe Nonnenraupe an Fichte.

Beurteilung:

Massenwechselschädling mit ausgesprochener Polyphagie der besonders für Fichte und Kiefer gefährlich ist. Besonders in Niederschlagsarmen (400 – 600 mm/Jahr) oder auf für die Baumart wenig entsprechenden Standorten stellt sie eine Bedrohung dar.
Das Auslösen der Massenvermehrung (Gradation) wird oft durch warm – trockene Sommer und Zusammenfallen des Knospenaustriebs und Larvenschlüpfen initiiert.
Mittelalte (40 – 60 jährige) Kiefern und Fichtenbestände sind besonders gefährdet. Bei Nahrungsmangel werden alle Nadelbäume sowie Laubbäume und die Krautschicht befressen.

Ausblick:

In anderen Bundesländern zeigen die Fangwerte der Nonne ebenfalls einen Aufwärtstrend. Das Fangverfahren der Nonne wird derzeit überarbeitet und bereits 2010 in einigen Revieren umgestellt. Nähere Informationen dazu erhalten die betroffenen Reviere rechtzeitig.

Bekämpfung:

Frühzeitig mit Dimilin.

Weiterführende Informationen zum Thema Nonne: