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Bodenschutz beim Forstmaschineneinsatz
03.12.2008 - Wenn Forstmaschinen über natürliche Waldböden fahren, kann das zu nachteiligen Strukturveränderungen führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu tiefen Fahrspuren, in denen sich das Wasser sammelt, sogenannten »Grundbrüchen«.
Nachteilige Veränderungen der Bodenstruktur entstehen dann, wenn die Last eines Fahrzeugs die Tragfähigkeit des Bodens übersteigt. Die Tragfähigkeit eines Bodens wird maßgeblich von seiner Bodenart bestimmt. Grobkörnige oder steinige Böden können mehr Lasten tragen als feinkörnige Böden wie Lehme oder Tone. Die Tragfähigkeit hängt aber auch ganz wesentlich vom Wassergehalt ab. Je feuchter ein Boden ist, desto leichter kann er verformt werden. Die Gefahr von Bodenschäden durch eine Befahrung schwankt deshalb im Jahresverlauf.
Aus der Größe und dem Gewicht einer Forstmaschine lässt sich nicht unmittelbar auf ihr Gefährdungspotential schließen. Entscheiden ist der Druck, den eine Maschine auf der Kontaktfläche zum Boden ausübt. Raupenfahrwerke verteilen die Last auf eine viel größere Fläche als Radfahrwerke. Durch eine größere Zahl von Rädern, durch breite Reifen und niedrige Luftdrücke in den Reifen kann die Last einer Radmaschine auch auf eine größere Fläche verteilt werden. Die Radlasten vieler Maschinen sind heute allerdings so groß, dass sie in »normal feuchten« Jahren an vielen Tagen nicht ohne Risiken für die Böden eingesetzt werden können. Der Wunsch nach einer guten Auslastung dieser teuren Spezialmaschinen steht dann im Konflikt mit den Zielen des Bodenschutzes.
Zusammen mit Wissenschaftlern der Technischen Universität München hat die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ein Merkblatt erstellt, in dem erklärt wird, wie sich die Risiken von Bodenschäden vor einer Befahrung abschätzen lassen. Zudem werden Empfehlungen gegeben, wie durch Planung und organisatorische Maßnahmen Bodenschäden vermieden werden können.
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