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Ulmensterben

Eine Pilzkrankheit mit "Flügeln"

Etwa seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich in Europa eine Pilzkrankheit ausgebreitet, die unsere heimischen Ulmenarten an den Rand der Auslöschung gebracht hat.

Der Pilz Ophiostoma ulmi/novo-ulmi stört den Wasserhaushalt der Ulmen, er entwickelt sich in den Leitungsbahnen und gibt ein Welkegift ab. Die Bäume verstopfen ihre Gefäße, um den Pilz den Weg abzuschnüren, zerstören dabei aber die für sie wichtigen Wege des Wassertransports im Baum. Innerhalb von kurzer Zeit werden die dadurch ausgelösten Welkeerscheinungen am Baum sichtbar. Zunächst sind nur einige Zweige, dann ganze Kronenpartien und schließlich der ganze Baum betroffen bis dieser abstirbt.

Der Ulmensplintkäfer transportiert den Pilz von Baum zu Baum: In den Larvengängen des Ulmensplintkäfers bildet der Pilz seine Fruchtkörper aus. Vor dem Ausflug nehmen die jungen Käfer Pilzsporen auf, fliegen auf unbefallene Ulmen und beginnen in den dünnrindigen Zweiggabeln mit dem Reifungsfraß.

Dabei setzen sie wiederum die Sporen des Pilzes frei und dieser kann sich nach der Sporenkeimung über die Wunden in das Holz des neuen Wirtsbaumes hinein entwickeln.

Im Versuchsgarten sind alle Amerikanischen Weißulmen (Ulmus americana) und die älteren Bergulmen (Ulmus glabra) dieser Krankheit zum Opfer gefallen. Einige Flatterulmen (Ulmus laevis) sind bislang nicht betroffen.