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Octocopter in der Forstwissenschaft

Florian Mergler

Maschinenbaustudenten der Uni München entwickelten einen fliegenden Kameraträger mit acht Rotoren, den Octocopter.

Aus dem ehemaligen Jugend-forscht-Projekt, in dem die Steuerung des Minihubschraubers entwickelt wurde, entstand inzwischen eine eigene GmbH. Sie stellt Hubschrauber her und fertigt Luftbilder an.

Octocopter

Die Vorteile des Ocotocopter liegen auf der Hand: Auf Grund seiner Bauart ist der Octocopter sehr klein, leicht und robust. Je nach Größe kann er Nutzlasten bis 1,5 Kilogramm transportieren und 20 Minuten lang in der Luft bleiben. Mit Satellitensteuerung und Navigationsfunktion können genau festgelegte Routen abgeflogen werden. Dies ist besonders von Vorteil bei jährlich wiederkehrenden Folgeaufnahmen. Mit einer auf dem Octocopter montierten Kamera können hochauflösende Luftbildaufnahmen aufgenommen werden.

Doktoranden des Lehrstuhls für Waldbau an der Studienfakultät Forstwissenschaft der TU München wollen nun den Octocopter einsetzen, um Baumkronen aus der Luft zu fotografieren. Auf solchen Bildern könnte man z. B. noch besser als bisher abschätzen, wie viele Eicheln in einer Eichenkrone hängen. Damit lassen sich frühzeitig Aussagen treffen, ob eine Spreng-, Teil- oder Vollmast heranreift.

Bei einer Demonstration des Octocopters am Zentrum Wald-Forst-Holz in Weihenstephan stießen die guten Flugeigenschaften und die Präzision der Bilder auf große Begeisterung unter den Wissenschaftlern. Die Probeaufnahmen der Baumkronen versprechen eine aussagekräftige Datengrundlage. Weitere Einsatzgebiete im Bereich Umweltmonitoring oder Waldschutz sind denkbar.