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Palmensterben am Mittelmeer durch den Palmenrüssler?
Olaf Schmidt, Präsident der LWF
Neue Arten - Palmenrüssler schädigt Palmen in Urlaubsregionen
Der erstmals 1994 als eine der neuen Arten nach Spanien eingeschleppte und aus Südostasien stammende Palmenrüssler entwickelt sich mehr und mehr zu einem wichtigen Schädling im Mittelmeerraum. Der als Quarantäneschädling eingestufte Palmenrüssler breitet sich als eine der invasiven Neuen Arten rasant in den spanischen, französischen und italienischen Urlaubsgebieten aus. Bekämpfungsmaßnahmen gestalten sich wegen der versteckten Lebensweise des Palmenrüsslers außerordentlich schwierig.
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Invaisve neue Arten: der Palmenrüsselkäfer. Inzwischen tritt er auch in Italien und an der Côte d'Azur auf (Foto: B. Kremer) |
Der erstmals 1994 nach Spanien eingeschleppte und aus Südostasien stammende Palmenrüssler entwickelt sich mehr und mehr
zu einem wichtigen Schädling im Mittelmeerraum. Der als Quarantäneschädling eingestufte Rüsselkäfer breitet sich rasant in
den spanischen, französischen und italienischen Urlaubsgebieten aus. Bekämpfungsmaßnahmen gestalten sich wegen seiner
versteckten Lebensweise außerordentlich schwierig.
Gerade in den spanischen, französischen und italienischen Urlaubszentren am Mittelmeer versucht man in den Hotelund Grünanlagen durch das Anpflanzen verschiedener hochwüchsiger Palmenarten wie Dattel-, Kokos- und Fächerpalmen, ein bestimmtes südländisches oder »karibisches« Flair zu schaffen. Palmen spielen hier in der Gestaltung der Grünanlagen gerade im Hinblick auf den Tourismus eine große Rolle. Umso erschreckender sind die Meldungen über den Palmenrüssler (Rhynchophorus ferrugineus), die uns aus Italien, Spanien, von den Balearen und den Kanarischen Inseln erreichen.
Der in Südostasien beheimatete Palmenrüssler verbreitete sich zunächst im Mittleren Osten und gelangte zuletzt mit importierten Palmen nach Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich und in nahezu alle anderen Mittelmeerländer. In den letzten Jahren entwickelte sich der Palmenrüssler zu einem der wichtigsten eingeschleppten Schädlinge im Mittelmeerraum. Allein im Jahr 2005 brachte der Palmenrüssler im Süden Spaniens mehr als 3.000 Palmen zum Absterben, darunter auch eine Vielzahl von Palmen im berühmten Palmenwald El Palmeral bei Elche an der Costa Blanca, der zum Weltnaturerbe zählt. Der zwei bis drei Zentimeter große, rotgefärbte Palmenrüssler lebt eigentlich auf der Kokospalme (Cocos nucifera) in Südostasien (Hassan 1972). Dabei richten die Käfer selbst keinen direkten Schaden an, den Schadfraß verursachten die Larven. Die Eier werden in der Krone der Palme abgelegt. Die bis zu 50 Millimeter große Larve des Palmenrüssler frisst von Beginn an in Richtung zur Mitte der Palme und zerstört dabei häufig den Vegetationskegel, das »Palmenherz«, der Palme. Die befallene Palme stirbt daraufhin ab. Der Befall ist am Anfang kaum festzustellen. Auch gibt es bisher keine direkte Bekämpfungsmaßnahme gegen den Palmenrüssler. Bisher behilft man sich mit der Kontrolle und Entnahme befallener Palmen
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