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StMELFLWFWald und Gesellschaft → Schutzwald und Naturgefahren
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Schutzwald und Naturgefahren

Schutzwald Schutzwald schützt unter anderem vor Steinschlag, wie hier an der Weißwand am Antoniberg (Foto: P. Diemke)

Schutzwald sichert die natürlichen Lebensgrundlagen und schützt vor Naturgefahren

Der Schutzwald schützt den Lebensraum des Menschen vor Naturgefahren und seinen Standort vor Erosion und Aushagerung. Diese Schutzfunktionen zu erhalten, ist die Aufgabe des Schutzwald-Managements.
Der Begriff Schutzwald-Management beschreibt vor allem, die Arbeit im Schutzwald der Bayerischen Alpen. Sie berücksichtigt ökologische Aspekte wie zum Beispiel die Verjüngung des Gebirgswaldes und Schutzwaldpflege in Abhängigkeit der Umweltfaktoren genauso wie technische Aspekte wie die technische Verbauung im Schutzwald gegen Schneegleiten, um zum Beispiel das Anwachsen und die Etablierung der Verjüngungspflanzen sicherzustellen.

Das Sachgebiet "Schutzwald und Naturgefahren" an der LWF unterstützt das Schutzwald-Management, indem es diesen Zusammenhängen mit wissenschaftlichen Methoden nachgeht und die Bedeutung, die hinter dem Schutzwaldmanagement steckt, einer interessierten Öffentlichkeit vermittelt.

Naturgefahren treten aber auch außerhalb der Alpen auf. Von Wichtigkeit sind hier vor allem Hochwasser. Immer wieder kommt es zu Überschwemmungen, die großen Schaden anrichten. Ob der Wald und die Forstwirtschaft einen Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz leisten können, ist eine unserer Fragestellungen.

Die besondere gesellschaftliche Bedeutung von Schutzwald beschreibt das Bayerischen Waldgesetz im ersten Artikel: "Der Wald hat besondere Bedeutung für den Schutz von Klima, Wasser, Luft und Boden, Tieren und Pflanzen, für die Landschaft und den Naturhaushalt."

Schutzwald muss durch gezieltes Schutzwaldmanagement erhalten oder wiedergestellt werden, um Siedlungsraum vor abiotischen Naturgefahren dauerhaft zu schützen. Dazu ist der einzelne Schutzwald in ihrer Schutzfähigkeit zu beurteilen. Ein an der LWF entwickeltes Verfahren liefert die Grundlagen für ein neues kostengünstiges forstliches Planungskonzept, um zielorientiert die für die Schutzwald-Pflege dringlichen Bereiche herauszufiltern. Erstmals in Bayern werden dabei Gefahrenhinweiskarten anderer Behörden in einem Geoinformationssystem für den Schutzwald zusammengefasst, mit Informationen zum standörtlichen Potential verschnitten und für die Planung von Maßnahmen im Schutzwald ausgewertet.

 
Gebirgswaldökologie
Die Ungunst des Klimas und der Topographie erschwert die Verjüngung unserer Gebirgs- und Schutzwälder. Wir gehen der Frage nach, welche Faktoren für die Entwicklung unserer Baumarten von Bedeutung sind. Wie lange es dauert bis der "neue" Gebirgswald Schutzfunktionen übernehmen kann und welche Baumarten am bestem mit diesem rauhen Klima zurecht kommen. Die Ergebnisse fließen in die Schutzwaldsanierung und Schutzwaldpflege ein. weiter »
 
Schutzwald- / Bergwaldpolitik
Die Bergwälder - und insbesondere Schutzwald - schützen den Lebensraum des Menschen vor Naturgefahren. Maßnahmen zum Erhalt der Schutzfunktionen sind teuer. Wir informieren die Nutzer des Berg- und Schutzwaldes - lokale Bevölkerung, relevante Interessensvertreter und politische Entscheidungsträger über die Bedeutung, Wert und Nutzen der Schutzwälder. Dazu veranstalten wir regelmäßig Tagungen, führen Fortbildungsveranstaltungen durch und beteiligen uns an Forschungsprojekten, die sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen. weiter »
 

Zentrale Frage unserer Arbeit ist, in welchem Maße und unter welchen Voraussetzungen Wald als Schutzwald vor Naturgefahren schützen kann.

 
Veröffentlichungen und Downloads
Kleines Bild Wichtige Publikationen der LWF und andere Downloads zum Thema Schutzwald und Naturgefahren weiter »