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Schöne fremde Welt der Neozoen und Neophyten - Neue Arten in Bayern
Redaktion
Vorschau auf LWF aktuell 73 - Neobiota
Häufig werden sie in den Medien als gefahrenbringende Eindringlinge dargestellt: Neue Arten. Etwa 2.000 »Neobiota«, eingewanderte Tier- und Pflanzenarten, haben in Deutschland ein neues Zuhause gefunden. Aber Neobiota ist nicht gleich Neobiota. Manche passen sich ohne Probleme in das Ökosystem ein, andere - wie das Grauhörnchen - werden zur Gefahr für die heimische Fauna.
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Grauhörnchen: Der aus Nordamerika stammende Verwandte des Eichhörnchens zählt zu den invasiven Arten unter den Neozoen. Trotz seiner »putzigen« Erscheinung kann es unser einheimisches Eichhörnchen bedrohen. (Foto: K.-H. Schack, pixelio) |
Und doch ist das Grauhörnchen die Ausnahme. Nach Schätzungen des Bundesamtes für Naturschutz, wirkt sich von den circa 400 neuen Pflanzenarten (Neophyten) nur jede zehnte Art negativ auf die heimische Natur oder den Menschen aus
Das bedeutet aber auch, dass neun von zehn neuen Arten - Neozoen, Neophyten und Neomyceten - sich ganz unauffällig und problemlos in unsere Ökosysteme eingefügt haben. Nicht jede der Neozoen oder Neophyten ist aber eine "Problemart". Grund genug, sich sehr differenziert mit dem Thema »Neue Arten in Wäldern« auseinanderzusetzen. Dennoch müssen wir ein besonderes Augenmerk gerade auch auf die invasiven Arten unter den Neozoen oder Neophyten werfen. Invasiven Arten sind jene Neobiota - , die – einmal eingeschleppt – sich sehr schnell verbreiten und von denen ökologische, ökonomische oder auch gesundheitliche Gefahren ausgehen.
Ein erfolgreicher nationaler Waldschutz und Artenschutz erfordert hier ein Monitoring der Neozoen oder Neophyten in der gesamten Europäischen Union. Aber auch in der internationalen Naturschutzdiskussion gewinnen in den letzten Jahren Neobiota an Bedeutung. Die Biodiversitätskonvention fordert Vorsorge gegen invasive Arten der Neozoen oder Neophyten zu treffen.
Denn Neobiota, die unbeabsichtigt oder beabsichtigt durch den Menschen in Gebiete eingebracht werden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen und sich dort etablieren, können ursprüngliche Lebensgemeinschaften beeinträchtigen bzw. verändern.
LWF aktuell 73 - Neobiota gibt Einblick in die aktuelle Situation rund um das Thema Neozoen oder Neophyten in bayerischen Wäldern.
Schwerpunkttema "Neobiota - Neue Arten"
- Neophyten in Bayerns Wäldern
Vegetationsaufnahmen belegen: Neophyten haben in der aktuellen Waldvegetation keine große Bedeutung
- Neophyten im Wirtschaftswald
Wissenschaftler untersuchen den Einfluss der Waldbewirtschaftung auf die Verbreitung von Neophyten im Wald
- Unkraut vergeht doch
Indisches Springkraut scheitert an Durchsetzungskraft heimischer Waldbäume
- Miniermotten, Citrusbock und Webebär
Globalisierung und Klimawandel zeigen neue »Reisewege«. Etwa 1.000 Neozoen (neuen Tierarten) gibt es bei uns in Deutschland. Erhöhte Aufmerksamkeit gilt dabei besonders den sogenannten invasiven Arten.
- Teures Leben im Parkett
Eingeschleppte Splintholzkäfer sind eher kleine Vertreter der Neozoen, zählen aber zu den bedeutendsten Schädlingen von Holzprodukten
- Lindenminiermotte
Ein neuer Schädling entdeckt Europa
- Bedroht der Rundköpfige Apfelbaumbohrer unsere Obstbäume
Der Bockkäfer ist ein potentieller Quarantäneschadorganismus unter den Neozoen
- Mattschwarze Tannenrindenläuse erobern Wälder, Parks und Gärten
Die nur fünf Millimeter großen Neozoen fassen Fuß in Mitteleuropa
- Varroa – Gefahr für unsere Honigbienen
Asiatische Varroamilbe bedroht Honigbienen. Imker als Lebensretter
- Die Auwaldzecke breitet sich aus
eine der gefährlicheren Neozoen überträgt Krankheiten vor allem auf Tiere
- Kleine Tiger in bayerischen Wäldern
Aktionsplan wird die Wildkatze in Bayern zukünftig umfassend fördern. Seit 25 Jahren werden Wildkatzen in Bayern wieder ausgewildert. Der Aktionsplan »Wildkatze in Bayern« will den kleinen Tigern wieder auf die Sprünge helfen.
- Wisent auf Herbergssuche - der Goliath unter den Neozoen
Auswilderungsprojekte erkunden geeignete Gebiete für eine Rückkehr in die freie Wildbahn
Weitere Themen
- Die »20 Freisinger Punkte«
Forstliche Forschungs- und Versuchsanstalten formulieren eine abgestimmte Haltung zu Klimawandel und Handlungsbedarf.
- Nachrichten aus den Waldklimastationen
- Überraschendes von einem alten Bekannten
»Der Bergahorn – Baum des Jahres 2009«
- Trends und Neuigkeiten in Forsttechnik und Energieholzbereitstellung
Ein Messebericht zur Elmia Wood 2009
- »Reizende« Raupen
Hübsch, aber unangenehm: Raupen des Goldafters schützen sich mit Brennhaaren
- Klonen für den perfekten Weihnachtsbaum
Nordmannstannen aus somatischen Embryonen
- LWF-Tagung »Fichtenwälder im Klimawandel«. Rückblick auf die Fachtagung mit über 400 Teilnehmern. Die Fichte, der Brotbaum Bayerns, geht schweren Zeiten entgegen. Rasches Handeln tut not. Bereits heute müssen in der Fichtenwirtschaft die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
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