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Immer wieder stellen Schadereignisse (wie "Wiebke" und "Lothar") Waldbesitzer und Forstleute vor die Herausforderung, größere Mengen Holz rationell, qualitätserhaltend und verkaufsgerecht zu lagern. Bei den meisten ist es nicht notwendig, bedeutendere Holzmengen mehrere Jahre nass zu lagern. Die hier gegebenen Hinweise befassen sich deshalb ausschließlich mit Verfahren zur Trockenlagerung.
Die vorgestellten Hinweise wurden von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zusammengestellt und in einem Heft aus der Reihe "LWF-aktuell" veröffentlicht.
Allgemeine Hinweise zur Trockenlagerung
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Die Witterung während der Lagerzeit ist nicht vorherzusehen, sie kann den Erfolg auch bei bewährten Verfahren gefährden.
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In jedem Fall, auch bzw. nach einer Sturmsituation ist das Holz korrekt und nachvollziehbar sortiert bzw. ansprechend zu lagern.
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Lagerschäden lassen sich in der Regel vermeiden, wenn die Holzfeuchtigkeit sehr hoch bleibt ("saftfrisch") oder das Holz rasch bis weit unter den Fasersättigungspunkt austrocknet. Lagerplätze und -verfahren deshalb entsprechend auswählen.
Maschinelle Entrindung kann bei Fichten- und Kiefernstammholz wesentlich stärkere Sekundärschäden (Walzeneinstiche, Quetschungen, langsameres Trocknen, schnellere Verfärbung) hervorrufen als Handentrindung. Mit gummierten Vorschubwalzen verringern sich die Schäden. Handentrindung ist in Eigenregie meist zu kostenintensiv.
Verfahren
| Verfahren |
Risiko |
Wertung |
| Poltern in Rinde |
hoch |
kostengünstig nicht für Langzeitlagerung für Kiefer nur bedingt empfehlenswert ggf. Insektizidanwendung nötig |
| Poltern ohne Rinde |
gering bis mittel je nach Witterung |
ganzjähriger Zugriff auf die Polter Einlagerung in der Regel bis zu zwei Jahren Erfolg von Witterung, Lage, Aufarbeitungs- und Einlagerungszeitpunkt abhängig |
| Vorgetrocknetes Stammholz |
gering bis mittel |
gute, sofort weiterverarbeitbare Holzqualität optimale Holzfeuchte (25 bis 30 %) nach ca. drei Monaten Lagerzeit erreicht nur sinnvoll, wenn Abnehmer vorhanden und Mehrerlöse erzielbar sind |
| Lebendlagerung |
hoch (v. a. Fichte, Buche) |
nur eine Vegetationsperiode sinnvoll nur in feuchten, halbschattigen bis schattigen Lagen nur bei kaum geschädigten grünen Kronen für Bruchholz ungeeignet |
| Konservierung durch Sauerstoffentzug |
gering |
zuverlässiger Schutz vor Insekten- und Pilzbefall hohe Flexibilität hinsichtlich Lagerplatz und Poltergröße nur für große Holzmengen rentabel (Minimum 1.000 fm) zur Ergänzung konventioneller Verfahren |
1 Hier handelt es sich um Durchschnittswerte bei normalen Geländeverhältnissen.
2 Durchschnittswerte für Rückeentfernungen von 100 - 200 m mit Forstschlepper, die Polterung selbst hat daran einen Anteil von 20 bis max. 30 %.
Weitere Informationen zum Verfahren
Weiterführende Informationen:
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