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StMELFLWFWaldbewirtschaftungWaldbau → Finanzielle Aspekte der Stabilisierung des Schutzwaldes im Klimawandel
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Finanzielle Auswirkungen waldbaulicher Maßnahmen im Gebirge

Sebastian Höllerl, Remigius Hammerl, Thomas Knoke und Reinhard Mosandl

Stabilisierende Eingriffe lohnen sich

Gerade in fichtendominierten Schutzwäldern hält man Eingriffe zur Stabilisierung der Bestände für dringend notwendig. Auf Grund der schwierigen Bedingungen bei der Holzernte im Gebirge fallen solche Maßnahmen jedoch häufig defizitär aus. Folglich werden die Eingriffe oft sehr weit hinaus geschoben oder gänzlich unterlassen.

Differenzen der Deckungsbeiträge im Vergleich zwischen sechs verschiedenen Holzernteverfahren

Die Kalkulationen, die zu solchen Entscheidungen führen, sind jedoch meist einfach und unvollständig. Sie vernachlässigen wichtige Aspekte wie Zinseffekte, gesparte Kulturkosten und Kalamitätsrisiken. Die Einbeziehung dieser Aspekte in die Überlegungen zu Vornutzungen führt zu ganz neuen Entscheidungsgrundlagen.

Ein großes Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Waldbau (TU München) befasste sich intensiv mit Maßnahmen zur Stabilisierung von Fichtenreinbeständen in der Bergmischwaldzone. Gegenstand der Arbeit waren sowohl Maßnahmen zur Erhöhung der Resistenz der Altbestände gegen Schneebruch und Sturmwurf als auch Maßnahmen zur Förderung der Verjüngung. Dabei stellte sich heraus, dass die Eingriffe für eine echte Erhöhung der Stabilität sehr früh erfolgen müssen.

Auf Grund steilen Geländes und mangelnder Erschließung ist man im Gebirge jedoch häufig auf teure Ernteverfahren, beispielsweisemit Seilkrananlagen, angewiesen. Die geforderten frühen Stabilisierungs-Maßnahmen fallen deshalb oft defizitär aus. Im letzten Teil des Projekts wurde deshalb geprüft, ob sich solche Eingriffe finanziell lohnen können, wenn man Zinseffekte, gesparte Kulturkosten und Kalamitätsrisiken in die Kalkulationen einbezieht.

Autoren

  • Sebastian Höllerl
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung am Lehrstuhl für Waldbau der TU München
  • Remigius Hammerl
    hat am Waldbaulehrstuhl seine Diplomarbeit angefertigt
  • Prof. Dr. Reinhard Mosandl
    Leiter des Lehrstuhls Lehrstuhl für Waldbau der TU München
  • Prof. Dr. Thomas Knoke
    Leiter des Fachgebiets für Waldinventur und nachhaltige Nutzung an der TU München