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StMELFLWFWald und GesellschaftSchutzwald und Naturgefahren → Zertifizierte Prozessbegleiter für den Bergwald
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Zertifizierte Prozessbegleiter für den Bergwald

Monika Arzberger, Cornelia Wenske, Franz Binder und Michael Suda

Partner aus Tirol und Bayern bilden Prozessbegleiter für Beteiligungsverfahren im Schutzwaldmanagement aus

In Tirol und Bayern arbeiten Waldaufseher und Förster engagiert am Erhalt und an der Pflege des Berg- und Schutzwaldes. Damit ihr Einsatz nachhaltig dem Wald nützt, müssen sie die vielfältigen und unterschiedlichen Interessen und Ansprüche, die an den Bergwald gestellt werden, in ihre Arbeit mit einbeziehen. Für diese schwierige Aufgabe gibt die länderübergreifende Ausbildung zum »Prozessbegleiter von Schutzwaldplattformen/Bergwaldforen« den Forstfachleuten neue kommunikative Werkzeuge an die Hand und bietet Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort.

Der Bergwald spielt, vor allem seit den Diskussionen um das Waldsterben zu Beginn der 1980er Jahre, eine große Rolle in der gesellschaftlichen und politischen Wahrnehmung. Die vielfältigen Schutzwirkungen gegenüber den erosiven Kräften (Schnee, Lawinen, Steinschlag, Muren, Hochwasser) bilden dabei den Kern der Vorstellung, dass diese Wälder essentiell für den Erhalt und die Gestaltung des Lebens-, Wirtschafts-, und Naturraumes der Alpen sind.

Die Grafik zeigt das pädagogisch-didaktische Konzept des Lehrgangs »Prozessbegleiter/-innen für Schutzwaldplattformen bzw. Bergwaldforen«. Das pädagogisch-didaktische Konzept des Lehrgangs »Prozessbegleiter/-innen für Schutzwaldplattformen bzw. Bergwaldforen«

Die Ansprüche an diesen Raum und damit an den Berg- und Schutzwald in den Alpen sind groß. Rohstoffnutzung, Naturerbe und Erholungsraum bilden ein Dreieck unterschiedlicher oft widerstreitender Interessen. Diese können unmöglich gleichzeitig und gleichberechtigt erfüllt werden. Aushandlungs- und Abwägungsprozesse sind zwingend erforderlich.

Ein sich veränderndes Demokratieverständnis hin zur »kooperativen« Demokratie (Holtkamp et al. 2006) fordert eine zunehmende Einbindung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen. Denn, so Klages et al. (2008), die Menschen werden »individualistischer, flexibler, selbstverantwortungsfähiger, zugleich aber auch autonomiebedürftiger, autoritätskritischer und empfindlicher gegenüber der Missachtung von Bedürfnissen nach Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion«.
Diese neuen Herausforderungen erfordern neue Vorgehensweisen.

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