Inhalt:
zurück zum Seitenanfang|
LWF-Themen: Jagd aktuell - Forstliches Gutachten, Forschungsprojekte, Merkblätter
Kurt Amereller
Forstliche Wissenschaft vermittelt im Spannungsfeld aus Eigenverantwortung und gesetzlicher Regelung
Am 28. Oktober hat der bayerische Forstminister Helmut Brunner die Ergebnisse des diesjährigen forstlichen Gutachtens zur Situation der Waldverjüngung, landläufig "Verbissgutachten" genannt, vorgestellt. Dieses zeigt eine Verbesserung der Situation gegenüber der letzten Erhebung 2006. Allerdings ist der Verbiss immer noch in vielen Hegegemeinschaften zu hoch. Insbesondere die für den Umbau der Wälder in klimatolerante Mischbestände nötigen Laubbäume und die gerade im Bergwald unverzichtbare Tanne sind durch den Verbiss vielerorts noch deutlich im Wachstum beeinträchtigt. Die Jagd ist also weiter in der Pflicht.
|
Wildverbiss an Tanne - Die im Bergwald unverzichtbare Tanne auch 2009 noch deutlich im Wachstum beeinträchtigt (Foto: Paul Dimke) |
Waldbegänge sind ein wichtiges Mittel für die Verständigung zwischen Jägern und Waldbesitzern. Doch oft fehlt es an Erfahrung und Kenntnissen, um Waldbegängen effizient zu organisieren.
Hier helfen Weiserzäune, die den Einfluss des Wildverbisses anhand eines Vergleiches zwischen wildfrei gehaltenen (gezäunten) und dem wild zugänglichen Verjüngungsflächen veranschaulichen und zur Diskussion anregen. Weiserzäune richtig anlegen, dokumentieren und interpretieren hilft das LWF-Merkblatt 25 - "Wildverbiss mit Weiserflächen beurteilen". Es gibt in knapper Form wichtige und praxisgerechte Hinweise und liefert gleich ein Formblatt zur Dokumentation mit.
Trotz hoher Jagdstrecken in diesem Jahr bleiben die zunehmenden Schwarzwildbestände ein Problem und Kernaufgabe für die Jägerschaft. Die LWF hat in einer nun veröffentlichten Studie untersucht, ob die 2007 aufgestellten "Empfehlungen zur Reduktion überhöhter Schwarzwildbestände" ausreichend angewendet werden und ob über neue und unkonventionelle Methoden zur Verringerung der Schwarzwildbestände nachgedacht werden muss.
Autor
-
Kurt Amereller
Pressesprecher , Öffentlichkeitsbeauftragter und Leiter des Sachgebiets Wissenstransfer und Waldpädagogik
|