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Energieholz-Ernte innovativ
Alexander Eberhardinger
Neue Möglichkeiten in der Energieholzbereitstellung auf der Suche nach Lücken im Stück-Masse-Gesetz
Pflegerückstände gerade in jungen Waldbeständen sind auf Grund der hohen Kosten für die Pflegemaßnahmen leider keine Seltenheit. Sammelaggregate bieten mit ihrer neuen Funktionsweise eine interessante Möglichkeit, bisher zurückgestellte Flächen effizient zu pflegen und Energieholz bereitzustellen. Diese innovativen Arbeitsverfahren schließen damit manche Lücke im vielerorts so erbarmungslosen »Stück-Masse-Gesetz«.
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Energieholz-Ernte: Die leichten Sammelaggregate lassen sich auch auf kleinere Trägerfahrzeuge montieren. (Foto: A. Eberhardinger) |
Auf bedeutenden Flächen von Pflege- und jungen Durchforstungsbeständen sind immer noch erhebliche Pflegerückstände zu beobachten. Die geringen Stückmassen des ausscheidenden Bestandes machen eine kostendeckende Energieholz-Ernte mit klassischen Arbeitsverfahren oftmals unmöglich und notwendige Pflegemaßnahmen werden aufgeschoben. Dies kann bei gering differenzierten Beständen zu erhöhtem Stabilitätsrisiko und zu Zuwachseinbußen führen. Auf Grund der dynamischen Entwicklung des Energieholz-Marktes und der angespannten Kosten-Erlös-Situation besteht weiterhin ein Bedarf an alternativen Bereitstellungsverfahren und Rohstoffquellen für Waldhackgut und Energieholz. Die Anwendung innovativer Verfahren zur Erschließung neuer Rohstoffquellen könnte dazu beitragen, den Nutzungskonflikt zwischen stofflicher und energetischer Holznutzung zu entschärfen. Der Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik der TU München prüfte in diesem Zusammenhang verschiedene »Energieholz«-Aggregate, mit denen höhere Leistungen bei der Schwachholzernte erzielt werden können. Dabei kamen unterschiedliche Trägerfahrzeuge und Arbeitsverfahren zum Einsatz.
Sammelaggregate hebeln Stück-Masse-Gesetz aus
Die seit einigen Jahren in Skandinavien entwickelten und auf europäische Verhältnisse angepassten Sammelaggregate (engl. »Feller-Buncher-Aggregates«) bieten neue technische Möglichkeiten für eine effiziente Pflege problematischer Jungbestände. Sie fällen (engl. to fell) und bündeln (engl. to bunch) in (mehr oder weniger) einem Arbeitsgang sehr schwache, aber bereits für die Energieholzproduktion geeignete Bäume und legen diese als kleine Bündel in den Beständen ab. Wegen ihres geringen Gewichtes (300 bis 500 kg) sowie verringerten Anforderungen an die Hydraulikleistung (ab 80 l/min) eignen sich die Aggregate auch für kleinere Trägerfahrzeuge (Abbildung 1). Die niedrige Fixkostenbelastung (z.B. beim Einsatz eines Schleppers) kompensiert dabei die geringeren Leistungen der eingesetzten Maschinen.
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Autor
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ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Forstliche Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik der Technischen Universität München
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