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Der Vorbau als schneller Weg zum Waldumbau in Fichtenbeständen
Manfred Schölch
Vorbauten stellen ein hervorragendes Mittel dar, im Rahmen des Waldumbaus frühzeitig stabile Bestände zu begründen, viel waldbauliche Freiheit zu eröffnen und der Walddynamik Rechnung zu tragen. Unter Vorbau wird die Pflanzung der später hauptständigen Baumarten im Schutz des Altbestandes verstanden. Vorbauten sind fachmännisch zu planen und zu entwickeln. Dazu bedarf es einiger Arbeitszeit, die im Hinblick auf den zügigen Umbau risikoreicher Fichtenbestände gegeben werden sollte. Der Verjüngung von Mischbaumarten angepasste Schalenwildbestände erlauben es, bei gleichem Mitteleinsatz die Vorbaufläche zu verdoppeln.
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WEaldumbau: Tannenvorbau in einem Fichtenbestand (Foto: M. Schölch) |
Wer nicht warten will, bis im Rahmen der regulären Verjüngung Mischbestände entstehen, kann bereits in der Durchforstungsphase für den Waldumbau einen neuen Weg einschlagen - voranbauen bzw. vorbauen. Obwohl seit langem bekannt ist, wie Buche oder Tanne in Fichtenbestände eingebracht werden können, stellen sich immer wieder folgende Fragen:
- Wann kann man mit dem Vorbau beginnen?
- Welche Arbeiten sind zu erwarten?
- Welche Mischungsform bietet sich an?
- Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
- Welche Risiken treten insgesamt auf?
Voraussetzungen, Planung und Ausführung des Voranbaus
Es ist leicht möglich, viel Geld ohne große Wirkung im Wald zu lassen. Deshalb ist eine sorgfältige Planung unbedingt erforderlich. Für einen erfolgreichen Vorbau müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein:
- perfekte Feinerschließung;
- hinreichende Stabilität des Altbestandes;
- Abstände zu Grenzlinien und anderen Beständen (Faustzahl halbe Baumlänge, mindestens fünf Meter).
Voranbau: Fehler und Risiken
Ein Vorbaut ist stets mit Risiken verbunden. Auch unterlaufen immer wieder dieselben Fehler. Zu den geradezu typischen zählen:
- mangelnde Feinerschließung,
- zu geringe Auflichtung, die Vorbauten „verhocken“ oder werden instabil,
- zu starke Auflichtung, eine üppige Bodenvegetation und Ausfälle im Altbestand verlangen viel Pflege oder gefährden den Vorbau;
- zu kleine Vorbauflächen hinterlassen viele Rand - bäume;
- Steilränder entstehen, weil die Anschlussverjüngung nicht eingeleitet wurde;
- unsachgemäßes Arbeiten führt zu Fäll- und Rückeschäden;
- der Vorbau entmischt sich, weil die Konkurrenz der Baumarten untereinander nicht berücksichtigt wurde;
- Zäune werden undicht, Verbiss- und Fegeschäden sind die Folge;
- der Vorbau wird „vergessen“ und fällt schließlich aus.
Risiken und Fehler lassen sich jedoch bei sachgemäßer Begleitung gering halten oder vollständig vermeiden. Dann können Vorbauten ihre Trumpfkarte ausspielen: Jahrzehnte Vorsprung.
Summary
Advance plantings offer an excellent way for establishing new, robust stands in good time and silvicultural freedom. They demand competent planning and completion. The term defines the planting of the future main tree species under protection of the mature forest. Adjusted populations of hoofed game reduce costs and minimise risks.
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