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LWF-Wissen 59: Die Douglasie

Baumart mit Perspektiven im Klimawandel

Waldbauliche Entscheidungen, insbesondere die Baumartenwahl, sind auf Grund der Langfristigkeit stets mit Unsicherheiten behaftet. Dies gilt besonders in der heutigen Zeit. Auf der Basis des aktuellen Wissensstandes können wir jedoch grundsätzlich davon ausgehen, dass unsere Wälder mit einer großen Vielfalt an heimischen, klimatoleranten Baumarten am Besten aufgestellt sind. Darüber hinaus müssen wir uns jedoch auch für geeignete, standortsgerechte Gastbaumarten wie die Douglasie öffnen. Sie ist eine seit vielen Jahren bewährte Baumart mit hoher Wuchs- und Wertleistung. Ihre Anbauwürdigkeit wird im Zuge des Klimawandels auf vielen Standorten in Bayern zunehmen.

Standort und Herkunft der Douglasie

 
Die Douglasie im Klimawandel - Gegenwärtige und zukünftige Anbaubedingungen in Bayern
Kleines Bild Erkenntnisse über die Standortsansprüche der Douglasie zeigen, dass die bei uns angebauten Douglasienherkünfte vor allem in klimatischer Hinsicht verhältnismäßig stark spezialisiert sind. Viele bisher favorisierte Herkünfte benötigen eine lange Vegetationsperiode ohne ausgeprägte Hitzeund Dürreperioden sowie milde, frostarme Winter. Unter den gegenwärtigen Bedingungen eignen sich nur bestimmte Regionen Bayerns für den Douglasienanbau, der Klimawandel wird auch wie bie der Fichte zu Veränderungen der anbaubedingungen führen. weiter »
 
Die Douglasie auf dem Markt - Anzucht, Anbau und Versorgung
Kleines Bild Bei der Nachzucht in der Baumschule, aber auch beimAnbau im Wald ist die Douglasie eine sehr sensibleBaumart. Für den Anwuchserfolg ist es unerlässlich, frische und stufige ("kräftige") Pflanzen zu verwenden. Dabei ist streng darauf zu achten, die Pflanzenfrische vom Ausheben in der Baumschule bis zur Pflanzung zu erhalten. Neben der Beachtung eines geeigneten Pflanzzeitpunktes beeinflussen weitere Faktoren, insbesondere die Bodenfeuchte und die Witterungsverhältnisse am Pflanztag sowie einige Wochen danach, den Pflanzerfolg. Bei anhaltend starker Sonneneinstrahlung im Vorfrühling besteht auf "ungeschützten" Kulturflächen oft ein erhöhtes Risiko von Frosttrocknisschäden. weiter »

Waldbau mit der Douglasie

 
Waldbau mit der Douglasie in Unterfranken
Kleines Bild Die Entstehung und Weiterentwicklung des "Unterfränkischen Konzeptes zur waldbaulichen Behandlung der Douglasie" seit 1987 wird vorgestellt. Das "Douglasien- Pflegekonzept 2004" basiert auf Versuchsergebnissen des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde der Technischen Universität München und den bis dato gemachten Erfahrungen mit dem "alten" unterfränkischen Douglasienkonzept. Erklärtes Ziel des "neuen" Douglasien-Pflegekonzeptes war es, auf einer Seite alle für den Waldbaupraktiker wichtigen Entscheidungskriterien prägnant und übersichtlich darzustellen. weiter »
 
Stand des koordinierten Douglasien- Standraumversuchs in Baden-Württemberg
Kleines Bild Anhand dreier exemplarisch ausgewählter Versuchsanlagen werden die bis zu einem Alter von circa 35 Jahren aktualisierten Ergebnisse mit dem koordinierten Douglasien-Standraumversuch in Baden-Württemberg dargestellt. Die Gesamtwuchsleistung stieg mit zunehmender Ausgangsbaumzahl. Allerdings waren die Unter- schiede nur bei gutwüchsigen Standorten deutlich ausgeprägt. Die bei höheren Ausgangsbaumzahlen größeren Gesamtwuchsleistungen waren allerdings verbunden mit einem erhöhten Anfall gering dimensionierter (defizitärer) Sortimente sowie tendenziell erhöhten zufälligen Nutzungen. weiter »
 

Douglasien-Anbau und Fragen der Forstpolitik und des Naturschutzes

 
Die Douglasie aus naturschutzfachlicher Sicht
Kleines Bild In vielen forstlich geprägten Misch- und Nadelwaldbeständen ist ein angemessener Douglasienanbau umweltpolitisch sinnvoll und kann sich ökologisch positiv auswirken. Naturschutzfachlich begründete Einschränkungen ergeben sich aus den Naturschutzgesetzen (Waldbiotope auf Sonderstandorten sind in ihrem charakteristischen Zustand zu erhalten) und nach der Fauna- Flora-Habitat-Richtinie (maximal 20 Prozent Anteil von Gastbaumarten in Anhang-I-Waldlebensraumtypen). weiter »
 
Naturschutzfachliche Bewertung der Douglasie aus Sicht des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
Kleines Bild Kaum eine Baumart steht so im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft wie die nordamerikanische Douglasie (Pseudotsuga menziesii (MIRB.) Franco). Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels erfreut sie sich aus ökonomischwaldbaulichen Gründen wachsender Beliebtheit. Eine Risikoabschätzung des Douglasienanbaus aus naturschutzfachlicher Sicht gestaltet sich jedoch auf Grund der Lückenhaftigkeit des Wissens zur Ökologie der Douglasie und den langfristigen Folgen für Flora und Fauna schwierig. weiter »

Wirtschaftlichkeit und Vermarktung der Douglasie

 
Heinersreuth setzt auf die Douglasie
Kleines Bild Der Forstbetrieb Heinersreuth im Frankenwald befindet sich seit 1820 im Besitz der Familie Baron von Lerchenfeld. Auf Anregung des Forstsoziologen Carl Alwin Schenck wurde 1880 eine zwei Hektar umfassende Kultur mit Douglasien, Chamaecyparis, Thujen, Abies grandis und einigen anderen angelegt. Die ersten Douglasien wurden in Trupps und Gruppen eingebracht. Lange Zeit beschäftigte man sich nicht mit der Astung. Nachweislich wurde erstmals 1929 geastet, professionell erst in den Nachkriegsjahren. Bereits 1929 wurde aus Naturverjüngung gewonnene Douglasie bestandsweise gepflanzt. Die Bestände waren vier bis sechs Hektar groß. Beigemischt waren Buche, Tanne und Fichte. In diesen Abteilungen ist die Fichte inzwischen vollkommen verschwunden, die Douglasie dominiert. Heute werden auf größeren Sturmwurf- und Käferflächen maximal 2.500 Douglasien pro Hektar gepflanzt. weiter »

Douglasien- Workshop - Teilnehmer und Ergebnisse

 
Waldbau
Kleines Bild Grundsätzliches, Bestandesbegründung und Verjüngung, Pflege und Durchforstung, Waldschutz weiter »