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Waldschutz - Forstschädlinge bestimmen, Risiko einschätzen, Stretegien entwickeln
Waldschutz ist nicht gleichzusetzen mit "Chemie im Wald"
Erfolgreicher Waldschutz beginnt bereits bei der Vorsorge und geschieht durch den Aufbau möglichst gemischter naturnaher Wälder. Durch ein umfassendes 'Frühwarnsystem' können wir beim Waldschutz Risiken rechtzeitig erkennen und sachgerecht einschätzen.
Nur wenn andere, mildere Maßnahmen nicht möglich sind oder nicht ausreichen und ganze Waldbestände bedroht sind, können auch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen - praktisch als 'ultima ratio'.
Nicht nur wir Menschen brauchen und schätzen den Wald als Erholungsraum, Rohstofflieferant, 'Klimaanlage' und - vor allem im Gebirge - als 'Lebensversicherung' gegen Lawinen, Muren und Hochwasser. Für zahllose Tier-, Pflanzen- und Pilzarten ist der Wald der Lebensraum, der ihnen Nahrung, Wohnung und Schutz bietet.
Da die Natur keine Ressourcen ungenutzt lässt, sind gerade auch Bäume - Wurzeln, Holz, Rinde und Blätter - für viele Arten ein besonderer Leckerbissen, nicht immer zur Freude des Menschen. Aufgabe des Waldschutzes ist es, diesen Interessenskonflikt aufzulösen.
Ziel ist es dabei, den Wald gegen schädigende biotische und abiotische Einflüsse in seiner Substanz und in seinen jeweiligen Funktionen, einschließlich der Holzproduktion, zu bewahren, ohne in die natürlichen Abläufe und in den Naturhaushalt über Gebühr einzugreifen. Waldschutzmaßnahmen orientieren sich hier eng am 'Grundsatz der Verhältnismäßigkeit', das heißt, alle Maßnahmen müssen zugleich geeignet, erforderlich und angemessen sein.
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Waldschutz im Klimawandel - LWF aktuell 72
Eine Vielzahl von Forst-Schädlingen wie der Borkenkäfer bereiten den Waldschutz-Experten seit jeher große Sorgen. Doch in Zeiten des Klimawandels schwächen Trockenheit und Dürre die Abwehrkräfte bestimmter Baumarten und fördern neue Waldschädlinge wie Insekten und Pilze. Das seit einigen Jahren intensiv auftretende Eschentriebsterben zeigt beispielhaft, wie schnell gerade Pilze als neue Schaderreger Waldschutzrelevante Bedeutung erreichen können.
Sachgebiet 3.1 an der LWF - Dienstleister und Ansprechpartner zum Thema Waldschutz
In den Aufgabenbereich des Sachgebiets Waldschutz an der LWF fallen die Entomologische Forschung, die Prüfung von Insektizide und deren Zulassung, die Prognose und Bekämpfung von Forstschädlingen sowie die Erforschung der Verbreitung und Populationsdynamik wärmeliebender einheimischer und neuer Forstschädlinge.
Veröffentlichungen
Wichtige Publikationen der LWF und weitere Downloads zum Thema Waldschutz - derzeit noch in Bearbeitung!
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Projekte
Projekte der LWF und der Bayerischen Forstverwaltung zum Thema Waldschutz unter Federführung des Sachgebiet 3.1 - derzeit noch in Bearbeitung!
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