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Interaktive Karte der Gesteinseigenschaften in den Bayerischen Alpen
Eckart Kolb
Eine neue Substratgliederung bringt schnelle Übersicht und viele Informationen über die Böden der Bayerischen Alpen
Wo bodenkundliche Karten fehlen, liefern geologische Karten einfache, aber wesentliche standortskundliche Informationen. Eine Substratklassifizierung, die aus den geologischen Karten 1:25.000 und Bodenprofildaten des LfU für das Gebiet der Bayerischen Alpen erarbeitet wurde, ordnet die bodenbildenden Gesteine nach Entstehung, chemischer Zusammensetzung und Körnung einer überschaubaren Anzahl von Typen zu. Die Eigenschaften können einzeln oder in Kombination abgefragt und als GIS-Karte dargestellt werden.
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Der Würfel zeigt die hierarchiefreie bildliche Darstellung der drei Gliederungsebenen des Substrattypen. Wird eine Ebene des Würfels ausgeschnitten, wie im rechten Teil der Abbildung, so kann aus dieser Darstellung entnommen werden, welche Kombinationen aus Geogenese und Substratchemie überhaupt vorkommen. Das Ergebnis könnte aber auch räumlich als Karte dargestellt werden. |
Wenn flächendeckende bodenkundliche Daten fehlen, so können aus geologischen Karten dennoch einfache standortskundliche Informationen abgeleitet werden – ein wichtiges Prinzip der Modellierung von Waldtypen in den Alpen. Die geologischen Karten der Nordalpen sind auf Grund der komplizierten Tektonik besonders bunt. Dem Standortskundler bietet das viel Information, gefährdet jedoch auch die Übersichtlichkeit, zumal wenn die Geologie mit anderen Faktoren wie Höhenlage und Hangsteilheit kombiniert werden soll.
Im Waldinformationssystem Nordalpen (WINALP) wurde deshalb eine auf die ökologisch wesentlichen Eigenschaften zugeschnittene Karte der Ausgangsgesteine entwickelt. Ziel war, die »bunte« geologische Karte auf wenige, für die Waldbehandlung wesentlichen Farben zu reduzieren.
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Autor
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Dr. Eckard Kolb
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Waldernährung und Wasserhaushalt der TU München
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