Inhalt:
zurück zum Seitenanfang|
Jungbestandspflege - LWF aktuell 86 (aktualisierte Fassung)
Die Pflege sehr junger Bestände ist aus ökonomischer Sicht stets mit Kostenaufwand verbunden. Den meisten Waldbesitzern ist durchaus bewusst, dass in der Regel in Jungbeständen ein früher Pflegeeingriff notwendig ist, um damit die weitere Bestandsentwicklung in diejenigen Bahnen zu lenken, die den forstlichen Zielen des Waldbesitzers am nächsten kommen. Trotz dieses Wissens um die Bedeutung der Jungwuchs- und Jungbestandspflege werden auf Grund kurzfristiger und kurzsichtiger Überlegungen heraus oftmals notwendige Pflegemaßnahmen zeitlich hinausgeschoben. So manche waldbauliche Chance ist damit vertan. Das ist umso bedauerlicher, als dass vor dem Hintergrund des Klimawandels unsere Waldbestände an durchaus schwierige Klimaverhältnisse angepasst werden müssen. Denn die Jungbestände von heute müssen sich auch in dem Klima im Jahr 2050 oder 2080 zurecht finden.
Aber es gibt neben der ökonomisch begründeten »Pflegebremse« noch einen weiteren wichtigen Punkt, warum es mit der Jugendpflege bisweilen schlecht bestellt ist. So mancher Waldbesitzer kann schon mal in seiner Verjüngung den Überblick über die wirklich notwendigen Maßnahmen verlieren.
Um die Jugendpflege in unseren Wäldern auf großer Fläche erfolgreich zu unterstützen, erarbeitete die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zusammen mit Forstleuten aus der Forstverwaltung ein entsprechendes Fortbildungsprogramm. »Waldbautrainer« der Bayerischen Forstverwaltung vermittelten den Beratungsförstern der Forstverwaltung wichtige Kenntnisse zum Thema effektiver und effizienter Jugendpflege. Neben dem ökonomischen und waldbaulichen Wissen haben die Waldbautrainer dabei auch Fragen zu Waldschutz und Naturschutz bearbeitet.
Die wichtigsten Ergebnisse aus dem »Waldbautraining Jugendpflege« hat die LWF in diesem Heft für Sie zusammengestellt.
-
Jungbestandspflege
LWF aktuell 86 kann über den Bestellservice der LWF bezogen werden.
-
Inhaltsverzeichnis
 LWF aktuell 86: Jungbestandspflege
-
Die LWF aktuell 86 ist am 9. Januar 2012 erschienen. Bis Anfang Juni 2012 werden laufend einzelne Beiträge online publiziert und stehen zum Herunterladen zur Verfügung. In dieser Zeit kann das gesamte Heft nur über unserem Bestellservice als Printausgabe bestellt werden. Nach Ablauf eines halben Jahres steht auch die Gesamtausgabe des Heftes als Download bereit.
-
LWF-Publikationen
Links zu den LWF-Publikationen wie LWF aktuell, LWF Wissen oder LWF-Merkblätter
-
Newsletter Veröffentlichungen der LWF
Verpassen Sie keine Neuerscheinung unserer Publikationen wie LWF aktuell, LWF Wissen oder den Witterungsreport der Waldklimastationen
Schwerpunkt
Jungbestandspflege - wichtige Weichenstellung für zukünftige Wälder
Der Aufgabe, die Baumartenzusammensetzung in Dickungen zu einer risikoärmeren Baumartenmischung hin zu steuern, kommt vor dem Hintergrund der prognostizierten klimatischen Änderungen eine besondere Bedeutung zu. In den Waldbautrainings der Bayerischen Forstverwaltung wurde deshalb eine positive, einzelbaumbezogene Vorgehensweise bei der Jungbestandspflege vorgestellt und trainiert.
weiter »
Naturschutzfachliche Aspekte zur Pflege von Jungbeständen
Die Art und Weise der Jungbestandspflege hat meist eine große Auswirkung auf die spätere »naturschutzfachliche Qualität« einer Waldfläche. Mit Blick auf eine möglichst naturnahe Bewirtschaftung des Waldes werden wichtige Hinweise gegeben, unter anderem zum Zeitpunkt der Pflege, zu Bestandsstrukturen, zur Entwicklung zukünftiger Biotopbäume oder auch zur Einbettung der Pflegefläche in die umliegenden Waldbestände.
weiter »
Das neue Pflegekonzept im Praxistest
Seit Sommer 2010 findet das vorgestellte Pflegekonzept in der Jugendpflege und der erstmaligen Jungdurchforstung in der Praxis vermehrte Anwendung. Erste Erfahrungswerte und Stimmen aus der Praxis sollen hier zusammengetragen werden.
weiter »
Saat und Pflanzen
Durchforstung und Genetik
Der Mensch greift mit seinem waldbaulichen Handeln nicht nur in die augenfällige Struktur und Baumartenzusammensetzung der Wälder ein, er kann damit auch ganz entscheidend ihre genetische Zusammensetzung prägen.
weiter »
Wald - Wissenschaft - Praxis
Kurzumtriebsplantagen in Bayern
Steigende Energiepreise, die Endlichkeit fossiler Rohstoffe und der Super-GAU in Fukushima verdeutlichen die Wichtigkeit der nachwachsenden Rohstoffe für unsere Energieversorgung. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Holz der wichtigste Energielieferant. Dies führte bereits im Mittelalter zu einer Holzknappheit, woraufhin zum einen Vorschriften über die »nachhaltige« Forstnutzung erlassen wurden, zum anderen wurden spezielle Nutzungsformen, wie zum Beispiel die Niederwald- und Mittelwaldwirtschaft, entwickelt, die die Energieversorgung sicherstellen sollten. Heute erleben diese alten Bewirtschaftungsweisen in modifizierter Form wieder eine Renaissance.
weiter »
Klima en détail
Landesweit sind jetzt langjährige Monatswerte der Lufttemperatur und des Niederschlags zur klimatischen Charakterisierung Bayerns und weiteren ökologischen Anwendungen verfügbar.
weiter »
Dem Totholz auf der Spur
In Urwäldern ist Totholz ein elementares Strukturelement, das wichtige ökologische Funktionen erfüllt. Die Naturwaldreservatsforschung in Bayern untersucht seit nunmehr drei Jahrzehnten, wie sich die Totholzvorräte in ehemals bewirtschafteten Wäldern entwickeln.
weiter »
Kurz & Bündig
|