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Totholz
Ein Stoff, aus dem die Vielfalt ist
Sehr viele Insekten benötigen totes Holz als Lebensraum. Für sie ist das Holz, das uns auf den ersten Blick "wertlos" erscheint, eine wichtige Lebensgrundlage.
Oft sind sie auf eine ganz spezielle Form von Totholz angewiesen. Man unterscheidet den Zersetzungsgrad (von "frisch tot" bis "Mulm"), die Größe des Totholzstückes, die Art der Fäule (Weiß- oder Braunfäule), ob der Stamm liegt oder steht (feuchte und trockenere Umgebung) und die Holzart.
Totholz: Mangelware?
Viele der in und an Totholz lebenden Tierarten sind gefährdet, denn Totholz ist in unseren Wäldern relativ rar geworden. Etwa 60% der heimischen Totholzkäferarten stehen daher auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten.
Wo immer dies möglich und sinnvoll ist, sollte daher Totholz im Wald belassen werden. Besonders geeignet sind Laubholz, starke und besonnte Stämme (z.B. am Waldrand) und Stämme mit erkennbarer Holzentwertung (z.B. mit Konsolenpilzen).
Wird Totholz zersetzt, werden seine Nährstoffe langsam wieder zu dem, was sie ursprünglich einmal waren: Waldboden.
Totholz: Schlüsselfaktor im Ökologischen Netz
Viele Arten, die nicht unmittelbar in oder von totem Holz leben, ernähren sich von Totholzinsekten und sind daher auch auf totes Holz angewiesen.
Wieder andere, wie die Spechte, zimmern ihre Höhlen in tote Baumstämme und sind damit Wegbereiter für verschiedenste Tierarten von der Hornisse bis zur Fledermaus, die diese Höhlen nutzen. Man spricht von einem ökologischen Netz.
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