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Über die Umsetzung waldbaulicher Ideen

Hans Feist

Die Arbeitslehre ist ein wichtiger »Hebel«, wenn es darum geht, waldbauliche Planung im Wald zu realisieren

Eine wichtige Aufgabe der Arbeitslehre ist es, waldbauliche Zielsetzungen unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und des arbeitenden Menschen bestmöglich umzusetzen. Sie ist untrennbar mit dem Waldbau verbunden und von großer Bedeutung, da sie das Ergebnis auf den unterschiedlichsten Ebenen maßgeblich beeinflusst. Deshalb wurde im Rahmen des Waldbautrainings die Jungbestandspflege aus arbeitswissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht intensiv beleuchtet. Das Ergebnis ist eine Hilfestellung für Praktiker, um am konkreten Bestand die Auswahl eines geeigneten Werkzeuges und Verfahrens zu erleichtern.

Motorsäge Abbildung: Die Motorsäge ist vor allem aus ergonomischer Sicht ungünstig zu bewerten. Da mit ihr aber in einem weiten Durchmesserbereich gearbeitet werden kann, ist sie als »Allroundgerät« bei Waldbesitzern weit verbreitet. (Foto: LWF)

Wir müssen uns unter anderem die Frage stellen: Muss es denn immer die Motorsäge sein? Die Antwort lautet: Nein. Gerade die Jungbestandspflege bietet die Möglichkeit, auf die beliebte, aber eben ergonomisch belastende und gefährliche Motorsäge zu verzichten. Es gibt durchaus Werkzeuge (in der Arbeitslehre als Arbeitsmittel bezeichnet), die eine echte Alternative darstellen.

Während aber die Einsatzgrenzen, die Vor- und Nachteile der Motorsäge bekannt sind, ist dies bei Heppe, Freischneider usw. nicht immer der Fall. Aus diesem Grund wurde für die Beratung ein Arbeitsblatt erarbeitet. Es besteht aus einem Deckblatt zur Arbeitsmittelauswahl und der Beschreibung der acht wichtigsten Arbeitsmittelgruppen. Darin sind nicht nur detaillierte Informationen über diese Arbeitsmittel enthalten, sondern es hilft auch, schnell und einfach auf Basis weniger Eingangsgrößen (mittlerer Brusthöhendurchmesser des ausscheidenden Bestandes, Verwertung des Holzes, Ausrüstung des Waldbesitzers, usw.) ein oder mehrere geeignete Arbeitsmittel für den jeweiligen zu pflegenden Bestand auswählen zu können.

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Autoren

  • Hans Feist
    Mitarbeiter in der Abteilung »Forsttechnik, Betriebswirtschaft, Holz« der LWF