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Der Bergahorn in Bayern
Franz Brosinger und Olaf Schmidt
Der Bergahorn kommt in ganz Bayern vor, der Schwerpunkt seiner Verbreitung liegt in den Mittelgebirgen und im Alpenraum. Seine waldbauliche Bedeutung wird in Zukunft stark zunehmen, da er eine wichtige, klimatolerante Mischbaumart ist, die für den Waldbesitzer viele ökologische und wirtschaftliche Vorteile aufweist.
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Fruchtkörper des Samtfußrüblings (Flammulina velutipes) an Bergahorn (Foto: U. Conrad) |
Waldbauliches Ziel ist die Produktion hochwertigen Stammholzes. Um dieses zu erreichen, müssen die Auswahl der Z-Stämme und deren Kronenausbau sehr früh erfolgen. Im Bergwald und in der Schutzwaldsanierung spielt der Bergahorn eine wichtige Rolle, da er ein stabilisierendes Mischungselement darstellt und auf Grund seines Pioniercharakters auch schwierige Standorte besiedeln kann. Der Bergahorn ist stark durch Verbiss gefährdet, seine Verjüngung erfordert daher dem Wald angepasste Schalenwildbestände.
Vorkommen in Bayern
Wie sein Name schon sagt, kommt der Bergahorn häufig in Berg- und Gebirgslagen vor. Seine Verbreitungsschwerpunkte in Bayern liegen insbesondere im Alpenraum, in den ostbayerischen Mittelgebirgen (Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge und Frankenwald) sowie im Fränkischen Jura und in der Rhön. Der Bergahorn ist ein wichtiges Mischungselement im Bergmischwald und im subalpinen Fichtenwald (Beyse 2000; Spethmann und Namvar 1985; Schmidt und Roloff 2009). Markante Erscheinungen stellen alte, einzeln stehende Bergahorne auf den Schachten im Bayerischen Wald und auf zahlreichen Almweiden im Gebirge dar. Der Bergahorn bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige und wasserzügige Standorte. Auf sickerfeuchten Geröllböden in Schlucht- und Steilhanglagen zeigt er die besten Wuchsleistungen. Er ist eine wichtige Baumart der Schlucht- und Steilhangwälder und besiedelt problemlos auch Geröllpartien. Schwere Tonböden, reine Sandböden sowie flachgründige, trockene Rendzinen meidet er. Im Flach- und Hügelland ist der Bergahorn auf Standorten, die der Buche zusagen, ihr im Höhenwuchs meist unterlegen. Auf Böden mit bewegtem, zerklüftetem Untergrund sowie mit zunehmender Höhenlage gewinnt er gegenüber der Buche an Konkurrenzkraft.
Summary
Sycamore maple is an important deciduous tree species in Bavaria, especially in mountain and protection forests. Its importance will increase in course of the climate change. For producing valuable timber the forest owners have to select and favour 70 to 100 trees per hectare in an early stage. Young sycamore maples are endangered by the browsing of hoofed game like roe deer.
Autoren
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Franz Brosinger
Referatsleiter im Referat F 3 - Waldbau und Nachhaltssicherung am bayrischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
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Olaf Schmidt
Präsident der LWF
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