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Fischadler in den Bayerischen Staatsforsten
K. Weidmann
Seit nunmehr 30 Jahren kann sich der Fischadler auch in Deutschland wieder erholen und ist hier vereinzelt anzutreffen, erfreulicherweise auch im bayerischen Staatswald.
Bevorzugt lebt der Greifvogel in lichten Kiefern-Altholzresten größerer geschlossener Waldgebiete. Ein Fischgewässer in seinem Umfeld ist wichtig, denn auf seiner Nahrungssuche fliegt er ungern weiter als drei Kilometer. Das klingt ganz nach der typischen Oberpfälzer Landschaft. Deshalb schufen Förster in den neunziger Jahren an drei geeignet erscheinenden Standorten dem Fischadler Nistmöglichkeiten. Altholzreste wurden aufgelichtet, künstliche Nisthilfen angebracht und abgestorbene Altbäume belassen. Diese Bemühungen tragen nun Früchte. Im Jahre 2000 wurde ein Horst am Großen Rußweiher im Stadtwald Eschenbach bezogen. Seit 2007 nistet ein junges Paar im Hessenreuther Wald, 2008 meldete auch der Manteler Wald zwei neue Bewohner. Außerdem lebt ein Brutpaar bereits seit einigen Jahren auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr. In diesem Jahr wurden in der Oberpfalz sieben Jungadler beringt.
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