Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
LWF - Logo mit Link zu Startseite| Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFLWF → Fichte im Klimawandel - LWF Wissen 63
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Fichte und Fichtenwälder im Klimawandel - LWF-Wissen 63

Brotbaum Fichte: Vor dem Hintergrund des Klimawandels eine besonders anfällige Baumart

Fichte im Klimawandel - Cover LWF Wissen 63 Fichte im Klimawandel - LWF Wissen 63

Am 10. Juli 2009 veranstaltete die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft am Zentrum Wald-Forst-Holz in Freising-Weihenstephan die Tagung „Fichtenwälder im Klimawandel – Risiken und Anpassungsmaßnahmen“. LWF Wissen 63 "Fichte im Klimawandel" präsentiert gebündelt die auf der Tagung gehaltenen Vorträge, ergänzt um einige zusätzliche Beiträge zum Thema Fichte.

Die bayerischen Waldbesitzer und Forstleute haben mit der Fichte als der forstlich wichtigsten Baumart jahrzehntelange Erfahrungen und können auf einen breiten Kenntnisstand zurückgreifen. Zahlreiche Fachbücher und Monographien zur Fichte geben fundierten Einblick in die Eigenschaften und waldbauliche Behandlung dieser Baumart. Ziel dieses Heftes wie auch der Tagung ist es daher nicht, erneut die Baumart Fichte in allen ökologischen und dendrologischen Einzelheiten darzustellen. Thema von LWF Wissen 63 "Die Fichte im Klimawandel" ist vielmehr, Zukunftsoptionen für die Fichte als die in Bayern am weitesten verbreitete Baumart dem Hintergrund der zu erwartenden und schwerwiegenden Änderungen der Umweltbedingungen aufzuzeigen.

Derzeit wächst die Fichte als wirtschaftlich wichtigste Baumart auf 44 Prozent der Waldfläche Bayerns. Gegenüber den Klimaveränderungen und den Folgeschäden ist die Fichte aber besonders anfällig. Es stellt sich die Frage, wie Waldbesitzer und Forstleute mit den heute vorhandenen und ihnen anvertrauten Wäldern angesichts unsicherer Zukunftsaussichten umgehen sollen. Die angewandte Wissenschaft an der LWF muss versuchen, hier und jetzt Antworten auf die Fragen zur Fichte im Wandel zu geben, soweit dies mit dem aktuellen Kenntnisstand seriös möglich ist.

Der Anbau der Fichte außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes war schon immer mit hohen Risiken verbunden, die sich aber im Zuge des Klimawandels nun deutlich erhöhen werden. Für die bayerische Forstwirtschaft stellen sich deswegen folgende Fragen: Mit welchen waldbaulichen Konzepten können wir auf die steigenden Risiken für die Fichte reagieren und welche Rolle spielt die Fichte künftig in Bayerns Wäldern? Wird die die Fichte auch künftig eine bedeutende Baumart in Bayern bleiben?

Die Bayerische Forstverwaltung setzt mit einer naturnahen Waldwirtschaft auf einen konsequenten Waldumbau weg von der dominierenden Fichte. Vor allem auf Risikostandorten müssen Reinbestände aus Fichte großflächig in klimatolerante, stabile und standortsgerechte Mischwälder umgebaut werden.
Denn die Botschaft für die Forstwirtschaft - nicht nur aber auch im Sinne der Zukunft der Fichte - kann nur lauten: Vielfältig aufgebaute Wälder verfügen über hohe Stabilität und ein hohes Selbstheilungsvermögen bei schadensbedingten Störungen. Mischwälder bringen Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte in die nötige Balance und sind dauerhafte Grundlage einer wettbewerbsfähigen Forst- und Holzwirtschaft aus eigenverantwortlichen Waldbesitzern.

Fichte im Klimawandel

 
Die ökonomische Zukunft der Fichte
Kleines Bild Die Fichte ist aus ökonomischer Sicht der wichtigste Wirtschaftsbaum Bayerns. Gerade die Fichte gilt aber vor dem Hintergrund des Klimawandels als besonders anfällige Baumart. Der vorliegende Beitrag geht daher, basierend auf existierenden Arbeiten, auf ökonomische Aspekte einer zukünftigen Fichtenwirtschaft ein. weiter »
 
Provisorische Klima-Risikokarten für Fichte und Buche
Kleines Bild Für den klimagerechten Waldumbau in Bayern werden vorläufige Planungskarten vorgestellt, die zunächst für die Baumarten Fichte und Buche das klimatische Anbaurisiko in der Gegenwart und in einer von einer Erwärmung um etwa 2°C gekennzeichneten Zukunft angeben. weiter »
 
Produktivitätsrelation zwischen Fichte und Fichte/Buche - Konsequenzen angesichts des Klimawandels
Kleines Bild Bisher existierende Mosaiksteine über Wechselwirkungen zwischen Fichte und Buche werden zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Es wird gezeigt, dass die Baumarten Fichte und Buche in Mischung mehr, aberr acuh weniger Zuwachsleistung pro Fläche und Zeit erbringen können als die Reinbestände. weiter »
 
Fichte, Waldschutz und Klimawandel - Wettlauf mit den Schädlingen?
Kleines Bild In der allgemeinen Diskussion über die Folgen des Klimawandels werden Insekten häufig als Gewinner angesehen. Diese Einschätzung ist zunächst einmal folgerichtig, da Insekten zu den wechselwarmen Tieren gehören und damit von einer Temperaturerhöhung infolge des Klimawandels profitieren können. weiter »