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Wisent: »König der Wälder« ist Tier des Jahres

11.12.2008 - Der Wisent ist der letzte Vertreter wildlebender Rinderarten in Europa und gleichzeitig unser größtes Säugetier. Bei einer Schulterhöhe bis zwei Meter und einer Kopf-Rumpf-Länge bis zu 3,30 Metern bringt ein ausgewachsener Bulle ein Gewicht von einer Tonne auf die Waage.

Bildlegende: Der Wisent - das größte und schwerste Landsäugetier Europas (Foto: A Gryko, fotolia.de)

Ursprünglich lebte der Wisent in den großen Waldgebieten Europas und Asiens. In Deutschland wurde der letzte Wisent im Jahre 1755 erlegt und in Europa (Polen) 1921 gänzlich aus der freien Wildbahn ausgerottet. Lediglich 57 Tiere lebten in Tierparks weiter. Bereits 1923 gründete sich die »Gesellschaft zur Rettung des Wisents« mit dem Ziel, den Wisent in Europa zu erhalten. 1928 wurde eine Zuchtstation im niedersächsischen Saupark Springe eingerichtet. Dort wurden seit 1935 über 250 reinrassige Wisente geboren und trugen zum Erhalt der Art bei. Auch in anderen Ländern wurden große Zuchterfolge verbucht. Deshalb begann man, Wisente wieder auszuwildern. Ausgangspunkt war 1956 das polnische Bialowieza, wo heute etwa 450 Tiere in freier Wildbahn leben. In Deutschland ist im Rothaargebirge eine Auswilderung von maximal 25 Tieren auf einer Fläche von etwa 4.300 Hektar geplant (www.wisente-rothaargebirge.de). Die größte Wisentherde Bayerns mit 17 Tieren befindet sich im Landkreis Neuburg/ Schrobenhausen bei der Umweltbildungsstätte »Haus im Moos« (www.haus-im-moos.de). In den meisten Staaten sind die frei lebenden Wisente geschützt, in einigen werden aber auch wieder Abschüsse gegen Entgelt vergeben.

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