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LWF aktuell Nr. 70 erschienen

Kurt Amereller, Pressesprecher der LWF

Forstliche Zusammenschlüsse bündeln Kräfte

Freising 13.05.2009 – Die rund 140 forstlichen Zusammenschlüsse in Bayern haben heute eine Schlüsselrolle bei der Bewirtschaftung und der Bündelung des Holzangebotes im Privat- und Kommunalwald. Diese Aufgaben können sie nur mit gut ausgebildetem Personal, optimalen Prozessabläufen, moderner Informationstechnologie und einer bedarfsgerechten forstlichen Beratung leisten. Der 2005 geschlossene "Pakt für den Privatwald" stärkt die Zusammenschlüsse in dieser Funktion. In LWF aktuell Nr. 70 zieht die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) eine Bilanz über das bisher Erreichte.

Schlüsselrolle im Privat- und Kommunalwald - FBG und WBV

Über 140 forstliche Zusammenschlüsse gibt es derzeit in Bayern. Manche Waldbesitzervereinigung oder Forstbetriebsgemeinschaft kann auf eine über 60-jährige Tradition zurückblicken. Der 2005 geschlossene "Pakt für den Privatwald" zwischen der Bayerischen Staatsregierung und den Interessensvertretungen des Privatwaldes stärkt die Schlüsselrolle der Zusammenschlüsse als moderne Dienstleistungszentrale, um die strukturbedingten Nachteile des Kleinprivatwaldes auszugleichen.

Standen anfangs vor allem Kosteneinsparungen für die Mitglieder etwa bei gemeinsamer Pflanzenbeschaffung im Vordergrund, haben sich die forstlichen Zusammenschlüsse heute zu professionellen Unternehmen entwickelt. Sie bieten ihren Mitgliedern Beratung und umfassende Dienstleistungen in allen forstbetrieblichen Bereichen an. Ein zunehmendes Geschäftsfeld ist die Bewirtschaftung von Waldflächen im Rahmen von Waldpflegeverträgen.

Eine wichtige Rolle kommt den Zusammenschlüssen bei der Versorgung des Marktes mit dem Rohstoff Holz zu. Innerhalb der letzten drei Jahre konnten sie ihre Vermarktungsmenge verdoppeln und Holzreserven in den Wäldern abbauen. Dies ist nur mit professionellem Personal und dem Einsatz kosten- und zeitsparender Informationstechnologie und geografischer Informationssysteme (GIS) möglich.

Autor

  • Kurt Amereller
    Öffentlichkeitsbeauftragter der LWF und Leiter des Sachgebiets Wissenstransfer und Waldpädagogik