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Wälder im Klimawandel - Weißtanne und Küstentanne - LWF Wissen 66
Am 10. März 2011 veranstaltet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft am Zentrum Wald-Forst-Holz in Freising-Weihenstephan die Tagung »Die Tanne - Perspektiven im Klimawandel«. LWF-Wissen 66 enthält die auf der Tagung gehaltenen Vorträge, ergänzt um einige zusätzliche Beiträge zu diesem Thema.
Ziel des Heftes wie auch der Tagung ist es dabei nicht, die Weißtanne erneut in allen ökologischen und dendrologischen Einzelheiten darzustellen. Dazu verweisen wir auf das Heft LWF-Wissen 45 "Beiträge zur Tanne". Vielmehr machen wir auf die positiven waldbaulichen Eigenschaften dieser Baumart aufmerksam, die wir auf geeigneten Standorten nutzen können, um stabile, naturnahe Wälder aufzubauen.
Aber es sollen auch nicht die Risiken verschwiegen werden, denen sie vor allem am Rande bzw. außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes ausgesetzt ist. Die Weißtanne ist die Baumart mit den höchsten Verlusten am Waldflächenanteil im vergangenen Jahrhundert. Waldbesitzer und Forstleute bemühen sich daher seit längerem, die Tanne wieder verstärkt am Waldaufbau zu beteiligen.
Erfolgreiches Wirtschaften mit der Tanne beruht auf langfristigen Verjüngungsverfahren, strukturreichem Waldaufbau sowie angepassten Schalenwildbeständen. Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft vor neue große Herausforderungen, die vor allem wegen des stark steigenden Risikos bei der Fichte als Ersatz andere geeignete Nadelbaumarten fordert. Deshalb werden neben verschiedenen Herkünften einheimischer Baumarten auch fremdländische Arten auf ihre Eignung im Klimawandel überprüft. Aus diesem Grund werfen die Autoren des Heftes auch einen Blick auf die in Nordamerika beheimatete Große Küstentanne.
Wälder im Klimawandel - Weißtanne und Küstentanne
Mehr Mut zur Tanne
Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft vor große und neue Herausforderungen, die unter anderem wegen des stark steigenden Risikos bei Fichte in Forderungen nach anderen, künftig besser geeigneten Nadelbaumarten münden. Mit der Weißtanne verfügen wir über eine Baumart, die mit den prognostizierten Klimabedingungen auf ihrem bisherigen Standortsspektrum wesentlich besser zurechtkommen wird als die Fichte.
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Wachstum der Weißtanne in Südwestdeutschland: Entwicklung, Klima-Risiko und Verjüngung
Die Analyse umweltbedingter Wachstumstrends weist in Baden-Württemberg auf markante Unterschiede zwischen Tanne und Fichte hin. Ohne energische Maßnahmen der Mischwuchsregulierung zugunsten der Tanne muss man davon auszugehen, dass die unter Freiflächenverhältnissen deutlich vorwüchsige Fichte die Tanne bereits bis zum Zeitpunkt der ersten Durchforstung aus dem Herrschenden verdrängt.
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Ökonomische Bewertung der Tanne
Es zeigt sich, dass unter Berücksichtigung des Ausfallrisikos ein gemischter Bestand aus Fichte und Tanne selbst bei einer etwas geringeren Wuchsleistung einem Fichtenreinbestand ökonomisch ebenbürtig ist. Allerdings hängt der langfristige wirtschaftliche Erfolg in hohem Maße von der Höhe der Kosten für die Bestandesbegründung ab.
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Tanne - vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger
Ergebnisse eines Forschungsprojektes belegen, dass die Tanne auf Trockenereignisse deutlich schwächer reagiert als die Fichte. Damit ist die Tanne auf vielen Standorten eine interessante Ersatzbaumart für die Fichte im Hinblick auf die prognostizierten Klimaveränderungen.
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Verwendungsmöglichkeiten für Küstentannen-Schnittholz
Im Rahmen eines BMBF-Verbundprojektes wurden technologisch relevante Eigenschaften des Holzes der Großen Küstentanne (Abies grandis) durchleuchtet. Dabei standen die Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten des Schnittholzes im Vordergrund.
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Holzmarkt und Waldumbau aus der Sicht der Holzindustrie
Das "Denken" einer modernen Forstwirtschaft darf nicht an der Waldstraße enden. Eine moderne Forstwirtschaft sollte vor allem auch auf die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Clusters Forst und Holz ausgerichtet sein und kann sich auf Dauer nicht leisten, am Markt vorbei zu produzieren.
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