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Waldzertifizierung im Privat- und Körperschaftswald
Holger Hastreiter
Waldbesitzerbefragung beleuchtet Situation zur Waldzertifizierung
Waldbesitzer müssen im Sinne des Gemeinwohls bei der Bewirtschaftung ihres Waldes Waldnutzung und Walderhaltung in Einklang bringen und die im Waldgesetz geforderten Standards einhalten. Mit der Zertifizierung ihres Betriebes bietet sich ihnen die Möglichkeit, die nachhaltige Bewirtschaftung des Lebens- und Erholungsraumes Wald zu garantieren sowie den verantwortungsvollen Umgang mit der unverzichtbaren Ressource Holz und damit ihr Engagement für die Allgemeinheit öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren. Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach zertifizierten Holz- und Papierprodukten sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene kontinuierlich an.
Mit Hilfe einer Zusatzbefragung im Rahmen der Holzeinschlagserhebung 2010, an der sich 845 private Waldeigentümer und 156 Körperschaftswaldbetriebe beteiligt haben, wurden Stand und Akzeptanz der Waldzertifizierung im bayerischen Privat- und Körperschaftswald näher beleuchtet.
Zunächst wurden die Teilnehmer gefragt, ob ihr Betrieb zertifiziert ist und wenn ja, über welches Zertifizierungssystem dies erfolgt. Weiterhin wurde erhoben, welche Auswirkungen die Zertifizierung für den Betrieb hat. Die Frage nach der Zertifizierung ihrer Waldflächen haben 822 Privatwald- und alle 156 Körperschaftswaldbetriebe beantwortet. Im Privatwald waren zum Zeitpunkt der Umfrage 450 Betriebe nach PEFC und nur sieben nach FSC zertifiziert. Im Körperschaftswald waren 132 Betriebe nach PEFC und vier davon gleichzeitig auch nach FSC zertifiziert. 365 Privatwaldbetriebe und 24 Körperschaftswaldbetriebe gaben an, dass sie nicht zertifiziert sind.
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Holger Hastreiter
Mitarbeiter in der Abteilung Waldbesitz, Beratung, Forstpolitik Fachbereich: Testbetriebsnetz, Vegetationsgutachten
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