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Forstmaschinen im Wurftest
Kurt Amereller, Pressesprecher
11.Internationale Messe für Forstwirtschaft und Forsttechnik INTERFORST mit wissenschaftlichen Fachveranstaltungen und Sonderschauen
Freising/München - Vom 14. - 18. Juli findet im Messegelände München die INTERFORST als "Leitmesse" für Forsttechnik statt. Sie bietet dem Waldbesitzer, Fachmann und interessierten Laien einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand des Wissens und der Technik für praktisch alle Aspekte zeitgemäßer Waldbewirtschaftung. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising (LWF) widmet sich im Rahmen dieser Veranstaltung in der lebensechten KWF-Sonderschau in Halle B 6 ein Thema, das für die Praxis von herausragender Bedeutung ist und immer wieder für öffentliche Diskussionen sorgt - der Bodenschonung beim Forstmaschineneinsatz.
Der Waldboden ist Produktionsfaktor und Werkshalle in einem: Er stellt die Grundlage für das Wachstums unserer Wälder dar, gleichzeitig ist er das Podium, auf dem sich die Nutzung des Waldes abspielt. Der Zwang zu Rationalisierung führt bei der Waldbewirtschaftung zu einer zunehmenden Technisierung und dem Einsatz immer größerer und schwererer Forstmaschinen. Konflikte mit dem Schutz des Waldbodens als entscheidendem Faktor im Ökosystem Wald scheinen vorprogrammiert. Auf der Interforst zeigen Forstwissenschaft und Maschinenhersteller, dass Lösungen möglich sind.
Eine Live-Vorführung zeigt das Informationssystem ProFor als Beispiel für bodenschonende Forsttechnik. Das in den Bordcomputer von Forstmaschinen eingebaute System stimmt Beladungszustand und Reifeninnendruck ständig optimal aufeinander ab und hält so den Bodendruck stets auf einem verträglichen Niveau.
Beim sogenannten "Wurftest" wird der im Wald vorgefundene Boden gegen die Wand der Forstmaschine geworfen; je nach Zustand des Bodens gibt es definierte Auftreffbilder, die die Aussage erlauben, ob der Boden noch befahrbar ist oder schon so weich, dass er bei einer Befahrung geschädigt würde. Mit diesem Test kann der Maschinenführer vor Ort schnell und richtig entscheiden.
Das zweite Thema befasst sich mit der Bereitstellung von Energieholz. Die LWF demonstriert die Funktionsweise von Mehrfachfällköpfen bei der Ernte von Waldhackschnitzeln und zeigt Videoshows von Praxiseinsätzen der wichtigsten Aggregattypen. Außerdem ist eine Kurzumtriebsplantage zur Energieholzgewinnung mit unterschiedlichen Pappelklonen aufgebaut. Berater informieren über Baumarten- und Sortenwahl, Flächenbegründung und -anlage, Wuchsverhalten, Ernte und Betriebswirtschaft, Ökologie, Bereitstellung von Pflanzenmaterial und die Anlage von Mutterquartieren.
Ein weiteres "Energieholzthema", mit dem sich die LWF schon seit vielen Jahren intensiv beschäftigt, dreht sich um das Scheitholz. Wie erkenne ich qualitativ hochwertiges Scheitholz? Wie vermarkte ich mein Scheitholz am besten? Antworten auf diese Fragen werden mit einprägsamen, anfassbaren Materialien dargestellt: u. a. Bestimmung und Bedeutung des Wassergehaltes, Feinstaub, "gerechtes" Verkaufsmaß und Zusammenhang mit Energieinhalt von Scheitholz.
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Autor
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Kurt Amereller
Leiter des Sachgebiets Wissenstransfer und Waldpädagogik, Pressesprecher der LWF
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