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Varroa - Gefahr für unsere Honigbienen
Stefan Berg
Asiatische Varroamilbe bedroht Honigbienen. Imker als Lebensretter
Mit der aus Asien eingeschleppten Varroamilbe hat sich ein Parasit in Mitteleuropa ausgebreitet, der unsere Bienenvölker in ihrer Existenz massiv bedroht. Wild lebende, d. h. ohne menschliche Obhut existierende Honigbienen waren schon vor dem »Varroa-Zeitalter« selten. Grund war der Mangel an geeigneten Nistmöglichkeiten. Nun sind neben den wild lebenden Honigbienen auch die von Imkern gehaltenen Bienenvölker durch die Varroamilbe ernsthaft gefährdet. Ihr Überleben hängt daher von der jährlichen Bekämpfung dieses Parasiten ab. Die Selektion auf Bienenvölker mit gesteigerter Widerstandskraft gegen die Varroose stellt daher heute die zentrale Herausforderung für die Bienenhaltung dar.
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Varroamilben auf einer Bienenlarve (Foto: S. Berg) |
Die Honigbiene (Apis mellifera) ist ursprünglich ein Waldtier. Der erste wissenschaftliche Name für die Honigbiene, von dem Engländer John Ray 1710 als »Apis domestica« bezeichnet, unterschied entsprechend diese »Hausbiene«, gehalten in Klotzbeuten am Haus, von der wilden, ursprünglichen »Waldbiene «. Von der Abstammung her sind beide natürlich dasselbe, Bienenvölker im Wald sind allerdings heute eher selten an zutreffen. Die gravierenden Veränderungen der Umweltbedingungen binden die Honigbiene fest an die Imker, die sie schützen. Vordergründig ist es der Mangel an geeigneten Nistplätzen. In unseren Wirtschaftswäldern fehlen ausreichend Bäume mit Höhlen, die groß genug sind, 30.000 bis 40.000 Bienen mit ihrer Brut und ihren Vorräten zu beherbergen. Die Situation hat sich seit etwas mehr als 30 Jahren soweit verschärft, dass ein Überleben »wilder« Bienenvölker nahezu aussichtslos erscheint. Dass es heute überhaupt noch eine Honigbienenpopulation gibt, ist ein Verdienst unserer Imker.
Autor
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Dr. Stefan Berg
ist stellvertretender Leiter des Fachzentrums Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
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