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Aktuelle Maßnahmen
Umfrage an den Ämtern und die BaySF im Jahreswechsel 08/09
Ergebnisse der Umfrage:
An der LWF gingen 182 Rückmeldungen zur Befragung über Eschenschäden ein. In 82 % der Meldungen (Fehlmeldung) wurden keine auffälligen Schäden an der Esche beobachtet bzw. kamen keine Eschen im Revier vor. In 18 % der Antworten wurden Schäden an Eschentrieben gemeldet. Diese Flächen wurden ab Januar 2009 besichtigt und untersucht.
Beprobung von Schadflächen
Anhand der Rückmeldungen der durchgeführten Umfrage zum Auftreten der Symptomatik wurden von der LWF in ganz Bayern die Flächen besichtigt, auf denen Symptome gemeldet wurden (insgesamt 34). Zum Erregernachweis wurde Probematerial für weitere Untersuchungen im Labor gewonnen. Die Grafik zeigt die Untersuchungsergebnisse mit Stand April 2009. In 71 % der untersuchten Standorte wurde der Erreger C. fraxinea nachgewiesen.
Die Diagnose und der Nachweis des Erregers des „Neuartigen Eschentriebsterbens“ gestaltet sich schwierig, da sowohl die Hauptfruchtform als auch die Nebenfruchtform nur sehr selten fruktifizieren. Dies macht eine Isolierung des infizierten Pflanzengewebes im Labor notwendig. Der Pilz wird aus dem Übergangsbereich vom gesunden zum erkrankten Gewebe isoliert. Zu diesem Zweck wird symptomatisches Probematerial zeitnah im Labor aufgearbeitet und auf sterilem Nährboden ausgebracht. Die Bestimmung der Nebenfruchtform ist frühestens nach drei Wochen möglich.
Schulungen
Das neue Krankheitsphänomen an den Eschen entbehrt bislang bekannten Beispielen. Aus diesem Grund besteht bei den Interessensvertretern des Waldes und der Forstwirtschaft ein hoher Informationsbedarf. Deshalb führen die Waldschutzexperten der LWF auf Anfrage Schulungen und Beratungen durch.
Im März 2009 wurde im ALF Töging eine Schulung für die Revierleiter und privaten Waldbesitzer veranstaltet.
Auf einer Veranstaltung der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen (EZG) informierte die LWF im April 2009 mit Unterstützung des bayrischen Amtes für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP) das anwesende Personal der Baumschulen über die aktuelle Situation des „Neuartigen Eschentriebsterbens“ in Bayern.
Forschung
Von Dezember 2008 bis März 2009 wurde ein Kurzprojekt am Sachgebiet Waldschutz der LWF durchgeführt um erste Erkenntnisse zum Auftreten des „Neuartigen Eschentriebsterbens“ in Bayern zu gewinnen.
Derzeit werden Forschungsansätze zu den möglichen Verbreitungsvektoren, Zusammenhängen im Befallsgeschehen und Handlungsempfehlungen im Zusammenhang mit C. fraxinea entwickelt.
Die Waldschutzabteilungen der benachbarten Länder stehen in engem Kontakt, um rasch auf neue Entwicklungen reagieren zu können.
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