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Der Bergahorn im Instrumentenbau

Georg Neuner

Seit 150 Jahren wird in der Geigenbauschule in Mittenwald heimischer Bergahorn vor allem zum Bau von Streichinstrumenten verwendet. Außer für Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe wird er auch in Gitarren und anderen Zupfinstrumenten verarbeitet.

Zum Trocknen aufgehängte Geigen (Geigenbauschule Mittenwald) (Foto: L. Gössinger) Nach einer Lackierung zum Trocknen aufgehängte Geigen (Geigenbauschule Mittenwald) (Foto: L. Gössinger)

Im Geigenbau werden die Böden, Hälse und Zargen aus diesem Holz angefertigt. Seine hervorragenden Klangeigenschaften basieren auf dem optimalen Schwingungsverhalten, dem meist geringen Gewicht und seiner großen Festigkeit. Die beiden letzteren Eigenschaften ermöglichen die Verarbeitung in sehr geringen Holzstärken.

Der Bergahorn kommt in mehreren Spielarten vor. Neben dem glatten Holz, das häufig für den Bau von Möbeln verwendet wird, findet man sehr selten geflammte oder geriegelte Hölzer sowie den Muschel- und den Vogelaugenahorn.

Der im Geigenbau meist verwendete geflammte Ahorn wächst in Höhenlagen über 1.000 Meter. Seine gewellte Faserstruktur kommt unter einem transparenten Lack hervorragend zur Geltung. Die Zargen werden aus circa 1,2 Millimeter dicken Holzstreifen in ihre Form gebogen, die Bodenwölbung wird aus dem massiven Holz herausgearbeitet, die Schnecke wird ausgesägt und geschnitzt.

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