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Beiträge zur Schwarzpappel - LWF-Wissen 52
Die Schwarzpappel: Eine seltene und wenig beachtete Baumart

LWF Wissen 52: Beiträge zur Schwarzpappel
Das Kuratorium „Baum des Jahres“ wählte die Schwarzpappel zum Baum des Jahres 2006. Die Schwarzpappel ist nicht nur eine selten gewordene Baumart, sie macht auch aufmerksam auf den in Mitteleuropa am meisten gefährdeten Waldstandort - die Weichholzaue. Die Hochwasser-Katastrophen der letzten Jahre und jahrzehnte rücken die Auenbereiche wieder in den Mittelpunkt einer weitsichtigen Landes- und Bauplanung.
Bereits der forstliche Hochschullehrer und Volksbildner Emil Adolf Roßmäßler hat in seinem Werk „Der Wald“ 1862 die Schwarzpappel als eine charaktervolle und großartige Baumart beschrieben. Dieser großartigen Baumart war die Tagung zur Schwarzpappel am 19. Mai 2006 in Essenbach bei Landshut gewidmet. Eingeladen hatten die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Der vorliegende Schwarzpappel-Bericht informiert über die Dendrologie der Schwarzpappel und ihre ökologischen Anpassungen an die Aue, über die ökologischen Verzahnungen der Schwarzpappel zu Tier- und Pflanzenarten der Weichholzauche wie auch über die aktuelle Auwald- und Hochwasserproblematik. Auch Beiträge zum Holz der Schwarzpappel und ihre arzneiliche Verwertung fehlen nicht.
Die Schwarzpappel: Baum des Jahres 2006
Die Schwarzpappel - zur Biologie einer bedrohten Baumart
Dargestellt werden die systematische Stellung, die Verbreitung, wichtige morphologische, reproduktionsbiologische und autökologische Eigenschaften der Schwarzpappel (Populus nigra). Die massive Zerstörung ihres Lebensraumes und der weit verbreitete Anbau nicht autochthoner Hybridpappeln verursachen die Gefährdung dieser Baumart in Mitteleuropa.
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Schmetterlinge und Käfer an der Schwarzpappel
Die genaue Anzahl von Schmetterlings- und Käferarten an der Schwarzpappel ist nicht bekannt. Die Gattung Populus ist für Schmetterlinge und Käfer jedoch äußerst attraktiv. In Deutschland sind an den heimischen Pappelarten über 500 Käfer und 87 Großschmetterlinge nachgewiesen, nur sehr wenige Arten scheinen jedoch exklusiv an die Schwarzpappel gebunden zu sein.
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Pilze an der Schwarzpappel
Leben und Vergehen unserer heimischen Bäume ist praktisch immer mit Pilzen in Verbindung zu bringen. Nicht anders stellt sich auch die Situation bei der Schwarzpappel dar. Beim Wachsen und Gedeihen stehen ihr Symbionten zur Verfügung.
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Erhaltung der genetischen Vielfalt der Schwarzpappel
Eingeschränkter Lebensraum und geringes wirtschaftliches Interesse an der Schwarzpappel reduzierten den Bestand der Schwarzpappel auf meist überalterte Reliktbäume oder kleine Reliktbestände. die Schwarzpappel ist in ihrem Fortbestand als Art hochgefährdet.
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Zum Vermehrungsgut von Schwarzpappel und ihrer Hybridformen
Bei der Erhaltung der gefährdeten Baumart Schwarzpappel (Populus nigra) spielt das Vermehrungsgut eine entscheidende Rolle. Regelfall bei der natürlichen Weiterverbreitung ist die Vermehrung über Samen, die jährlich in großem Umfang produziert werden. Wegen der Regulierung von Flüssen und dem Verschwinden von offenen, erodierten Rohböden finden die Samen jedoch vielfach keine geeigneten Keimstandorte mehr.
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Das Holz der Pappeln - Eigenschaften und Verwendung
Botanisch sind die Pappeln in fünf Sektionen unterteilt, von denen drei als Nutzholzerzeuger von Bedeutung sind. Hiervon sind in Deutschland bzw. Mitteleuropa zwei Sektionen mit den folgenden drei Arten heimisch: Die Schwarzpappel, die Weiß- oder Silberpappel und die Zitterpappel oder Aspe.
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Die Schwarzpappel in der Heilkunde
Die Schwarzpappel zählt zu den Weidengewächsen. Rinde, Blätter und Knospen wurden seit dem Mittelalter zur Herstellung von Drogen verwendet. Heute werden nur noch die harzigen, geschlossenen Winterknospen verwendet.
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