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Energieholzgewinnung im Ökolandbau
Pressemitteilung der LWF und der LfL
Aktuelle Versuche zum Thema Agroforst und Energieholz im Ökolandbau stellten die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) kürzlich im Rahmen einer Feldführung an der LFLVersuchsstation in Neuhof bei Kaisheim vor. Diese ist seit 20 Jahren Standort für mehrere Versuche mit schnellwachsenden Baumarten.
Alternativen zur herkömmlichen Energiegewinnung sind für Politik und Verbraucher von aktuellem Interesse. So werden Land- und Forstwirtschaft künftig einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. „Agroforstsysteme“ zur Energieholzgewinnung bieten die Möglichkeit, mehrere Nutzungsformen auf derselben Fläche miteinander zu kombinieren. Dabei sind schnellwachsende, stockausschlagfähige Baumarten streifenförmig in eine Ackerfläche integriert. Die Bäume können in einem Zeitraum von 20 - 30 Jahren mehrmals beerntet werden.
Die gewonnene Biomasse dient meist in Form von Hackschnitzeln der Energieversorgung. Eine andere Möglichkeit bietet der Anbau von Energieholz auf einer Fläche in Form einer Kurzumtriebsplantage. Im Rahmen des von LfL und LFW gemeinsam durchgeführten Forschungsprojekts „Entwicklung und Erprobung eines Agroforstsystems im ökologischen Landbau zur Energieholzgewinnung“ wird in der Versuchsstation Neuhof die Eignung des Anbaus von Energieholz im Ökolandbau in mehreren Varianten geprüft. Ein wichtiger Bestandteil des Forschungsvorhabens ist die Frage nach der Wirkung von Agroforststreifen zur Energieholzgewinnung auf Ertrag und Qualität der landwirtschaftlichen Feldfrüchte.
Ein weiteres Schwerpunktthema des Projektes ist die Eignung von verschiedenen Baumarten zum Energieholzanbau im ökologischen Landbau bei einer herbizidfreien Begründung. Hier konnte bei der Feldführung anschaulich gezeigt werden, dass sich Energieholz im Ökolandbau auch ohne den Einsatz von Herbiziden begründen lässt. Besichtigt wurde auch ein 2008 angelegtes bundesweites Verbundvorhaben zum Anbau von Pappel und Weide auf landwirtschaftlichen Standorten in kurzen Umtriebszeiten. Anbauversuche mit schnellwachsenden Baumarten im Kurzumtrieb, die bereits im Jahr 1993 auf einer Fläche von 10 ha begründet wurden (konventionelle Standorte), rundeten die Besichtigung ab.
Die Feldführung zum Thema Agroforst und Energieholz, die von der LfL und der LWF gemeinsam mit dem Fachzentrum Ökologischer Landbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kaufbeuren sowie dem AELF Nördlingen durchgeführt wurde, fand zum ersten Mal statt. Rund 30 interessierte Teilnehmer konnten so umfassend über den aktuellen Forschungsstand zum Thema informiert werden. Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
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