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StMELFLWFBaumarten im Wald - Von Ahorn bis Zirbe → Die Walnuss
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Die Walnuss

Juglans regia L.

Englisch: walnut tree

Baumarten-Steckbrief Walnuss

Baum des Jahres 2008

Gestalt:
Im Bestand bis 35 m, im Freistand bis 20 (25) m hoch; BHD bis 1m, Krone breit, abgerundet

Triebe:
Kräftig, anfangs spärlich rostfarben behaart, bald kahl, glänzend olivbraun, mit hellen Lentizellen; Blattnarben sehr groß; Mark quer gekammert (Trieb längs anschneiden!)

Knospen:
Grau- bis schwarzbraun, nur mit wenigen Knospenschuppen, Endknospe größer als Seitenknospen, diese entweder kugelige Laubknospen (oft mit Beiknospen) oder zapfenförmige Blütenknospen

Blätter:
Spiralig angeordnet, unpaarig gefiedert mit fünf bis neun ovalen, ganzrandigen Blättchen, Endblättchen gestielt und größer als seitliche; zerrieben stark aromatisch riechend; im Austrieb oft rötlich

Rinde:
Anfangs glatt, hell- bis silbergrau; Borke tief rissig, dunkelgrau

Blüten:
Ende April, Mai (Anfang Juni), zusammen mit dem Laubaustrieb; einhäusig verteilt, windbestäubt; männliche Blüten in langen, hängenden, walzenförmigen Kätzchen aus Blütenknospen der vorjährigen Triebe; weibliche eher unscheinbar zu 1 bis 5 in ährigen Blütenständen an diesjährigen Trieben, mit zwei großen, weißlichen oder rötlichen Narben

Früchte:
Samenreife September und Oktober; die einsamige Nuss von einer glatten, dicken, grünen, zur Reifezeit aufplatzenden Schale umgeben; Nuss kugelig bis oval, mit stark verholzter, hellbrauner, seicht gefurchter, aus zwei Hälften (selten aus drei Teilen) verwachsener Schale; Samen besteht zum größten Teil aus den beiden gefalteten Keimblättern

Bewurzelung:
Sämlinge mit sehr kräftiger und tief reichender, rübenartiger Pfahlwurzel; später Herzwurzelsystem

Höchstalter:
Etwa 150 Jahre

Systematik:

Klasse Rosopsida = Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
Unterklasse Rosidae = Rosenähnliche
Ordnung Fagales = Buchenartige
Familie Juglandaceae = Walnussgewächse
Gattung Juglans = Walnuss
Art Juglans regia L. = Echte Walnuss
Frucht und Blatt der Walnuss Frucht und Blatt der Walnuss. (Quelle: LWF)

Manche Baumarten sind sehr eng mit unserer Zivilisationsgeschichte verbunden. Ein gutes Beispiel dafür ist der diesjährige Baum des Jahres, die Walnuss, als Charakterbaumart für eine ländlich geprägte, alte Kulturlandschaft.
Die ursprüngliche Heimat dieser Baumart ist Südosteuropa und Vorder- und Mittelasien. Sie wurde aber schon in der Jungsteinzeit wegen ihrer schmackhaften und gesunden Nüsse kultiviert und hat mit der Entwicklung von Landwirtschaft und Siedlungstätigkeit ihren Weg nach Mitteleuropa genommen. Walnussholz zählt zu den wertvollsten einheimischen Hölzern. Es schwindet wenig, verzieht sich kaum und ist besonders schön gemasert. Für hochwertige Produkte wie Möbel, gehobenen Innenausbau, Drechslerei und Instrumentenbau wird es seit jeher sehr geschätzt.
Heute werden Walnussbäume wegen der Früchte in klimatisch geeigneten Gebieten der gesamten temperaten Zone der Nordhemisphäre und mittlerweile auch in vielen Ländern der Südhemisphäre angebaut. Die weltweit steigende Nachfrage nach Nüssen wird vor allem aus wachsenden Plantagen in China, Kalifornien, der Türkei und dem Iran gedeckt.

Weitere Nussarten

Die Schwarznuss (Juglans nigra L.)

Die im Osten der USA beheimatete Schwarznuss kam bereits vor über 300 Jahren (1686) nach Deutschland. Anfangs überwiegend als Parkbaum gepflanzt, wird sie nun zunehmend auch als Waldbaum interessant. Bekanntlich zählt das Walnussholz zu unseren schönsten und wertvollsten Nutzhölzern. Das Holz der Schwarznuss ist stets gleich wertvoll einzustufen. Auch wenn sie heute erst eine sehr bescheidene Rolle im Waldbau einnimmt, könnte der Schwarznuss in Zukunft eine größere Bedeutung zukommen.

Weiterführende Informationen zum Thema Walnuss