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Schutzwald- / Bergwaldpolitik
Die besondere gesellschaftliche Bedeutung des Schutzwaldes beschreibt das Bayerischen Waldgesetz im ersten Artikel: „(1) Der Wald hat besondere Bedeutung für den Schutz von Klima, Wasser, Luft und Boden, Tieren und Pflanzen, für die Landschaft und den Naturhaushalt. 2 Er ist wesentlicher Teil der natürlichen Lebensgrundlage und hat landeskulturelle, wirtschaftliche, soziale sowie gesundheitliche Aufgaben zu erfüllen. 3 Der Wald ist deshalb nachhaltig zu bewirtschaften, um diese Leistungen für das Wohl der Allgemeinheit dauerhaft erbringen zu können. (2) Dieses Gesetz soll insbesondere dazu dienen: […] 3. die Schutzfähigkeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Waldes dauerhaft zu sichern und zu stärken“ (Stand: 22.07.2005)
Artikel 1 des Bergwaldprotokolls der Alpenkonvention formuliert deutlich den Anspruch an die poltischen Akteure im Alpenraum: „Ziel […] ist es, den Bergwald als naturnahen Lebensraum zu erhalten, erforderlichenfalls zu entwickeln oder zu vermehren und seine Stabilität zu verbessern. Als Voraussetzung für die Erfüllung der Funktionen ist eine pflegliche, naturnahe und nachhaltig betriebene Bergwaldwirtschaft erforderlich.“ Seit der Ratifizierung durch die Bayerische Staatsregierung 2002 ist das Bergwaldprotokoll gesetzlicher Auftrag.
Dieser wird im speziellen umgesetzt in § 10 des Bayerischen Waldgesetzes und in dem schon seit 1984 bestehenden Landtagsbeschluss zur Schutzwaldsanierung. Schutzwald soll die Menschen vor Naturgefahren schützen und soll Schäden an Siedlungen und Anlagen verhindern. Im Sinne einer Vorsorgepolitik werden seitdem regelmäßig Forschungsprojekte und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Ein wichtiger Bestandteil ist die Information der politischen Entscheidungsträger, der Waldbesitzer und der Öffentlichkeit. In intensiver Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Verwaltungsfachleuten und Praktikern entwickeln wir praxisorientierte Lösungen. Als Behörde im Geschäftsbereich des Bayerischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten arbeiten wir in Fragen zu Schutzfunktionen von Wäldern zu und beantworten Fragen interessierter BürgerInnen. Wir veranstalten Fortbildungen und Tagungen für Fachleute und interessierte Laien, in der Begleitung von Schutzwaldforen unterstützen wir die Menschen vor Ort.
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