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Raupe »Nimmersatt« bringt Eichen in Not - LWF aktuell 88
Die klimatischen Veränderungen, die wir in Bayern und auf der ganzen Welt beobachten, stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Für den notwendigen Waldumbau ist bereits viel geschehen. Dabei setzen die Waldbesitzer auf durchaus bewährte klimatolerante heimische Baumarten wie Buche, Eichen und Bergahorn. Allerdings mussten wir in den vergangenen Jahren auch beobachten, dass bei der Baumarteneignung im Klimawandel auch die Situation im Waldschutz zu beachten ist.
Im Jahr 2007 wurde in Deutschland und ein Jahr später in Bayern ein Pilz mit dem unscheinbaren Namen »Falsches Weißes Stengelbecherchen« nachgewiesen. In kurzer Zeit hat er sich in ganz Bayern etablieren können. Der Pilz ist verantwortlich für das sogenannte Eschentriebsterben. Mittlerweile ist der forstliche Eschenanbau fast völlig zum Erliegen gekommen. Auch unsere Trauben- und Stieleichen werden derzeit von mehreren Forstschädlingen regelrecht in die Zange genommen. Eine sogenannte »Eichenfraßgesellschaft«, bestehend aus Eichenprozessionsspinner, Eichenwickler, Schwammspinner und Frostspanner, ist mitverantwortlich für ein lokales Absterben von Eichen, das seit 2010 in warmgetönten Regionen Unter- und Mittelfrankens auftritt. »Unterstützung« erhält diese Eichenfraßgesellschaft durch Eichenprachtkäfer, Echten Mehltau und Witterungsextreme. Eine Erholung unserer Eichen ist leider noch nicht zu erkennen.
Und als ob dies alles nicht schon genug wäre, drängen – angetrieben vom Motor der Globalisierung und auch von der Klimaerwärmung – Arten nach Bayern, auf welche wir gerne verzichten würden. Jüngstes Beispiel ist die Asiatische Ulmenbürstenhornblattwespe, kurz Ulmenblattwespe. Die Europäische Pflanzenschutzorganisation EPPO hat diese aus Ostasien stammende Blattwespe als invasive Art eingestuft und in ihre Alarmliste aufgenommen. Welche waldschutzrelevante Bedeutung der Asiatischen Ulmenblattwespe für die ohnehin schon vom Ulmensterben geplagten Ulmen zukommt, bleibt abzuwarten. Unsere Waldschutzexperten werden sich auch um diese Art intensiv kümmern. So bleibt sicherlich auch in den nächsten Jahren für unsere Waldschützer viel zu tun, um unsere Wälder vor gravierenden Schäden zu bewahren.
Schwerpunkt
Verbreitung und Populationsdynamik des Eichenprozessionsspinners
Seit Herbst 2008 werden die auf die Eiche einwirkenden Schadorganismen und die daraus resultierenden Schadbilder in Abhängigkeit von den jeweils herrschenden biotischen und abiotischen Rahmenbedingungen untersucht. Das Schwergewicht liegt auf Grund aktueller Entwicklungen auf der wärmeliebenden Art Eichenprozessionsspinner. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen die Populationsentwicklungen in Beständen unterschiedlicher Waldstruktur, Höhenlage und Temperaturen, die Auswirkungen des Fraßgeschehens auf die Vitalität der Eichen sowie die Erarbeitung von Grundlagen für geeignete Prognosemethoden.
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Das neue Pflanzenschutzrecht
Im Februar 2012 ist das neue deutsche Pflanzenschutzgesetz in Kraft getreten, das die von der Europäischen Union vorgeschriebenen Normen umsetzt. Dabei haben sich die Anforderungen an den Pflanzenschutz im Wald zum Teil deutlich erhöht, die sich vor allem in formalen Regelungen und weniger in der praktischen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln niederschlagen.
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Bacillus-thuringiensis-Präparate für den Waldschutz
Um Massenvermehrungen blattfressender Schmetterlingsarten einzudämmen, wurde in Bayern seit Beginn der 1970er Jahre das B.t.-Präparat »Dipel ES« mit großem Erfolg eingesetzt. Es basiert auf dem Bakterium Bacillus thuringiensis. Die Wirkungsweise dieser Präparate ist einzigartig und soll im Folgenden in ihrer Bedeutung für den Waldschutz dargestellt werden.
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Ozonbelastung der Wälder
Die »Ozon-Alarm«- Meldungen und Berichterstattungen in den Medien haben in den letzten Jahren nachgelassen, obwohl die Konzentrationen bodennahen Ozons auch seit dem letzten Jahrzehnt weiter ansteigen. Das konkrete Ausmaß der Schadwirkung auf die sich langfristig entwickelnden Baumbestände ist auf Grund vielfältiger Umwelteinflussfaktoren schwierig quantitativ zu erfassen. Neueste Forschungsergebnisse unterstreichen die schädliche Wirkung von Ozon.
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Entwicklung des Eschentriebsterbens
Heimische Eschen werden durch den Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus derzeit massiv in ihrer Verbreitung und Entwicklung beeinträchtigt. Der Verursacher des Eschentriebsterbens, auch »Falsches Weißes Stengelbecherchen« genannt, hat sich mittlerweile in 22 Ländern Nord-, Ost- und Mitteleuropas etabliert und ist auch in Bayern flächendeckend in den Eschenbeständen anzutreffen.
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Muß es immer Eiche sein?
Wohl keine anderen Baumarten halten wir für so urwüchsig wie unsere heimischen Eichen. Außerdem wissen wir, dass unsere Eichen Bäume der Ebenen und des Hügellandes und damit an Wärme und Trockenheit angepasst sind. Umso mehr beunruhigt es uns, wenn neuerdings vermehrt von Eichenschäden berichtet wird. Sind die Eichen im Klimawandel wirklich eine sichere Bank, wie immer behauptet wird? Oder lassen die jetzt beobachteten Schäden als Vorboten des Klimawandels Schlimmes für ihre Zukunft befürchten?
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Asiatische Ulmenblattwespe erstmals in Bayern nachgewiesen
Im Herbst 2011 wurde bei Passau die Larve eines Schädlings gefunden, der bisher in Deutschland noch nicht aufgetreten war: die Ulmenbürstenhornblattwespe Aproceros leucopoda (Kraus et al. 2011). Sind die eingeschleppten Blattwespenraupen eine Bedrohung für Ulmenbestände?
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Zertifizierte Prozessbegleiter für den Bergwald
In Tirol und Bayern arbeiten Waldaufseher und Förster engagiert am Erhalt und an der Pflege des Berg- und Schutzwaldes. Damit ihr Einsatz nachhaltig dem Wald nützt, müssen sie die vielfältigen und unterschiedlichen Interessen und Ansprüche, die an den Bergwald gestellt werden, in ihre Arbeit mit einbeziehen.
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Die Saatguternte im Jahr 2011
Das Jahr 2011 entwickelte sich trotz der starken Spätfröste Anfang Mai, die vor allem in den nördlichen Landesteilen Bayerns stärkere Schäden verursachten, zu einem außerordentlich ergiebigen Erntejahr.
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Des Pastors schwarze Taube
Als lernfähiger Rabenvogel wusste die Dohle die Vorzüge menschlicher Siedlungen und Kulturlandschaften schon sehr früh zu nutzen. Sie und viele andere Arten folgten dem Menschen in dessen Kulturlandschaft nach. Heute jedoch müssen sich die so erfolgreichen Kulturfolger von einst mit einem immer rasanteren Strukturwandel in unserer Kulturlandschaft arrangieren.
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WKS-Witterungsreport und WKS-Bodenfeuchtemessungen
WKS-Witterungsreport: Nach einem milden Januar erstarrt der Februar 2012 in der Eiseskälte eines russischen Kältehochs. Nach »Gefriertrocknung« im Februar sorgen Schnee und Eisschmelze zum Vegetationsstart für prall gefüllte Bodenwasserspeicher
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Zwei neue kommunale Naturwaldreservate in Frankens Wäldern
Große, ausladende Altbuchen auf einem blocküberlagerten Basaltkegel und ein urtümlich wirkender Erlenbestand bilden die Kernbereiche des vierten bzw. fünften kommunalen Naturwaldreservates in Bayern. Bis zum Jahr 1997 gab es die Naturwaldreservate in Bayern ausschließlich im Staatswald. Mit der Novellierung des Waldgesetzes für Bayern zum 1. Januar 1998 wurde auch Kommunen die Möglichkeit geschaffen, geeignete Flächen als Naturwaldreservate ausweisen zu lassen. Im Jahr 2011 wurde mit der Ausweisung der beiden Naturwaldreservate Stengerts für die Stadt Bischofsheim a.d. Rhön und Seelaub für die Gemeinde Oberhaid bei Bamberg der Antrag der beiden Kommunen umgesetzt.
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Abgrenzung der Natura 2000-Waldflächen
Zur Erfassung und Bewertung von FFH-Lebensraumtypen in den Natura 2000-Gebieten des bayerischen Alpenraums wird vorrangig auf Informationen aus den amtlichen Luftbilddaten des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation zurückgegriffen. Da die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft nur für die Kartierung der Waldflächen zuständig ist, ergibt sich die Notwendigkeit, die aktuelle Waldfläche von der Offenland- sowie Latschenfläche abzugrenzen.
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Serie Nachhaltigkeit
Der Wandel in der Besitzstruktur im Privatwald Bayerns
Mit 57 Prozent bzw. rund 1,4 Millionen Hektar liegt mehr als die Hälfte des Waldes in den Händen privater Waldeigentümer. Das Waldeigentum in Bayern ist damit weit gestreut, aber auch tief in der Bevölkerungsstruktur Bayerns verankert. Entsprechend vielschichtig stellen sich die Interessen und Ziele der Waldbesitzer dar.
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Kurz & Bündig
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