Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWFWaldbewirtschaftungWaldbau → Bundeswaldinventur: Erstmals Erfassung der Natura 2000-Wald-Lebensraumtypen
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Bundeswaldinventur 3: Erstmals Erfassung der Natura 2000-Wald-Lebensraumtypen

Michael Neubert, Hans-Joachim Klemmt und Stefan Müller-Kroehling

Erweiterte Außenaufnahmen nutzen Synergien für die FFH-Berichtspflichten

Aktuell laufen in Bayern die Außenaufnahmen zur dritten Bundeswaldinventur (BWI³) durch Spezialisten der Forstverwaltung, sie werden bis Ende des Jahres 2012 abgeschlossen sein. Dabei werden erstmals auch Daten zu den Natura 2000-Wald-Lebensraumtypen erhoben. Am Beispiel des Wald-Lebensraumtyps Waldmeister-Buchenwald wird dargestellt, wie die Erhebung stattfindet und für welche Auswertungseinheiten Ergebnisse erwartet werden können.

Rot-weisse Stange markiert einen Inventurpunkt im Wald. Traktecke 3 des BWI-Inventurpunktes 9239 bei Kelheim. Die BWI-Aufnahmesoftware als wichtiges Hilfsmittel bei der Erfassung Natura 2000-relevanter Daten hat den Waldbestand an dieser Stelle als Wald-Lebensraumtyp Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) angesprochen.

Monitoring und Bericht nach Artikel 11 und 17 der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie sind wohl der erste Versuch,deutschlandweit systematische Daten zu einer großen Zahl von Lebensräumen und Arten zu erheben. Diese Aufgabe, an der die sechzehn Bundesländer und der Bund beteiligt sind, ist alle sechs Jahre zu leisten.Damit der dafür notwendige Aufwand nicht die Ressourcen, die für den Naturschutz zur Verfügung stehen, über Gebühr aufzehrt, sind nach Möglichkeit vorhandene Datenquellen und Synergien bei der Datengewinnung zu nutzen. Für den FFH-Bericht 2007 wurden daher schon Daten der zweiten Bundeswaldinventur verwendet, doch war die BWI2 hier mehr eine informelle Quelle, die bei der Experteneinschätzung der Lage half. Der FFH-Bericht 2007 basierte insgesamt noch weitestgehend auf sogenannten Experteneinschätzungen und nicht auf einem systematischen Monitoring, d.h. der speziellen Datensammlung für die Zwecke von Monitoring und Bericht. Zukünftig ist eine systematische Datengrundlage erforderlich.

Weiterführende Links

Autoren

  • Michael Neubert
    Mitarbeiter in der Abteilung Waldbau und Bergwald - Fachbereich Bundeswaldinventur
  • Hans-Joachim Klemmt
    Mitarbeiter in der Abteilung Waldbau und Bergwald - Fachbereich Bundeswaldinventur
  • Stefan Müller-Kroeling
    Mitarbeiter in der Abteilung Biodiversität, Naturschutz, Jagd - Fachbereich Natur- und Artenschutz, Natura 2000 Grundsatzfragen und Koordination, Waldökologie