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StMELFLWFBaumarten im Wald - Von Ahorn bis Zirbe → Die Europäische Schwarzpappel (Populus nigra)
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Die Schwarzpappel

Populus nigra L.

Deutsch auch Saarbaum; Englisch: black poplar

Baumarten-Steckbrief Schwarzpappel

Baum des Jahres 2006

Gestalt:
Bis maximal 35 m hoher und 2 m starker Baum, Krone unregelmäßig aufgebaut, oft "besenartig"

Triebe:
Sprosssystem mit Lang- und Kurztrieben; junge Sprossachsen rundlich oder zur Spitze hin etwas kantig, kahl, glänzend oliv- bis gelbbraun und oft bleigrau marmoriert, mit punkt- oder strichförmigen Lentizellen; Blattnarben groß

Knospen:
6-15 mm lang, länglich und spitz; mit glänzend gelbbraunen bis braunen, oft klebrigen Schuppen; Seitenknospen dem Spross anliegend, ihre Spitze oft nach außen gebogen

Blätter:
spiralig angeordnet, mit langem, seitlich abgeflachtem Stiel; Spreite 5-12 cm lang, dreieckig bis rautenförmig, mit lang ausgezogener Spitze; oberseits dunkelgrün, unterseits heller; anfangs oft etwas behaart, später kahl; Blattrand unregelmäßig kerbig gesägt

Rinde:
Anfangs glatt, grau; frühe Bildung einer netzartig (x-förmig) aufreißenden, tief gefurchten, dunkelgrauen bis schwärzlichen Borke; Stämme oft mit Maserknollen und Wasserreisern

Blüten:
Ende März bis April, vor dem Laubaustrieb; zweihäusig verteilt, windbestäubt;in langen, hängenden Kätzchen, Einzelblüten in der Achsel zerschlitzter Tragblätter, ohne Blütenhülle; die männlichen mit 10-30 Staubgefäßen und rötlichen Staubbeuteln, die weiblichen gelblich grün, mit zwei kurzen Narbenästen

Früchte und Samen:
Samenreife Ende Mai bis Juni; kurz gestielte, kleine mit zwei Klappen aufspringende Kapseln in langen, hängenden Fruchtständen; die kleinen Samen mit einem dichten Haarschopf; Verbreitung durch den Wind

Bewurzelung:
Flaches, weit ausstreichendes Wurzelsystem

Höchstalter:
Etwa 100, in Einzelfällen bis 300 Jahre

Systematik:

Ordnung Malpighiales = Malpighienartige
Familie Salicaceae = Weidengewächse
Gattung Populus = Pappeln
Art Populus nigra L. = Schwarz-Pappel
Stamm und männliche Blüte Stamm und männliche Blüte der Schwarzpappel. (Foto: Michael Luckas, Gerhard Huber)

Gerade noch 3000 Altbäume soll es in Deutschland geben. Gründe für den starken Rückgang der Art sind v.a. der Verlust ihres Lebensraumes entlang der Flüsse sowie der Anbau von wuchs- und konkurrenzstarken Pappel-Hybriden.

2006 wurde die Schwarzpappel nun vom Kuratorium Baum des Jahres zum Baum des Jahres gewählt. Mit dieser Wahl soll nicht nur auf die Baumart selbst, sondern auch auf den in Mitteleuropa am meisten gefährdeten Waldstandort - die Weichholzaue - aufmerksam gemacht werden.

Die Gattung Pappel (Populus) gehört zur Familie der Salicaceen (Weidengewächse) und besteht aus etwa 30 Baumarten in sechs Sektionen. Ihr Areal erstreckt sich über die gesamte temperate und boreale Zone der Nordhemisphäre. Verbreitungszentren sind das pazifische und das atlantische Nordamerika, das südliche Europa sowie Ostasien. In Mitteleuropa kommen von Natur aus neben der Schwarzpappel, die Silberpappel (P. alba) und die Zitterpappel oder Aspe (P. tremula) vor sowie eine natürliche Hybridsippe, die Graupappel (P. x canescens = P. alba x P. tremula).

 

Weiterführende Informationen zum Thema Schwarzpappel