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Ergebnisse für Bayern
Bayern verfügt mit rund 25 000 Quadratkilometer Waldfläche über fast ein Viertel des Waldes in Deutschland. Diese Wälder erfüllen unverzichtbare Nutz-, Schutz und Erholungsfunktionen. Diese zu erhalten und zu verbessern, ist ein wesentliches Ziel nach dem Waldgesetz für Bayern.
Die Bundeswaldinventur II (BWI2) liefert verlässliche Daten über den Waldzustand und die Waldentwicklung in Bayern in den letzten 15 Jahren. Sie bildet somit eine wesentliche Informationsgrundlage für alle, die für unseren Wald Verantwortung tragen. Besonders wertvoll sind die Erkenntnisse über den Privatwald, dessen Anteil am Gesamtwald rd. 54 % beträgt und der sich auf rd. 700 000 Besitzer verteilt. Allein die Fläche des Kleinprivatwaldes (unter 20 ha Besitzgröße) erreicht in Bayern fast eine Million Hektar, das sind 37 % der Waldfläche unseres Landes.
Waldfläche und Waldstruktur
Zum Stichtag der Zweiten Bundeswaldinventur (BWI2) war Bayern auf einer Fläche von rund 2,56 Mio. Hektar mit Wald bedeckt. Fast ein Viertel (23,1 %) der Wälder der Bundesrepublik wachsen damit in Bayern. Folglich ist der Freistaat mit Abstand das Bundesland mit der größten Waldfläche. Auf jeden Einwohner kommen rechnerisch 0,21 ha Wald.
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Vorrat, Zuwachs und Nutzung
In diesem Kapitel werden Zahlen zur Thematik "Holz als Rohstoff" präsentiert. Daten zur Vorratsmenge und zur Verteilung des Holzvorrats nach Baumartengruppen und Regionen sind wichtig zur Einschätzung des potentiellen Rohholzaufkommens für die Holzindustrie. Für Prognosen und zur Beurteilung der Nachhaltigkeit der Holzproduktion sind aktuelle Zahlen zum Zuwachs in den bayerischen Wäldern, sowie eine Analyse der im abgelaufenen Zeitraum getätigten Nutzungen bedeutend.
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Schäden
Waldbäume sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Neben Insektenschäden und abiotischen Schadereignissen, wie Stürmen und Immissionen, werden Schäden durch Rücke- und Fällungsmaßnahmen sowie durch Wild hervorgerufen. Bei der BWI2 wurden Stammschäden, Schälschäden und Verbissschäden erhoben.
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Bergwald im Hochgebirge
Im Naturraum Bayerische Alpen werden an den Wald besonders hohe gesellschaftspolitische Anforderungen gestellt. Er prägt nicht nur die Landschaft und ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern schützt gleichzeitig die besiedelten Talbereiche und die wichtigen Verkehrswege vor Naturgefahren, wie z.B.Muren und Steinschlag. Um die Schutzfähigkeit der Wälder und ihre Stabilität zu beurteilen, sind besonders die Mischung der Baumarten, die Stammschäden und die vertikale Struktur der Wälder bedeutsam.
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Charakterisierung der Wälder nach Eigentumsarten
Als Eigentümer des Waldes in Bayern treten die Bundesrepublik Deutschland (= Bundeswald,BW), der Freistaat Bayern (= Staatswald, StW), öffentlichrechtliche Körperschaften (= Körperschaftswald, KW) und Private Waldbesitzer (= PW) auf.Wald im Eigentum der Religionsgemeinschaften (= Kirchenwald) zählt in Bayern zum Privatwald
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Inventurmethodik
Die Erste Bundeswaldinventur (BWI1) wurde in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts als permanente Stichprobeninventur konzipiert und angelegt. Dazu wurde das Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland mit einem Gitternetz im 4 km Linienabstand überzogen. In einigen Landesteilen wurde das Raster verdichtet, wodurch gesicherte Aussagen auch für waldärmere Gebiete möglich werden sollten.
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Zusammenfassung
Die Ergebnisse der BWI2 zeigen, dass der Laubbaumanteil in den letzten drei Jahrzehnten deutlich angestiegen ist, auf nun 31,6 %. Aufgrund der Förderung der Laubbäume in den letzten Jahren weisen die neu entstandenen Wälder und die jungen Bäume in der Vorausverjüngung heute sogar ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis von Nadelund Laubbaumarten auf. Häufigste Baumart in den Wäldern Bayerns bleibt aber die Fichte, auch wenn ihre Flächenanteile langsam zurückgehen.
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