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Bergwaldwirtschaft - LWF aktuell 84
Die Aufgaben, die der Wald im Gebirge zu erfüllen hat, sind ausgesprochen vielfältig. Er schützt die Bewohner und Besucher vor Naturgefahren, als prägendes Landschaftselement besitzt er eine große Bedeutung für Tourismus, Erholung und Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist er Arbeitsplatz, Sparkasse und Einnahmequelle für die Waldbesitzer.
Der Bergwald kann seine multifunktionalen Aufgaben nachhaltig jedoch nur erfüllen, wenn alle beteiligten Personen und Gruppierungen, die mit dem Wald in irgendeiner Weise verbunden sind, am gleichen Strang ziehen. Damit dieses Ziel auch tatsächlich erreicht werden kann, müssen alle Beteiligten kompromissbereit und mit Rücksicht und Verständnis auf die anderen zugehen. Die Förster der Bayerischen Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten gehen an ihre Aufgaben mit großem Engagement und mit Begeisterung heran. In diesem Heft wollen wir daher vor allem Forstpraktiker zu Wort kommen lassen. Sie stellen die Bedeutung der Holznutzung für den Erhalt der Bergwelt ebenso heraus wie auch die Probleme, mit denen sie in der Bergwaldbewirtschaftung tagtäglich konfrontiert werden. Sie nennen aber auch Lösungswege und belegen diese mit eindrucksvollen Beispielen. Dennoch gibt es auch viele Beispiele, wo über Jahrzehnte hinweg die Bedeutung des Waldes nicht erkannt wurde. Vor 25 Jahren hat die Bayerische Forstverwaltung Schutzwaldsanierungsstellen ins Leben gerufen, um Wälder, die ihre Schutzfunktionen nicht mehr erfüllen können, zu sanieren. Mittlerweile hat die Forstverwaltung über 70 Millionen Euro in Pflanzmaßnahmen und technische Verbauungen investiert. Um die Schutzfunktionen im Privat- und Körperschaftswald nachhaltig zu sichern, hat die Bayerische Staatsregierung als Teil ihres Klimaprogramms 2020 die Bergwaldoffensive gestartet. Daher soll auch eine Fachstelle für Schutzwaldmanagement zu Worte kommen, die über ihre Arbeiten im Wald und mit den Menschen berichtet.
Schwerpunkt
Bergwaldbewirtschaftung
Das »Internationale Jahr der Wälder« kommt gerade recht. Soll doch damit auf die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung der Wälder für die heutigen und zukünftigen Generationen hingewiesen werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewirtschaftung der Wälder. Manchmal hat man den Eindruck, als ob wir dies vergessen hätten.
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Waldumbau am Blomberg
Der Jagdgenossenschaft Oberfischbach und insbesondere dem damaligen Jagdvorsteher Josef Schauer ist es gelungen, die Wildbestände im Jagdrevier so zu bewirtschaften, dass sich seit Beginn der 1990er Jahre großflächig tannenreiche Mischverjüngungen in den sich zum Teil durch Sturm, Schneedruck und Borkenkäfer auflösenden Altbeständen etablieren konnten. Mit der Nominierung zum Alpinen Schutzwaldpreis 2010 in der Kategorie »Erfolgsprojekte« am 21. Januar 2011 in Chur fand diese außergewöhnliche Leistung auch internationale Anerkennung.
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Von Nachbarn lernen
Tiroler Schutzwaldplattformen und Bayerische Bergwaldforen wollen Menschen für den alpinen Berg- und Schutzwald gewinnen
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Chance oder Risiko? Saat im Schutzwald
Die Saat der Baumarten Fichte, Tanne, Buche und Lärche im hochmontanen Bereich der Bayerischen Kalkalpen könnte eine interessante Alternative gegenüber der betreuungs- und kostenintensiven Pflanzung eröffnen. Damit begibt man sich auf die Spuren »alten« Wissens, das durch die derzeit gängige Verjüngungstechnik nahezu in Vergessenheit geraten ist.
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Ein starkes Team!
Ein bunt gemischtes Team aus chemisch-technischen, pharmazeutisch-technischen und landwirtschaftlich-technischen AssistentInnen, einer Forstwirtin und einer Biologin arbeitet derzeit in den Laboren des ASP. Forstgenetische Forschung in nationalen und internationalen Projekten, aber auch Routine- und Auftragsarbeiten werden mit viel Engagement und großer Genauigkeit ausgeführt. Ein ausgeprägter Teamgeist und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen sind notwendig, um diese vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen.
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Natürliche Bestandsentwicklung in Bergmischwäldern des Bayerischen Waldes
Die Naturwaldreservate des Bayerischen Waldes waren 2009 ein Schwerpunkt in der Naturwaldforschung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.Im Hinblick auf den anstehenden Klimawandel sollen so mögliche künftige Änderungen in der Artenzusammensetzung bei verschiedenen Artengruppen festgestellt werden können.
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Verfahrenstest zum Forstlichen Gutachten 2009
Im Jahr 2009 wurde bei der Erstellung der »Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung« neben dem Regelverfahren in ausgewählten Landkreisen ein Verfahrenstest durchgeführt. Ziel des Testlaufs war es, Möglichkeiten zu finden, die Aussagekraft der Forstlichen Gutachten weiter zu stärken und somit eine noch höhere Akzeptanz bei allen Beteiligten zu erreichen.
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Verändern Douglasien Wasser und Boden?
Nicht nur für Privatwaldbesitzer ist die Douglasie mit ihrer hohen Massen- und Wertleistung derzeit eine attraktive Nadelholzalternative zum »Brotbaum« Fichte, deren Anbau an vielen Standorten infolge des Klimawandels zunehmend risikoreicher wird. Auch die waldbaulichen Rahmenplanungen der Bayerischen Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten sehen eine Steigerung des Douglasienanteils im bayerischen Staatswald vor. Dies wird vermutlich Konsequenzen für den Waldboden und das Waldbodensickerwasser, das eine wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung spielt, haben - die Frage ist nur: Welche? Die Zeit drängt, dies genauer zu wissen, denn jedes Jahr werden in Bayerns Wäldern eine Million Douglasien gepflanzt.
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Kurz & Bündig
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