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StMELFLWF → Forstliches Umweltmonitoring - Einsichten in den Wald
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Einsichten in den Wald - Forstliches Umweltmonitoring - LWF aktuell 82

Bayern ist mit 2,5 Millionen Hektar Wald das waldreichste Land in Deutschland. Mehr als ein Drittel der Landesfläche Bayerns ist mit Wald bedeckt. Diese Wälder ermöglichen uns, den wertvollen Rohstoff Holz dauerhaft zu nutzen. Neben seiner Rohstofffunktion dient der Wald aber auch Menschen, Tieren und Pflanzen als Erholungs- und Lebensraum. Zudem sichert und bewahrt er als Schutzwald über seine reine Fläche hinaus weite Teile unserer Umwelt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir an den Wald hohe Anforderungen stellen, um die ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen nachhaltig zu sichern. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir genau Bescheid wissen, was in unseren Wäldern passiert, wie und wohin sie sich entwickeln werden und welchen Risiken sie heute und morgen ausgesetzt sind. Dazu nehmen Forstwissenschaftler und Kollegen anderer Fachrichtungen den Wald auf vielfältige Weise »unter die Lupe«. Wissenschaftler ­beobachten ihn aus der Luft, ja sogar aus dem Weltraum heraus. Sie beobachten vom Boden aus mit dem Fernglas die Baumkronen und den Kronenaufbau ebenso wie mit Satelliten aus dem Weltall die Baumartenzusammensetzung kleiner und großer Waldgebiete.


Das Waldmonitoring ist ein wichtiges Instrument der Umweltvorsorge und Nachhaltssicherung. Es liefert »harte Daten und Fakten«, auf die Waldbesitzer, Forstleute, Forst- und Holzwirtschaft, Vereine und Verbände und ­unsere Politiker angewiesen sind, damit sie die für den Wald bedeutsamen, richtigen Entscheidungen treffen können. Um den Wald nachhaltig bewirtschaften zu können, brauchen wir eine fundierte Wissensbasis.


In diesem Heft zeigen Fachleute und Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft anhand erhobener Daten aus unterschiedlichen Monitoringprogrammen, welche Bedeutung das Monitoring im Wald für uns alle hat.

Schwerpunkt

 
Den Klimawandel fest im Blick
Kleines Bild Das ehemals zur raschen Schadensinventur »Neuartiger Waldschäden« in Bayern und Baden-Württemberg entwickelte Verfahren der Kronenzustandserhebung ist noch heute eine unentbehrliche Stütze der forstlichen Umweltbeobachtung. Aktuelle Informationen zur sicheren Bewertung bestehender Risiken für den Wald sind in Zeiten eines dynamischen Klimawandels wichtiger denn je. Die jährliche Kronenzustandserhebung liefert zuverlässige Aussagen zur Vitalitätsentwicklung der Waldbäume in ganz Europa. weiter »
 
Luftschadstoffbelastung der Wälder rückläufig
Kleines Bild Der Säureeintrag in die Wälder ist dank der Maßnahmen zur Luftreinhaltung stark rückläufig. Die Minderung eutrophierender Stickstoffeinträge bleibt vielerorts noch hinter den gesteckten Zielen zurück. An den bayerischen Waldklimastationen sind erste Erfolge nachweisbar. Der Rückgang der im Freiland gemessenen Stickstoffbelastung findet sich jedoch nicht im gleichen Ausmaß in den Wäldern unter den Baumkronen wieder. Noch immer werden kritische Belastungsschwellen an den meisten Standorten überschritten. weiter »
 
Der kräftige Atem der Waldböden
Kleines Bild Wald hat unzweifelhaft einen Klimaschutzeffekt, indem er Kohlenstoff bindet und damit der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid entzieht. Da jedem Forstmann Daten oder überschlägige Schätzungen des Holzzuwachses zur Verfügung stehen, wird die Speicherleistung des Waldes oft über seine lebende Biomasse dargestellt. Die anderen Kohlenstoffspeicher im Wald, also die abgestorbene Biomasse und der Boden werden dabei gerne vernachlässigt beziehungsweise als gleichbleibend angenommen. Respirationsmessungen an fünf bayerischen Waldklimastationen sollten einen Beitrag leisten, die Freisetzung von Kohlenstoff aus dem Boden zu quantifizieren, um Rückschlüsse auf die Veränderungen des Bodenspeichers zu ermöglichen. weiter »
 

Wald - Wissenschaft - Praxis

 
Die Elsbeere im »Gen-Fokus«
Kleines Bild Die Elsbeere aus der Gattung Sorbus befindet sich wie viele andere Baumarten ­dieser Gattung in einem aktiven Stadium der Artbildung. Wichtige Artbildungs­mechanismen sind hier Polyploidie und Hybridisierung. Zusätzlich können aber auch waldbauliche Maßnahmen die genetische Variabilität positiv beeinflussen, wie forstgenetische Untersuchungen ergaben. weiter »
 
Pendler zwischen Taiga und Savanne - der Gartenrotschwanz
Kleines Bild Nach dem Kormoran im Jahr 2010 fiel die Wahl zum Vogel des Jahres in 2011 auf den Gartenrotschwanz. Im Gegensatz zu den Diskussionen, die der »Fischjäger« letztes Jahr ausgelöst hat, dürften diese beim Gartenrotschwanz weit weniger kontrovers ausfallen. Die Botschaften aber, die mit dem kleinen Singvogel transportiert werden sollen, könnten aktueller und brisanter kaum sein. Nach dem Internationalen Jahr der Biodiversität und im Internationalen Jahr der Wälder ist der Gartenrotschwanz deshalb sehr gut platziert. weiter »
 
Forstliche Fernerkundung auf neuen Wegen
Kleines Bild Der Blick aus dem All hinunter auf die Wälder wird immer genauer. Mit Hilfe immer besserer und aktuellerer Satellitendaten wollen Wissenschaftler forstbetriebliche Arbeiten effektiver machen. Ob in der Forstbetriebsplanung, im forstlichen Katastrophenmanagement nach Naturkatastrophen oder aber für die Erstellung nationaler und internationaler Berichte - auch in der Forstwirtschaft wird die Nutzung modernster Satellitentechnik immer mehr Einzug halten. Neuestes Projekt ist das Vorhaben EUS-FH, eine interdisziplinäre Kooperation unter anderem mit Beteiligung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. weiter »
 
Den Wirkungen von Klima und Wäldern auf der Spur
Kleines Bild Der globale Klimawandel und die damit einhergehenden Auswirkungen zeichnen sich verstärkt regional ab. Im Forschungsverbund FORKAST forschen Wissenschaftler daher seit zwei Jahren über die Auswirkungen des Klimas auf Ökosysteme. Ein Schwerpunkt des Forschungsverbundes liegt auf Waldökosystemen. Diese nehmen ein Drittel der Bayerischen Landesfläche ein und sind von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. weiter »

Kurz & Bündig

 
Nachrichten und Veranstaltungen
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Ausgezeichnet
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