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Berufsziel Forst - Vielfalt im grünen Bereich - LWF aktuell 83
Als ich mich im Wintersemester 1976/77 bei der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München für den Studiengang Forstwissenschaft immatrikulierte, war für mich und viele meiner Kommilitonen das Ausbildungsziel schon klar. Wir alle wollten - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nach unserem Studium in den höheren Forstdienst der Landesforstverwaltungen eintreten und an den Forstämtern die Geschicke des Waldes lenken und steuern. Damals gab es durchaus noch gute Aussichten, dieses Ziel zu erreichen. Von den etwa 100 Studienanfängern schloss circa die Hälfte ihr Studium erfolgreich ab und wiederum die Hälfte dieser Absolventen konnte nach der Referendarzeit mit einer Übernahme in den Staatsdienst rechnen. 1984, nach der Großen Forstlichen Staatsprüfung, begann dann meine forstliche Laufbahn in der Bayerischen Staatsforstverwaltung. Diejenigen, die nicht den Weg in den Staatsdienst einschlugen, waren jedoch auf Grund ihrer breiten forstlichen Ausbildung keineswegs auf verlorenem Posten. Bereits damals fanden Forststudenten in den unterschiedlichsten Branchen ein Unterkommen.
Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Die Reformen und Umstrukturierungen in Forstverwaltungen und in Landesforstbetrieben führten zu geringerem Bedarf an »Förstern« als vor 30 Jahren. Und somit müssen mehr Forststudenten als früher nach ihrem Studium in »forstfernen« oder sogar »forstfremden« Berufssparten unterkommen. Dass dies trotzdem gelingt, ist ein Verdienst der Hochschulen und Universitäten, insbesondere auch der beiden Hochschulen in Freising-Weihenstephan. Neben den traditionellen forstlichen Berufsbildern erschließen sie mit ihrer breiten akademischen Ausbildung viele weitere Berufsfelder.
Einen Einblick in das forstliche Studium in Weihenstephan und über aktuelle und zukünftige Berufschanchen der Forststudenten soll Ihnen das vorliegende Heft vermitteln.
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Berufsziel Forst - Vielfalt im grünen Bereich
LWF aktuell 83 kann über den Bestellservice der LWF bezogen werden.
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Inhaltsverzeichnis
 LWF aktuell 83: Berufsziel Forst - Vielfalt im grünen Bereich
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Die LWF aktuell 83 ist am 06. Juli 2011 erschienen. Bis Anfang Januar 2012 werden laufend einzelne Beiträge online publiziert und stehen zum Herunterladen zur Verfügung. In dieser Zeit kann das gesamte Heft nur über unserem Bestellservice als Printausgabe bestellt werden. Nach Ablauf eines halben Jahres steht auch die Gesamtausgabe des Heftes als Download bereit.
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Berufsbild Förster
Podcast auf forstcast.net - Waldwissen zum Hören
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LWF-Publikationen
Links zu den LWF-Publikationen wie LWF aktuell, LWF Wissen oder LWF-Merkblätter.
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Newsletter Veröffentlichungen der LWF
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Schwerpunkt
Forstwissenschaftliche Ausbildung an der Technischen Universität München
Wer die Zukunft von Ökosystemen und Umwelt gestalten will, muss zunächst verstehen, wie sie funktionieren. Die biowissenschaftlichen Grundlagen bilden daher das Fundament des forstwissenschaftlichen Studiums am Wissenschaftszentrum für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München. Dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit folgend steht im Zentrum der universitären Ausbildung die Entwicklung der methodischen und persönlichen Kompetenzen, die für Führungsaufgaben in den Bereichen Wald, Natur, Umwelt und Management natürlicher Ressourcen benötigt werden.
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Forstliche Ausbildung an der HSWT
Besonders nah an der Praxis - und damit am Arbeitsmarkt - ist die forstliche Ausbildung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf: In Übungen, Praktika und Projekten, die 40 Prozent der Studienzeiten ausmachen, lernen die Studierenden die Praxis aktiv kennen. Dabei wenden sie ihr im Studium erworbenes Wissen an und entwickeln eine interdisziplinäre, praxisnahe Managementkompetenz auf wissenschaftlicher Basis. Der Bachelorstudiengang »Forstingenieurwesen« mit seinem breiten Angebot an ökologischen, ökonomischen und technischen Inhalten sowie mit seiner Förderung sozialer Kompetenzen sorgt für eine vielseitige Qualifikation, die am Arbeitsmarkt stark nachgefragt ist. Mehrere neue Studiengänge sorgen zudem für Vielfalt und Spezialisierungsmöglichkeiten.
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ZWFH: Knotenpunkt für forstliche Lehre
Die Technische Universität München, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gründeten 2003 das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, als Drehscheibe zwischen Forschern und Anwendern sind für die Studenten, vom wissenschaftlichen Spezialwissen der Grundlagenforscher bis hin zur Implementierung in die Praxis, Information zu allen Möglichkeiten eines späteren forstlichen Berufslebens im Zentrum vereint.
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Neugestaltung der Vorbereitungsdienste
Die bis vor einem Jahr gültigen Zulassungs-, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für den gehobenen technischen Forstdienst (ZAPO gtF) und für den höheren Forstdienst (ZAPO hF) stammten aus den Jahren 1977 und 1974. Sie entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Ausbildungsinhalte und -abläufe sowie an die Ausgestaltung der Laufbahnprüfungen. Beide Vorschriften wurden umfassend überarbeitet und zu einer Verordnung für die dritte und vierte Qualifikationsebene der Fachlaufbahn »Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Forstdienst« zusammengeführt.
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Welche Förster braucht die Forstverwaltung?
Manager, Multiplikator, Moderator - drei Rollen, die man mit dem Förster sicher nicht vorrangig in Verbindung bringt. Und doch, eben solche Tätigkeiten sind bei der täglichen Arbeit in der Forstverwaltung mehr gefragt denn je. Ob vor einer Gruppe von Waldbesitzern, dem Gemeinderat oder der Schulklasse, unsere Förster müssen verschiedenste Situationen meistern, mit verschiedensten Menschen umgehen. Dafür brauchen wir selbstverständlich kompetente Fachleute. Darüber hinaus aber vor allem Mitarbeiter, die sich als Partner verstehen - für Bürger, Kunden, Interessenvertreter - und für alle Themen um den Wald.
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Berufsbild Förster/-in im Staatswald
Der Arbeitsplatz der Bayerischen Staatsforsten umfasst 800.000 Hektar Staatswald mit 41 Forstbetrieben, 370 Forstrevieren, verschiedenen Serviceeinrichtungen wie Pflanzgarten, Bildungszentrum und Forsttechnik sowie der Unternehmenszentrale in Regensburg. Mit 2.900 Beschäftigten sind die Bayerischen Staatsforsten der größte Arbeitgeber in der deutschen Forst- und Holzbranche. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der entscheidende Schlüssel zum nachhaltigen Unternehmenserfolg. Obwohl der Abbau von Personal verpflichtend mit der Forstreform verbunden wurde, wird es in den nächsten Jahren zu nennenswerten Personaleinstellungen kommen.
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Gerüstet für das professionelle FZus-Management
Im Jahr 2007 hatten neun von zehn forstlichen Zusammenschlüssen in Bayern einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Hauptaufgabe ist die Bereitstellung und Vermarktung des nachhaltigen und umweltfreundlichen Rohstoffes Holz. Neben der Holzvermarktung bieten die Waldbesitzervereinigungen und Forstbetriebsgemeinschaften ein stetig wachsendes Angebot weiterer Dienstleistungen an, das sich von der Erstellung forstlicher Gutachten bis hin zu Waldpflegeverträgen erstreckt. Derzeit beschäftigen die bayerischen Zusammenschlüsse 88 Geschäftsführer mit forstlicher Ausbildung und sind damit ein wichtiger Arbeitgeber für diese Berufsgruppe.
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Die Zukunft der Forstindustrie
Die Forstindustrie befindet sich derzeit in einem großen Umbruch. Größere strukturelle Veränderungen - beispielsweise die Entwicklung im Bereich digitaler Medien und die steigende Nachfrage in den Schwellenmärkten - haben die traditionellen Sichtweisen stark verändert. Die Forst- und Bioindustrie bietet eine Vielzahl von Chancen für Absolventen der forstlichen Hochschulen. Vielfach muss das forstliche Wissen jedoch Eingang finden in forstfremde Anwendungsgebiete - eine Herausforderung für unsere »Nachhaltigkeitsingenieure« der Zukunft.
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Wir können nicht alles - aber vieles
Immer mehr Försterinnen und Förster finden heute außerhalb des klassischen Forstbereichs in alternativen Tätigkeitsfeldern gute Möglichkeiten für ihre berufliche Karriere. Seit Mitte der 1980er Jahre beobachtet der Arbeitskreis Forstliches Berufsbild e.V. die berufliche Situation der Forstakademiker in Deutschland. Die von »Förstern« besetzten alternativen Berufsfelder decken die gesamte Palette des Arbeitsmarktes ab. Die forstlichen Hochschulen setzen neben einem fundierten forstfachlichen Wissen auf ein breit gefächertes Angebot, das die Türen öffnen soll für den weiten Arbeitsmarkt umweltnaher Tätigkeitsfelder.
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Förster immer noch ein Traumberuf
Das klassische Bild des Försters gilt seit Jahrhunderten als Traumberuf. Doch Försterinnen und Förster sind längst nicht die Einzigen, die sich um den Wald kümmern. Je nach Vorbildung und persönlicher Neigung bieten sich verschiedene Möglichkeiten, einen Forstberuf zu ergreifen.
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Wald - Wissenschaft - Praxis
Bayerische Wälder: eine grüne Apotheke
Heute ist das wichtigste Produkt des Waldes das Holz, zumindest in Deutschland. Das war aber nicht immer so, und in vielen Teilen der Welt gibt es auch heute neben dem Holz weitere wichtige Produkte des Waldes, die sogenannten »Non Timber Forest Products«. Unter ihnen spielten die Arzneimittel eine wichtige Rolle, war doch die freie Natur für lange Zeit die einzige »Apotheke« der Menschen. Daneben offerierte der Wald auch Gewürze sowie pflanzliche Rohstoffe für Kosmetika. Diese Pflanzen werden heute international unter dem Begriff »Medicinal and Aromatic Plants« (MAPs) zusammen gefasst und stellen einen durchaus beachtenswerten wirtschaftlichen Faktor dar.
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Wälder in der Mongolei
Der zentralasiatische Staat hat mit »Dunkler« und »Heller Taiga« oder auch mit seinen »Saxaul-Wäldern« mehr als nur weite Wüsten und Steppen zu bieten
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Kurz & Bündig
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