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StMELFLWF → Die Kastanie / Rosskastanie - Rosskastanien sind Baum des Jahres 2005
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Beiträge zur Rosskastanie - LWF - Wissen 48

Eine der schönsten und bekanntesten Baumarten und beliebter Park- und Alleebaum

Beiträge zur Rosskastanie LWF - Wissen 48: Beiträge zur Rosskastanie

Die Baumart Rosskastanie ist nicht mit der Edel- oder Esskastanie zu verwechseln, auch wenn die Früchte - Kastanien - auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Sie ist dagegen mit der Baumart Ahorn so nahe verwandt, dass Botaniker sie nach neuesten Erkenntnissen beide in die botanische Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) stellen.

Am Habitus einer Rosskastanie fällt sofort ihre relativ breite, wolkige Krone auf. An den dicken Kastanien-Trieben erkennt man die sehr großen Knospen,die auf Grund von Harzausscheidung glänzen und kleben.
Rosskastanien können bis 2 m dick, 25-30 m hoch und 300 Jahre alt werden. Am Stamm des Kastanienbaums mit seiner groben Schuppenborke fällt bei genauerem Hinsehen meist starker Drehwuchs auf.

Das schönste Detail dieser Baumart sind wohl die sich Ende April bis Anfang Mai öffnenden Kastanien-Blüten. Die Blüten sind zu Hunderten in verzweigten, großen kerzenartigen Blütenständen vereinigt.
Bei der Rotblühenden Rosskastanie, die in kleinen Gärten und in Fußgängerzonen von Städten sehr beliebt geworden ist, handelt es sich um eine Kreuzung zwischen der Gemeinen Rosskastanie und der nordamerikanischen Pavie.

Die Heimat der Rosskastanie ist in den Mittelgebirgen Griechenlands, Albaniens und Mazedoniens zu finden. Erst der Mensch brachte sie nach Mitteleuropa, im Jahr 1576 zunächst nach Wien. Die Türken verbreiteten sie während ihrer Eroberungsfeldzüge quer durch Europa, da sie Kastanien als Futter für ihre Pferde dabei hatten.

Die Rosskastanie: Baum des Jahres 2005

 
Biologie und Ökologie der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum L.)
Kleines Bild Die Rosskastanie macht immer wieder im Jahr auf sich aufmerksam. Im Winter fallen ihre großen Knospen auf, ab April die großen gefingerten Blätter, im Mai ihr Blütenmeer und im Herbst die stacheligen Früchte mit den großen glänzenden Samen. Sie ist der Stadt- und Biergartenbaum schlechthin, wofür ihr starker Schattenwurf mit verantwortlich ist. Blütenbiologisch sind die Saftmale bemerkenswert, die den Insekten anzeigen, ob noch Nektar produziert wird und ob sich ein Blütenbesuch lohnt. weiter »
 
Schaderreger an der Rosskastanie neben der Miniermotte
Kleines Bild Der spektakuläre Seuchenzug der Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella), dessen Auswirkungen von jedem aufmerksamen Beobachter in Mitteleuropa während der letzten Jahre wahrgenommen werden konnte, erweckte im Zusammenhang mit den hierdurch entstehenden umfangreichen Blattschäden Sorge und besonderes Interesse für die Rosskastanie. Dabei darf nicht übersehen werden, dass es neben diesem neuen Schädling weitere Schaderreger an der Rosskastanie gibt. weiter »
 
Insekten an der Rosskastanie
Kleines Bild Wegen des Auftretens der Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella) erlangte die Roßkastanie besondere Aufmerksamkeit in Presse und Öffentlichkeit. Dabei ist nur wenigen Menschen bewusst, dass es sich bei diesem weitverbreiteten, attraktiven Park- und Straßenbaum um einen Fremdling für Zentraleuropa handelt. Die Baumart wurde erst 1576 von Konstantinopel nach Wien gebracht und von dort weiter nach West- und Mitteleuropa verbreitet. Berücksichtigt man diese Tatsache, muss vielleicht auch das plötzliche Auftreten von "Schadorganismen" an der Roßkastanie unter einem anderen Blickwinkel gesehen werden. weiter »
 
Das Holz der Rosskastanie - Eigenschaften und Verwendung
Kleines Bild Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanu m L.) gehört zu den Splintholzbäumen bzw. nach anderer Terminologie zu den Holzarten mit "verzögerter Kernholzbildung". Das heißt, Splint- und Kernholzunterscheiden sich farblich nicht. Das Holz ist gelblichweiß. Es kann aber ebenso eine schwach rötliche bis bräunliche Tönung aufweisen wie auch des Öfteren- und dann fehlerhaft - unterschiedlich stark braunstreifig durch zogen sein. weiter »
 
Die Rosskastanie in historischen Gärten - Beispiele aus Ost- und Süddeutschland
Kleines Bild Die Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) fand nach ihrer Einführung durch den Botaniker Carolus Clusius 1576 in Wien mannigfaltige Verwendung in deutschen Gärten, gleichermaßen in den formalen Anlagen des 18. wie in den landschaftlichen Anlagen des 19. Jahrhunderts. Sie kommt dort zum einen als Allee- und Reihenpflanzung vor, zum anderen als Einzelbaum, Baumgruppe und Hain. Allerdings sind heute in den historischen Gärten nur noch wenige Rosskastanien vorhanden, die der jeweiligen Erstbepflanzung zugerechnet werden können. weiter »
 
Bäume für Kinder für Bäume
Kleines Bild Der Titel dieses Aufsatzes "Bäume für Kinder für Bäume" ist dem Motto des Kuratoriums Baum des Jahres "Menschen für Bäume für Menschen" entlehnt. "Bäume für Kinder" enthält die Botschaft: Bäume haben für die heranwachsenden Kinder eine hohe Bedeutung. "Kinder für Bäume" sagt aus, dass jedes Kind die Gabe entwickeln kann, positive Gefühle für Bäume zu empfinden. weiter »
 
Samen der Rosskastanien in der Medizin
Kleines Bild Jeder kennt die Gemeine (weiße) Rosskastanie, den unverwechselbaren Garten-, Park- und Alleebaum, den bevorzugten Schattenspender der Höfe, Dorfplätze, Biergärten und Gartenlokale. Weniger bekannt ist jedoch die herausragende Position der Rosskastanie Aesculus hippo - castanum L. als Spender bedeutender Ausgangsstoffe für die Herstellung pharmazeutischer Produkte und ihrer Verwendung in der gegenwärtigen Medizin. weiter »
 
Zusammenfassung
Kleines Bild Seit 1989 wird jährlich eine Baumart zum "Baum des Jahres" gekürt. In bewährter Weise stellt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in einem Tagungsband in der Reihe LWF Wissen "Beiträge zum Baum des Jahres" vor, die diese Baumart aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Viele dieser Beiträge entsprechen den Vorträgen der gemeinschaftlichen Fachtagungen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. weiter »