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StMELF → LWF → LWF - wissen 55
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Wald - Schutz vor Hochwasser ?
Themen
Wald - Schutz vor Hochwasser?
In aller Regelmäßigkeit wiederholen sich die
Bilder: Nach längeren Regenfällen oder rascher
Schneeschmelze steigen die Wasserpegel in den
Bächen und Flüssen. Straßen werden überschwemmt,
Keller laufen voll und im Extremfall bedrohen
Deichbrüche und reißende Flüsse Vermögen
oder gar Leib und Leben der betroffenen
Menschen. In der vergangenen Woche gingen die
Bilder verheerender Überschwemmungen in Südosteuropa
durch die Medien.
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Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Niederschlagsereignisse aus?
Es ist unumstritten, dass sich das Klima in den
letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Um Aussagen
treffen zu können, wie es sich zukünftig ändern
könnte, wurden globale und regionale Klimamodelle
entwickelt, deren Güte mit Hilfe einer Simulation
der vergangenen Klimaentwicklung und eines
Vergleichs mit unabhängigen Beobachtungen eingeschätzt
wird.
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Inwieweit trägt eine angepasste Landnutzung zum Hochwasserschutz bei?
Hochwasserschutz bewegt sich im Konfliktfeld
zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach der
Nutzung der Auen und Gewässer sowie dem Schutz
vor dem Wasser, dem gesetzlichen Auftrag zum
Schutz der Natur als Lebensgrundlage für den
Menschen und schließlich dem Bedürfnis nach
Erhalt der Funktionsfähigkeit von Gewässern und
Auen. Zu dieser Funktionsfähigkeit gehört auch das
Hochwasser als natürliches Ereignis.
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Was erwartet die Wasserwirtschaft von der Forstwirtschaft hinsichtlich der Hochwasservorsorge?
Im Hochwasserschutz geht es in erster Linie
darum, Schäden zu begrenzen, eine Zunahme des
Schadenspotentials in überschwemmungsgefährdeten
Gebieten zu vermeiden sowie ein angemessenes
Gefahrenbewusstsein zu entwickeln. In einer
modernen und ganzheitlichen Hochwasserschutzstrategie
wie dem Aktionsprogramm 2020 werden
die drei Handlungsfelder natürlicher Rückhalt,
technischer Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
kombiniert. In diesen drei Handlungsfeldern
haben der Wald als Vegetationsart und die Forstwirtschaft
als Nutzungsform eine gewisse Bedeutung
- insbesondere bei kleineren und mittleren
Hochwasserereignissen. Eine naturnahe, standortsgerechte
und nachhaltige Forstwirtschaft wirkt sich
positiv auf den Hochwasserschutz aus.
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Waldwirkung auf Hochwasser
Bei der Wirkung des Waldes auf Hochwasser
lässt sich zwischen der Beeinflussung des Abflusses
und der Beeinflussung der Erosion unterscheiden. In
beiden Fällen kann der Wald eine gewisse Schutzwirkung
entfalten. Er beeinflusst die Abflussbildung
bei Hochwasser nur unter bestimmten Voraussetzungen
maßgeblich,während ein Schutz vor Erosion
in den meisten Fällen erwartet werden kann. Sowohl
beim Abfluss als auch beim Erosionsschutz ist
die Wirkung des Waldes begrenzt. Wird das Leistungspotential
des Waldes bei der Beeinflussung des
Abflusses überschritten, verhält sich ein Standort wie
wenn er unbewaldet wäre.Geschieht das gleiche bei
einem Wald mit Erosionsschutzwirkung, wird neben
dem Boden auch der darauf stockende Waldbestand
erodiert. Dies kann sich ins besondere dann negativ
auswirken, wenn das dabei entstehende Schwemmholz
zu Verklausungen und damit zu größeren
Schäden führt.
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Der Bergwald und seine hydrologische Wirkung - eine unterschätzte Größe?
In Zeiten einer Häufung von Schadereignissen
durch Hochwasser, Muren und Rutschungen wird
zwangsläufig die Frage nach der Effizienz der bisherigen
technischen Maßnahmen, flächenwirtschaftlicher
Eingriffe und der Bewirtschaftung der Oberfläche
von solchen Ereignissen betroffener Gebiete
gestellt. Eine gute Waldausstattung in alpinen Einzugsgebieten
wurde früher als Versicherung gegen
Naturgefahren angesehen. In den letzten Jahren
wird jedoch die Wirkung der Waldvegetation als
Schutz vor Naturgefahren immer stärker hinterfragt.
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Wald als Element einer Risikokommunikation über Hochwasser
Die Eigenvorsorge der Bevölkerung könnte die
Schäden durch Naturereignisse effektiv verringern.
Voraussetzung dafür ist jedoch, die in der Gesellschaft
verbreiteten Verarbeitungsmuster wie Nicht-
Wahrnehmen der Naturgefahren, Verdrängen, Vertrauen
auf staatliche Abhilfe und Ohnmacht im
Angesicht der Gefahren in einen respektvollen Umgang
mit Naturgefahren zu überführen. Für eine
Kommunikationsstrategie ist es daher notwendig,
die Wahrnehmung der Gefahren wieder in den Alltag
der Bevölkerung zurück zu bringen.
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Das Hochwasser vom August 2005 aus der Sicht einer betroffenen Kommune
Regelmäßig treten im Bereich der Stadt Moosburg
Hochwasser auf. Am Beispiel des Augusthochwassers
2005 wird gezeigt, welche Maßnahmen
zum Schutz der Bevölkerung von der Stadtverwaltung
ergriffen werden und wie die Behörden im
Katastrophenfall zusammenarbeiten.Der Artikel gibt
Empfehlungen zum vorbeugenden Hochwasserschutz
an die Bürger und beschreibt die Auswirkungen
der hohen Überschwemmungsgefährdung
auf die Bauleitplanung. Erwartungen
der Kommune im Hinblick
auf das Hochwasserrisikomanagement
an Fachbehörden
und Freistaat runden
den Artikel ab.
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Schutzwaldmanagement - ein Beitrag zum Hochwasserschutz
Der Bergwald leistet einen wichtigen Beitrag
zum Hochwasserschutz. Die Wirksamkeit des Bergwaldes
für den Hochwasserschutz hängt von vielen
Einflussfaktoren ab und muss sehr differenziert
betrachtet werden. Negative Entwicklungen im Bergund
Schutzwald wie Verlichtung,Windwurf, Borkenkäfer,
überhöhte Wildbestände und Waldweide beeinflussen
das Abflussgeschehen negativ. Im Rahmen
eines Schutzwaldsanierungsprogramms wird
in Bayern versucht, die Funktionstauglichkeit von
Schutzwäldern wieder herzustellen. Zur Vermeidung
von teueren Sanierungsfällen müssen die Maßnah--
men im Rahmen eines Schutzwaldmanagements
vermehrt auf vorbeugende Schutzwaldpflegemaßnahmen
gelenkt werden.
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Die Sanierung der Unteren Salzach
Die Untere Salzach ist Grenzfluss zwischen
Bayern und Österreich. Die ca. 60 km lange Strecke
reicht von der Saalachmündung nördlich von
Salzburg bis zur Mündung in den Inn. Die Korrektionen
im 19. und 20. Jahrhunderts führten zu
anfangs gewollten Eintiefungen der Flusssohle, die
allerdings in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
ein kritisches Ausmaß erreichten. Weitreichende
Auswirkungen, auch auf die angrenzenden
Ökosysteme (Auwälder, Nebengewässer, etc.),
waren die Folge. In einem integralen Sanierungsprojekt
soll nun die Sicherheit an der Salzach
wiederhergestellt sowie die Fluss- und Auenlandschaft
entscheidend verbessert werden.
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Vorbeugender Hochwasserschutz in der Ländlichen Entwicklung
Wichtige Grundlage für einen effektiven und
nachhaltigen Hochwasserschutz ist die Erarbeitung
eines übergeordneten und raumbezogenen Orientierungs-
und Handlungsrahmens. In der Regionalen
Landentwicklung Auerbergland wurde deshalb eine
auf die Wassereinzugsgebiete bezogene und fachübergreifende
Pilotstudie für die betreffenden Gemeinden
erstellt. Sie ist Voraussetzung für ein
koordiniertes und strategisches Vorgehen aller Beteiligten
bei der Umsetzung flächenbezogener und
dezentraler Maßnahmen zum vorbeugenden Hochwasserschutz
im Rahmen einer zukünftigen Bodenordnung.
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Integrale Planung von Erstaufforstungen am Beispiel der Paar in der Gemeinde Geltendorf
In diesem Beitrag - basierend auf einer Studie der
LWF - wird den Fragen nachgegangen, wie die
integrale Planung von Erstaufforstungen aussehen
kann und welchen Beitrag Aufforstungen zum vorbeugenden
Hochwasserschutz in kleinen Einzugsgebieten
leisten.
Die integrale Planung für raumbedeutsame Maßnahmen
ist bereits in Richtlinien und Gesetzen verankert.
Fast ausschließlich schriftliche Stellungnahmen
dienen der Umsetzung. Mündliche Besprechungen
am runden Tisch bilden eher die Ausnahme.
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