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Symptome der Erkrankung

Das Auftreten der folgender Krankheitsmerkmale besonders in Kombination lassen auf die Erkrankung schließen:


An Trieben verbleibende Blattstiele

Im Frühstadium der Erkrankung treten an der Mittelrippe der Blätter bräunliche Nekrosen auf. Ab Mitte Juli sind dann an den infizierten Eschen auffällige Welkeerscheinungen zu beobachten, die einen vorzeitigen Blattfall und Kronenverlichtungen zur Folge haben. Besonders charakteristisch sind die lange am Trieb verbleibenden Blattstiele, die von der Esche nicht auf natürliche Weise abgestoßen werden.


Rindenverfärbungen

Die befallenen Triebe weisen gelblich-ockerfarbene bis rostrote Rindenverfärbungen ohne Schleimfluss oder Rindenrisse auf.
Befallen werden zunächst vor allem die Leit- und Seitentriebe, die in der Folge rasch absterben. Durch Austrieb an der Pflanzenbasis oder durch schlafende Knospen, versucht die Pflanze auf die Infektion zu reagieren. Beim Fortschreiten des Krankheitsverlaufs sterben später auch diese Seitentriebe ab.



Verbuschung

Aufgrund des verstärkten Austriebs verändert sich die Verzweigungsstruktur der Kronen. Dadurch sind vermehrt Zwieselbildungen sowie eine Verbuschung in den Kronen zu beobachten.


Holzverfärbungen

Unterhalb der auffällig gefärbten Rindennekrosen treten sowohl im Längs- als auch im Querschnitt des Triebes grau-braune Holzverfärbungen auf, die eine größere Dimension aufweisen als die Rindenverfärbungen vermuten lassen. Charakteristisch für die Holzverfärbung ist ihre diffuse Ausprägung, welche nicht an den Jahrringsverlauf gebunden ist.
Im fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung kann ein zusätzlicher Befall der geschwächten Pflanze durch sekundäre Rindenpilze und Holzfäuleerreger erfolgen und die Wirtspflanze absterben.



Krankheitsverlauf an Altbäumen

Krankheitsverlauf an Altbäumen

An Altbäumen hat der Krankheitsverlauf einen eher chronischen Charakter. Die stamm- und zweigumfassende Nekrotisierung erfolgt aufgrund der größeren Durchmesser langsamer als an Jungpflanzen und der Baum kann durch einen verstärkten Neuaustrieb reagieren.

Durch den vorzeitigen Blattfall sind Kronenverlichtungen zu verzeichnen. Die Kronenarchitektur verändert sich und die Ersatztriebe treten klumpig verteilt auf.

Durch den Befall werden die Alteschen geschwächt und sind in der Folge anfälliger für Sekundärschadorganismen und witterungsbedingte Stressereignisse.


Krankheitsverlauf an Jungpflanzen

Krankheitsverlauf an Jungpflanzen

An Jungeschen sind die Symptome über den gesamten Jahresverlauf sehr gut zu beobachten.
Der Krankheitsverlauf ist schnell forstschreitend, da die Nekrotisierungen aufgrund der geringen Durchmesser sehr schnell stammumfassend sind. Somit kommt es binnen weniger Jahre zum Absterben der gesamten Pflanze.
Es werden zunächst vor allem die jüngsten Triebe befallen. Den Ausfall der Leittriebe versucht die Pflanze durch Neuaustrieb zu kompensieren, so dass sehr häufig Verzwieselungen gebildet werden. Im Folgejahr stirbt dann meist auch der Sekundäraustrieb ab.


Verwechslungsgefahr mit anderen Schadsymptomen

Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Erkrankungen an der Esche:

  • Spätfrostschäden
  • Rindenbrand
  • Eschenkrebs