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Waldpädagogik - Baustein "Projektarbeit im G8"
Eva Sandmann, Hans-Joachim Klemmt, Alexander Riedelbauch, Albin Huber, Peter Biber, Hans Pretzsch
Angewandtes Ökosystemmanagement als Baustein der Waldpädagogik
Zum Schuljahr 2004/2005 wurde an allen staatlichen Gymnasien in Bayern das achtstufige Gymnasium (G8) eingeführt. 2009 traten die ersten Schülerinnen und Schüler in die neu konzipierte gymnasiale Oberstufe ein. Ein Kernelement der neuen Ausbildungsform ist die Einrichtung von zwei Seminarfächern. Mit projektorientierter und wissenschaftlicher Arbeit sollen die Abiturienten künftig intensiver auf Studium und Berufsleben vorbereitet werden. In der Zusammenarbeit der Schulen mit externen Partnern �wie im vorgestellten Projekt mit der Technischen Universität München und der Bayerischen Forstverwaltung �lernen Schülerinnen und Schüler fächer- und disziplinübergreifende Aufgabenstellungen zu verstehen und zu bewältigen.
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Die praxisorientierte Geländeeinheit »Waldmesslehre« ist der erste Kursteil einer »Science Lab«-Schulung (Foto: A. Huber) |
Im November 2003 hat das Bayerische Kabinett die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr beschlossen. Nach Zustimmung des Bayerischen Landtages wurde das achtstufige Gymnasium eingeführt. Im Schuljahr 2004/2005 begann für die ersten fünften und sechsten Klassen eine neue Generation gymnasialen Lernens. Die ersten G8-Abiturientinnen und Abiturienten werden im Jahr 2011 die Schule verlassen.
Die neue gymnasiale Oberstufe
Die letzten zwei Jahre vor den Abiturprüfungen besuchen die Abiturienten die gymnasiale Oberstufe. Im Schuljahr 2009/2010 treten die Schülerinnen und Schüler, die als erste das G8 durchlaufen, in diese neue Oberstufe ein. Die Ausbildungsschwerpunkte dort sind:
- Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik
- Grund- und Methodenwissen
- Sozial- und Selbstkompetenzen
- Wissenschafts- und Praxisbezüge
Wissenschafts- und Praxisbezüge können sehr gut in Form von Projektarbeiten vermittelt oder erarbeitet werden. Wissenschaftsorientiertes sowie praxisbezogenes Arbeiten an einem Projekt sind daher Bestandteil des Unterrichts in zwei obligatorischen Seminarfächern der neuen gymnasialen Oberstufe, die abgekürzt als W- bzw. P-Seminare bezeichnet werden.
Das Wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) ermöglicht forschendes Lernen. Es leitet im Rahmen eines übergreifenden Seminarthemas zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten an, das in einem Hochschulstudium vorausgesetzt wird. Die Schülerinnen und Schüler forschen in der Regel zu einem Einzelaspekt eines Rahmenthemas. Kernelemente des W-Seminars sind eine Seminararbeit sowie die Präsentation der erzielten Ergebnisse des Forschungsprojektes.
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