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Holzrückung
Übersicht über Maschinen, Zubehör und Anbaugeräte, die beim Transport des Holzes vom Bestand an die Forststraße zum Einsatz kommen
Der Forwarder

Forwarder John Deere 1510E (Foto LWF)
Allgemeines zum Forwarder
Mit dem Forwarder ( = Tragschlepper oder Rückezug) wird das Holz aus dem Bestand zum Holzlagerplatz gerückt. Wird Kurzholz ausgehalten, findet der Transport im Rungenkorb statt, der auf dem Forwarder aufgebaut ist. Alternativ kann mit dem Forwarder auch Langholz gerückt werden. Hierzu wird auf den Rungenkorb verzichtet und statt dessen eine Klemmbank montiert. Der Einsatzbereich der Forwarder liegt bei einer Hangneigung von bis zu 30%.
Technik des Forwarders
Forwarder werden in Rahmenbauweise hergestellt und mit Dieselmotoren angetrieben, allerdings ist derzeit in Schweden auch ein Hybridforwarder in der Erprobung, der den Diesel- mit einem Elektroantrieb kombiniert (= EL Forest). Die Hydraulikanlage wird mit Bioöl betrieben. Sie besitzen eine Knicklenkung, wodurch Spurtreue möglich ist und der Einsatz im schweren Gelände erleichtert wird (z.B. ist ein kompletter Unterbodenschutz möglich). Außerdem sind ein hydrostatischer Antrieb und Differenzialsperren Standard. Die Kabinen sind ergonomisch gestaltet, d.h. klimatisiert, lärmgeschützt und vibrationsdämpfend gelagert. Ein Bordcomputer zur Überwachung und Einstellung der Maschinenfunktionen gehört ebenfalls zur Ausstattung. Die Kranreichweite beträgt in der Regel 10m, es sind jedoch auch Modelle mit kürzerer Reichweite am Markt (7,5m). Da das Holz vom Harvester an der Rückegasse vorkonzentriert wird (sogenannte Rauhbeigen), sind keine größeren Kranreichweiten nötig.
Moderne Forwarder besitzen Tandemachsen (Bogies) vorne wie hinten und haben dadurch acht Räder, was das Gewicht der Maschine auf eine größere Auflagefläche verteilt. Der Fahrkomfort ist bei 8-Rad-Maschinen höher als bei 6-Rad-Maschinen, da diese laufruhiger sind. Auch 10-Rad-Maschinen wie z.B. der Ponsse 10w sind in der Zwischenzeit auf dem Forstmaschinenmarkt erhältlich. Die Reifenbreite beträgt bei modernen Tragschleppern meist 700mm. Die schwersten Forwarder wiegen ca. 20 t. Eine Zuladung von bis zu 19 t ist möglich. Bei hohen Radlasten und feuchtem Boden besteht die Gefahr, dass die Tragfähigkeit des Waldbodens überschritten wird und Spurgleise entstehen. Dem kann vorgebeugt werden indem weniger Holz aufgeladen, durch eine Reisigmatte die Last besser verteilt wird oder Bänder aufgezogen werden. Diese tragen zur Bodenschonung bei, da die Traktion verbessert und die Auflagefläche vergrößert wird. Die folgende Auflistung bietet einen Überblick über Maßnahmen zur bodenschonenden Holzernte.

Valmet 860.4 mit Rungenkorb (Foto LWF)
Möglichkeiten bodenschonender Holzernte mit dem Forwarder
Erhöhung der Aufstandsfläche/ Verringerung des Kontaktflächendrucks
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Reifendruck runter, Kontaktfläche hoch; (Reifen sollte unter Last nur 1/4 zusammengedrückt werden)
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Reifendruckregelanlage
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Moorbänder
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Maschine mit Raupenfahrwerken
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Zwillingsreifen
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möglichst viele Räder (besser 8-Rad-Fahrwerke als 6-Rad-Maschinen)
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Anlage von Knüppeldämme
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mächtige Reisigmatten
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Breitreifen (mindestens 700mm)
Verbesserung der Traktion/Verhinderung von Schlupf
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Traktionbänder
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Gleitschutzketten
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Traktionsseilwinden am Hang (Hangforwarder)
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Allradantrieb / Differentialsperre
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ASR Anti-Schlupf-Regelung

Gremo 1350VT mit Klemmbank (Foto LWF)
Arbeitsplanung/Arbeitsverfahren
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Anlage eines permanenten Feinerschließungssytems; Rückegassen dürfen nicht verlassen werden
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Befahrung bei ausreichend trockenem Boden (Dreckbatzen-Wurftest, Computerprogramm ProFor) oder bei Frost
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Einstellen der Rückearbeiten bei schlechten Witterungsbedingungen
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Ausweichmöglichkeiten anbieten
Gewichtsreduzierung
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Einsatz von leichteren Maschinen
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Zuladung reduzieren
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möglichst ausgewogene Lastverteilung vorn/hinten
Alternative Bringungssysteme
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Seilbringung / Seilkrananlage
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Pferderückung
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Bodenlaufwagen

Hybridforwarder EL Forest (Foto LWF)
Orientierungswerte zum Forwarder (Kurzholzbringung) (Quellen: LWF und R. Pausch TUM)
| Listenpreis (ohne Zusatzgerät) |
60 kW: ca. 170.000 Euro 100 kW: ca. 210.000 Euro |
| Kosten pro MAS (2000 MAS/Jahr) |
80 kW Maschine: 80 Euro/MAS Pro 10 kW ca. 2,5 Euro/MAS Unterschied + 4 Euro/MAS Aufschlag bei Klemmbankfunktion |
| Hangneigung |
Einsatzbereich i.d.R. ca. 30% bergab, keine große Querneigung! (Bei Einsatz von Traktionswinden auch steilere Hänge möglich) |
| Zuladung (Rungenkorb) |
bis ca. 19 t |
| Eigengewicht |
bis ca. 20 t |
| Kranreichweite |
Meist 7,5 m bis 10 m |
| Leistung im Efm/MAS |
Stark schwankend; Abhängig von Rückedistanz, Sortimentsanzahl, Gelände, Hiebsmasse und Stückmasse |
Hangforwarder
Der sogenannte "Hangforwarder" kommt auch noch bei größerer Hangneigung als 30 % zum Einsatz. Mittels einer an Ankerbäumen fixierten Spezialwinde wird dies ermöglicht. Die Spezialwinde arbeitet synchron mit dem Radantrieb des Forwarders. Die Winde leistet mehr als 50% der erforderlichen Vortriebskraft bei der Bergfahrt und bremst die Maschine kontinuierlich bei der Talfahrt. Dadurch entsteht praktisch kein Schlupf unter den Rädern und somit deutlich weniger Bodenschaden.

Forcar Hangforwarder (Foto: Herzog Forsttechnik, CH-1719 Zumholz)
Links zum Thema Forwarder
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Marktübersicht Tragschlepper
Das KWF hat eine neue "Marktübersicht Tragschlepper" veröffentlicht. Darin finden Sie die technischen Daten, teilweise Preise sowie Links zu den Herstellern aktueller Forwarder-Modelle
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Forstliche Unternehmerdatenbank
forstliche Dienstleister, regional gegliedert, mit deren Arbeitsspektrum und Maschinenausstattung
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Hangforwarder
Beitrag über den "Hangforwarder" auf www.waldwissen.net

Zangenschlepper HSM 904Z (Foto: TUM)
Schlepper
Eine Vielzahl von Schleppern kommt bei der Waldarbeit zum Einsatz.
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Landwirtschaftliche Schlepper:
Diese Schlepper werden in Blockbauweise hergestellt, haben unterschiedlich große Räder und besitzen keinen echten Allradantrieb
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ohne Forstausrüstung: werden i.d.R. nur "nebenbei" im Wald eingesetzt.
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mit Forstausrüstung: Rückearbeiten beanspruchen den Schlepper mitunter sehr stark. Deshalb werden landwirtschaftliche Schlepper mit einem Hilfsrahmen für Anbauten verstärkt. Mögliche Ausrüstung: Seilwinde, höhenverstellbare Rückeschild, Polterschild, Rückekran ...
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Universalschlepper:
Anders als landwirtschaftliche Schlepper, werden diese Maschinen u.a. in Rahmenbauweise und echtem Allradantrieb gebaut. Ein typischer Vertreter ist hier der MB Trac
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Forstspezialschlepper:
Die Forstspezialschlepper werden für den Einsatz bei der Waldarbeit hergestellt. Sie sind sehr gut für die Bedingungen im Wald geeignet (Wendigkeit, Bodenfreiheit, ...). Sie haben eine Knicklenkung, Allradantrieb und werden in Rahmenbauweise hergestellt. Außerdem sind sie mit der für den jeweiligen Einsatzbereich nötigen Forstausrüstung ausgestattet. Forstspezialschlepper gliedern sich in Seil- oder Zangenschlepper, Forwarder (Tragschlepper) und Klemmbankschlepper. Forwarder werden unter einem eigenen Punkt näher erläutert.

Seilschlepper JOHN DEERE 540 G III (Foto: John DEERE Davenport USA)
Seilschlepper
Sie sind mit einer Seilwinde ausgerüstet und werden zum Beiseilen sowie zur Rückung und Polterung verwendet. Die Bedienung der Seilwinde erfolgt in den meisten Fällen per Funkfernsteuerung. Mittels Chokerketten können mehrere Stämme gleichzeitig gerückt werden.

HSM 805 mit Rückekran (Foto KWF)
Zangenschlepper
Mit diesen Schleppern wird mit Hilfe der Zange das zuvor beigeseilte Langholz gerückt und gepoltert. Bei der Arbeit mit der Zange muss der Fahrer die Kabine nicht verlassen. Häufig haben Zangenschlepper auch eine Seilwinde, damit sie das Holz aus dem Bestand vorrücken können.

oben: WELTE W 210 mit Klemmbankwechselaufbau (Bild KWF)
unten: Klemmbankschlepper mit hoher Zuladung (Bild LWF)
Klemmbankschlepper
Forstspezialschlepper können zur Langholzbringung mit einer Klemmbank ausgestattet werden. Besonders bei Forwardern wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, da dann auch Langholz mit dem Tragschlepper gerückt werden kann. Der Umbau des Forwarders von Kurzholzrückung (Rungenkorb) auf Langholzrückung (Klemmbank) dauert weniger als eine Stunde, wenn die Befestigungspunkte die gleichen sind. Mit der Klemmbank können mehrere Stämme gleichzeitig gerückt werden, wodurch die Rückeleistung stark zunimmt. Bei der Rückung mit dem Klemmbankschlepper ist jedoch im besonderen Maße auf den Bodenschutz zu achten, da extrem hohe Lasten erreicht werden können. Zuladungen von über 30 fm (ca. 18 to) sind möglich. Die aufgeladene Holzmenge ist bei der Klemmbank um über 30 % höher als beim Forwarder, weil gut 1/3 des Holzgewichtes am Boden schleift. Auch das Gewicht des nicht aufliegenden Langholzes muss gezogen werden. Zusätzlich findet durch den Widerstand des geschleiften Holzes eine Gewichtsverlagerung auf die Hinterachse statt. Dies hat zur Folge, dass bei der Lastfahrt eine Klemmbank bei gleicher Gesamtmasse deutlich höhere Kräfte auf den Boden überträgt als ein Forwarder.
Links zum Thema Schlepper

oben: Rückewagen FARMI VARIO 101 mit Kran FARMI 3861 (Foto KWF)
unten: Vimek Quad mit Rückewagen (Foto LWF)
Der Rückewagen
Rückewagen werden besonders im bäuerlichen Privatwald zur Bringung des Holzes verwendet. Die meisten Modelle sind daher für die Anhängung an landwirtschaftliche Schlepper konzipiert. Sie stellen eine praktische und kostengünstige Alternative zur vollmechanisierten Rückung mit dem Forwarder dar. Der Preis für eine Neuanschaffung bewegt sich in einer Spanne von ca. 6.000 - 23.000 Euro. Bei einem Eigengewicht der Rückewagen von bis zu 5 t ist eine maximale Zuladung von 14 t realisierbar. Nahezu alle Rückewagen sind mit 4-Rad-Bogie-Fahrwerken ausgestattet. Durch eine Deichselknick-oder Achsschemellenkung ist die zusätzliche Lenkung der Anhänger möglich. Soweit ein Radantrieb vorhanden ist erfolgt dieser über die Hydraulikanlage der Zugmaschine oder über die Zapfwelle. Der hydraulisch betriebene Kran der Rückeanhänger wird während der Arbeit mit 2 Beinen auf dem Boden abgestützt, die hydraulisch oder mechanisch ausgefahren werden können. Bei der sogenannten "small scale technology" werden immer öfters, bevorzugt im skandinavischen Raum, Quads als Zugfahrzeuge eingesetzt.
Links zum Thema Rückewagen
Anbaugeräte für die Holzrückung
Es gibt eine Vielzahl von Anbaugeräten für die Land- und Forstwirtschaft, die an Zugmaschinen (Schlepper, im skandinavischen Raum auch an Quads's...) in den meisten Fällen über einen hydraulisch heb- und senkbaren Dreipunktanschluss angehängt werden. Der Antrieb der Zusatzgeräte erfolgt über Zapfwellenanschlüsse. Je nach Kraftabnahme unterscheidet man zwischen Motorzapfwelle, Wegezapfwelle und Getriebezapfwelle.

Dreipunktanbauseilwinde PFLANZELT 203 mit Rückeschild und Schutzvorrichtung (Foto KWF)
Seilwinden
Sie werden zum Beiziehen der Stämme aus dem Bestand an die Rückegasse verwendet. Die Winde wird durch eine Antriebszapfwelle betrieben und wird mechanisch, elektrohydraulisch oder hydraulisch gesteuert. Eine Funksteuerung der Seilwinde wird von vielen Herstellern angeboten. Die meisten Seilwinden sind mit einer "Totmannschaltung" ausgestattet, die die Winde stoppt, sobald man den Schalthebel loslässt. Die maximale Windenzugkraft je Trommel bewegt sich zwischen 25 und 100kN. Es befinden sich 1-2 Seiltrommeln auf dem Anbaugerät. Über dem Rückeschild ist meistens eine Schutzvorrichtung angebracht um den Fahrer vor zurückschnellenden Seilen oder Ketten zu schützen. Neben den Anbauseilwinden für Schlepper gibt es Aufbauseilwinden, die auf Forstspezialschlepper fest montiert werden.
Links zum Thema Seilwinden

Anbaurückezange MAXWALD STANDARD 2 (Foto KWF)
Rückezangen
Auch Rückezangen sind in vielfältiger Form als Anbaugeräte auf dem Markt. Im Vergleich zu den fest installierten Rückezangen auf Forstspezialschlepper handelt es sich hierbei um Anbaugeräte, die auf unterschiedliche Zugmaschinen mit der entsprechenden Vorrichtung aufgesetzt werden können. Der Einsatzschwerpunkt von Rückezangen liegt beim Rücken und Poltern von Rundholz. Mit den Greifvorrichtung wird das Holz aufgenommen, gerückt und am Lagerplatz gepoltert.
Links zum Thema Rückezangen
Zubehör für die Holzrückung
Dieses Kapitel widmet sich insbesondere dem Zubehör von Forwarder und Harvester. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Arten von Bändern und Ketten, die auf die Ernte- und Rückemaschinen aufgezogen werden können. Ihr Hauptzweck besteht darin, die Traktion zu erhöhen und Schlupf zu verhindern. Durch eine Vergrößerung der Auflagefläche, der damit verbundenen Gewichtsverteilung und das Verhindern des Durchdrehen der Reifen wird eine bodenschonende Befahrung ermöglicht. Besonders bei Weich- Moor- und wassergesättigten Böden ist es unbedingt notwendig, geeignete tragende Bänder auf die Holzerntemaschinen aufzuziehen.

Harvester Logman 8210 mit Bogiebänder auf der vorderen und Gleitschutzketten auf der hinteren Achse (Foto LWF)
Bogiebänder
Bogibänder werden über die je zwei Reifen einer Bogieachse von Vollerntern und Rückezügen aufgezogen und wiegen pro Einheit rund eine Tonne, manche auch mehr. Sie bestehen aus der Reifenrundung angepasste, gewölbte Bodenplatten aus einer hochwertigen, borhaltigen Stahllegierung in unterschiedlichen Formen und Breiten bis zu 120 Millimetern, die untereinander mit Kettengliedern verbunden sind (Richter, 2008). Die Formen variieren von schmalen, geraden Platten bis zu solchen in U- oder V-Form, bestückt mit einem oder zwei Stegen für besseren Grip. Auf Ihnen sind je nach Anwendungszweck jeweils bis zu vier Stahlspikes aufgeschweißt. Die Platten der Bänder sind überwiegend aus Stahl. Modelle mit Platten aus Kunststoff sind auch auf dem Markt vorhanden jedoch weniger verbreitet als Stahlbänder. Hier liegt das Gewicht pro Band bei 450-650 Kilogramm also deutlich geringer als bei herkömmlichen Bogiebänder aus Metall. Der Preis für ein Paar Bogiebänder bewegt sich zwischen 4000 und 9000 Euro.
Je nachdem, in welchem Gelände und welcher Bodenbeschaffenheit die Bogiebänder eingesetzt werden, sind auch die Platten und ihre Abstände zueinander ausgelegt.
Die Traktions- oder Bergbänder mit schmalen Platten, Spikes und größeren Zwischenräumen zueinander dienen hpts. der Verbesserung der Steigfähigkeit und der Sicherheit am Hang, ihr Einfluss auf den Bodenschutz beschränkt sich auf die Verringerung von Schlupf. Bänder mit breiten Platten und geringem Abstand zueinander werden auch Sumpf- oder Moorbänder genannt. Sie sind besonders zur schonenderen Befahrung schlecht tragfähiger Böden in ebenem und leicht geneigtem Gelände geeignet.

links: Forwarder ECO LOG 574 C mit Gleitschutzketten vorne und Bogiebänder hinten (Foto KWF) und rechts: Schneekette PEWAG - Kodiak-STV
Ketten
Ketten können auf alle radbetriebenen Forstmaschinen aufgezogen werden. Sie werden auf die Antriebsachse(n) von Schlepper, Forwarder oder Harvester montiert und erhöhen die Traktion. Ein Vorwärtskommen auf schweren Bodenverhältnissen wird dadurch erleichtert. Besonders bei Schnee, in Hanglagen und bei nassen Böden kommen sie zum Einsatz. Die meisten Modelle sind mit Spikes aus Edelstahl ausgestattet. Das Durchdrehen der Räder wird mittels den Gleitschutzketten verhindert und sie tragen so zum Bodenschutz bei. Die Ketten bestehen aus gehärtetem Borstahl oder aus einem hochwertig legiertem Feinkorn-Edelstahl. Zum Einsatz kommt oft auch eine Kombination aus Bogiebänder und Gleitschutzketten.
Links zum Thema Zubehör für die Holzrückung
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