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Waldschutz
Forstschädlinge bestimmen, Risiko einschätzen, Bekämpfungsstrategien entwickeln
Erfolgreicher Waldschutz beginnt bereits bei der Vorsorge und geschieht durch den Aufbau möglichst gemischter naturnaher Wälder. Durch ein umfassendes "Frühwarnsystem" kann der Waldschutz Risiken rechtzeitig erkennen und sachgerecht einschätzen.
Nur wenn andere, mildere Maßnahmen im Waldschutz nicht möglich sind oder nicht ausreichen und ganze Waldbestände bedroht sind, können auch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen - praktisch als "ultima ratio".
Nicht nur wir Menschen brauchen und schätzen den Wald als Erholungsraum, Rohstofflieferant und Schutzwald gegen Lawinen, Muren und Hochwasser. Für zahllose Tier-, Pflanzen- und Pilzarten ist der Wald der Lebensraum, der ihnen Nahrung, Wohnung und Schutz bietet.
Und Bäume - Wurzeln, Holz, Rinde und Blätter - sind für viele Arten ein besonderer Leckerbissen, nicht immer zur Freude des Menschen. Ein Interessenskonflikt, den der Waldschutz aufzulösen muss.
Ziel von Waldschutz-Maßnahmen ist es dabei, den Wald gegen schädigende biotische und abiotische Einflüsse in seiner Substanz und in seinen jeweiligen Funktionen, einschließlich der Holzproduktion, zu bewahren, ohne in die natürlichen Abläufe und in den Naturhaushalt des Waldes über Gebühr einzugreifen. Waldschutz orientiert sich hier eng am "Grundsatz der Verhältnismäßigkeit", das heißt, alle Maßnahmen müssen zugleich geeignet, erforderlich und angemessen sein.
Arbeitsschwerpunkte im Waldschutz
Borkenkäfer
Der Waldbesitzer erhält einen Überblick über die Gefährdungssituation in Bayern. Örtlich differenzierte Informationen aus den Ergebnissen der örtlichen Lageeinschätzung, der Monitoringfallen, dem Witterungsverlauf und den Bruthölzern geben ihm frühzeitige Hinweise auf eine beginnende Massenvermehrung.
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Eschentriebsterben
Der Gemeinen und Schmalblättrigen Esche setzt zur Zeit ein Pilz zu, dessen pathogene Lebensweise bislang unbekannt war. Erste Meldungen über größere Schäden an Eschen erfolgten bereits Anfang der 90er Jahre aus dem Baltikum und Polen. Die auffälligen Triebschäden an der Esche sind mittlerweile in ganz Nord- und Mitteleuropa zu beobachten.
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Waldschutz im Klimawandel
Die Waldschutz-Situation in den bayerischen Wäldern ist angespannt. Neben einer Vielzahl alter und neuer Schädlinge bereiten dem Waldschutz Trockenheit und Dürre infolge des Klimawandels Sorgen, der die Abwehrkräfte der Bäume schwächt und wärmeliebende Insekten und Pilze fördert.
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Unsere Waldschutz-Themen
In den Aufgabenbereich des Waldschutz an der LWF fallen die Entomologische Forschung, die Prüfung von Insektizide und deren Zulassung, die Prognose und Bekämpfung von Forstschädlingen sowie die Erforschung der Verbreitung und Populationsdynamik wärmeliebender einheimischer und neuer Forstschädlinge.
Projekte
Projekte der LWF und der Bayerischen Forstverwaltung zum Thema Waldschutz
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